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Arbeitsrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Anspruch auf Abschluss eines Altersteilzeitvertrags

29. März 2011 | Arbeitsrecht

Ein Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes kann den Antrag einer Arbeitnehmerin im Alter zwischen 55 und 60 Jahren auf Abschluss eines Altersteilzeitvertrags für die Dauer von 6 Jahren und 8 Monaten gemäß § 2 des Tarifvertrags zur Regelung der Altersteilzeit (TV ATZ) ablehnen mit der Begründung, da die Stelle voraussichtlich nicht wieder besetzt und die Förderungshöchstdauer [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kündigung wegen mehrjähriger Freiheitsstrafe

28. März 2011 | Arbeitsrecht

Die Verbüßung einer mehrjährigen Freiheitsstrafe ist grundsätzlich geeignet, die ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses zu rechtfertigen. Haben die der strafgerichtlichen Verurteilung zugrunde liegenden Taten keinen Bezug zum Arbeitsverhältnis, kommt regelmäßig nur eine personenbedingte Kündigung in Betracht. Sowohl bei den Anforderungen an den Kündigungsgrund als auch bei der einzelfallbezogenen Interessenabwägung ist zu berücksichtigen, dass der Arbeitnehmer seine [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Ausschlussfristen für den “Equal Pay”-Anspruch des Leiharbeitnehmers

25. März 2011 | Arbeitsrecht

Kann der Leiharbeitnehmer von seinem Vertragsarbeitgeber, dem Verleiher, nach § 10 Abs. 4 AÜG die Erfüllung der wesentlichen Arbeitsbedingungen verlangen, wie sie der Entleiher vergleichbaren eigenen Arbeitnehmern gewährt (der sogenannte “Equal Pay”-Anspruch), so muss er die im Entleiherbetrieb geltenden Ausschlussfristen nicht einhalten. In dem jetzt vom Bundesarbeitsgericht entschiedenen Fall wurde der Kläger von der Beklagten [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Tarifvertragliche Spannensicherungsklauseln

25. März 2011 | Arbeitsrecht

Eine tarifvertragliche Klausel, in der eine Sonderleistung für Arbeitnehmer vereinbart ist, die Mitglieder der tarifschließenden Gewerkschaft sind (eine sogenannte einfache Differenzierungsklausel), verstößt nicht gegen höherrangiges Recht und ist wirksam. Wird aber die Exklusivität dieses Anspruchs für Gewerkschaftsmitglieder tariflich durch eine sog. Spannensicherungsklausel oder Abstandsklausel abgesichert, wonach etwaige Kompensationsleistungen des Arbeitgebers an nicht oder anders organisierte [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Widerruf der Bestellung zum Datenschutzbeauftragten

25. März 2011 | Arbeitsrecht

Nach § 4 f Abs. 3 Satz 4 BDSG kann die Bestellung zum Beauftragten für den Datenschutz in entsprechender Anwendung von § 626 BGB aus wichtigem Grund widerrufen werden. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts stellen jedoch weder die Entscheidung des Arbeitgebers, zukünftig die Aufgaben eines Beauftragten für den Datenschutz durch einen externen Dritten wahrnehmen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Entfernung einer Abmahnung aus der Personalakte

25. März 2011 | Arbeitsrecht

Ein Arbeitnehmer kann verlangen, dass die Arbeitgeberin eine missbilligende Äußerung aus der Personalakte entfernt, wenn diese unrichtige Tatsachenbehauptungen enthält, die den Arbeitnehmer in seiner Rechtsstellung und seinem beruflichen Fortkommen beeinträchtigen können. Dies folgt aus der allgemeinen Fürsorgepflicht der Arbeitgeberin, die auf dem Gedanken von Treu und Glauben beruht. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Streitwert bei einem Teilzeitbegehren

25. März 2011 | Arbeitsrecht

Für die Bemessung des Gegenstandswerts bei einem Teilzeitbegehren eines Arbeitnehmers sind wegen der Vergleichbarkeit mit einer so genannten Änderungsschutzklage die Regeln über die Bemessung des Streitwerts bei einer Änderungskündigung heranzuziehen, wonach regelmäßig der dreifache Jahresbetrag der wiederkehrenden Leistung anzusetzen ist. Gleichzeitig ist dabei allerdings zur Vermeidung von Wertungswidersprüchen die in § 42 Abs. 3 GKG [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Falsche Anrede im Ablehnungsschreiben

24. März 2011 | Arbeitsrecht

Eine falsche Anrede in der Ablehnung einer Bewerbung stellt keine Diskriminierung wegen ethnischer Herkunft dar. In einem jetzt vom Arbeitsgericht Düsseldorf entschiedenen Rechtsstreit bewarb sich die Klägerin bei der Beklagten um die Stelle als lebensmitteltechnische Assistentin. Ihre Bewerbung wurde abgelehnt. In dem Ablehnungsschreiben wurde die Klägerin unzutreffend mit „Sehr geehrter Herr“ angeredet. Sie ist der [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Arbeitsvertraglichen Bezugnahmeklausel und der Betriebsübergang

