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Keine Altersgrenze für Nachwuchswissenschaftler

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5. August 2009 | Arbeitsrecht

Eine Altersgrenze von 40 Jahren für Anstellungsverträge mit Nachwuchswissenschaftlern stellt nach einem aktuellen Urteil des Landesarbetisgerichts Köln eine ungerechtfertigte Altersdiskriminierung dar.

Anlass für das Urteil des Landesarbeitsgerichts war die Klage eines im Januar 1968 geborenen Wissenschaftler, der seit dem 01.06.2005 auf einer zuletzt bis zum 30.06.2008 befristeten Stelle der beklagten Universität an seiner Habilitation gearbeitet und diese noch nicht fertiggestellt hatte. Im statistischen Durchschnitt werden 4,8 Jahre für eine Habilitation benötigt. Nach einem Rektoratsbeschluss der Universität wird die Beschäftigung auf einer solchen Stelle grundsätzlich nur zugelassen, wenn der Arbeitsvertrag bis zur Vollendung des 40. Lebensjahres, spätestens ein halbes Jahr danach, endet. Deshalb wurde der Vertrag nicht mehr verlängert.

Das Landesarbeitsgericht Köln hat die aufgrund der Altersgrenze erfolgte Befristung des Arbeitsvertrages zum 30.06.2008 nach § 7 Abs. 2 AGG für unwirksam erklärt. Die von der Universität verfügte starre Altersgrenze wurde vom Landesarbeitsgericht als nicht angemessen beurteilt. Sie könne durch das von der Universität angeführte Ziel, eine Herabsetzung des Erstberufungsalters von Professoren zu erreichen, nicht gerechtfertigt werden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, das Landesarbeitsgericht Köln hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache die Revision zum Bundesarbeitsgericht zugelassen.

Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 12.02.2009, Az. 7 Sa 1132/08

 

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