24. März 2011 | Arbeitsrecht

Bei der in einem Arbeitsvertrag vereinbarten Klausel “Alle weiteren das Arbeitsverhältnis betreffenden Punkte richten sich nach den jeweils gültigen Bestimmungen des Tarifvertrages der Hessischen Metallindustrie und der Arbeitsordnung.” handelt es sich um eine Gleichstellungsabrede im Sinne der früheren Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, die keine von der Tarifgebundenheit der Arbeitgebers unabhängige unbedingte zeitdynamische Verweisung auf die darin [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Tendenzeigenschaft eines Unternehmens

24. März 2011 | Arbeitsrecht

Ein auf die Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens der Tendenzeigenschaft eines Unternehmens im Sinne des § 118 Abs. 1 Satz 1 BetrVG gerichteter Feststellungsantrag ist unzulässig. Das Bundesarbeitsgericht ändert seine Rechtsprechung: Ein solcher Feststellungsantrag eines Betriebsrates ist nach einer neuen Entschiedung Bundesarbeitsgerichts nicht auf die Feststellung eines konkreten Rechtsverhältnisses im Sinne des § 256 Abs. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Prozesskostenhilfe und die Mutwilligkeit

24. März 2011 | Arbeitsrecht

Würde eine wirtschaftlich leistungsfähige Partei ihre Rechte nicht in gleicher Weise verfolgen, weil ihr ein kostengünstigerer Weg offensteht und dieser Weg genauso Erfolg versprechend ist, ist die beabsichtigte Rechtsverfolgung einer bedürftigen Partei in der Regel mutwillig im Sinne von § 114 Satz 1 ZPO. So hielt jetzt das Bundesarbeitsgerichts die Rechtsverfolgung eines Arbeitnehmers für mutwillig [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Freiwilligkeitsvorbehalt bei neu eingestellten Arbeitnehmern

22. März 2011 | Arbeitsrecht

Ein Anspruch aus betrieblicher Übung kommt grundsätzlich auch den Mitarbeitern zugute, deren Arbeitsverhältnis erst während des Bestehens einer betrieblichen Übung beginnt. Weist der Arbeitgeber jedoch bei einer Neueinstellung auf einen Freiwilligkeitsvorbehalt hin, so kann der neu eingestellte Mitarbeiter nicht auf die betriebliche Übung vertrauen. Dazu kann es ggf. genügen, dass der Freiwilligkeitsvorbehalt in einer Betriebsmitteilung [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Korrekturmeldungen in der Sozialversicherung

22. März 2011 | Arbeitsrecht

Ein Anspruch auf Korrekturmeldung gem. § 14 DEÜV ist öffentlich-rechtlicher Art, weshalb für diesen die Sozialgerichte rechtswegzuständig sind. Ein solcher Anspruch auf Korrekturmeldung gemäß § 14 Abs. 1 DEÜV wegen unzutreffender Angabe über die Zeit der Beschäftigung unterfällt nicht der arbeitsgerichtlichen Zuständigkeit. Die Rechtswegzuständigkeit ergibt sich insbesondere nicht aus § 2 Abs. 1 Nr. 3 [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe “Ständige Vertretung” im Pflegeheim

22. März 2011 | Arbeitsrecht

Der Begriff der “ständigen Vertretung” setzt zwar regelmäßig, aber nicht zwingend voraus, dass der Vertreter Leitungsaufgaben auch während der Anwesenheit des Vertretenen wahrnimmt. Eine “ständige Vertretung” im Tarifsinne liegt auch dann vor, wenn in einer Pflegeeinrichtung die Wohnbereichsleiterin und die stellvertretende Wohnbereichsleiterin stets in unterschiedlichen Schichten eingesetzt sind und die stellvertretende Wohnbereichsleiterin während ihrer Schicht [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Bemessungsdurchgriff bei der Aufstellung eines Sozialplans im Konzern

17. März 2011 | Arbeitsrecht

Können sich Betriebsparteien nicht auf die Vereinbarung eines Sozialplans verständigen, entscheidet die Einigungsstelle. Bei ihrem Spruch hat sie gemäß § 112 Abs. 5 BetrVG die sozialen Belange der Arbeitnehmer zu berücksichtigen und auf die wirtschaftliche Vertretbarkeit der Sozialplandotierung zu achten. Hierfür ist auf die finanzielle Leistungsfähigkeit des Arbeitgebers (Unternehmens) abzustellen. Dies gilt nach einer aktuellen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Grenzüberschreitender Arbeitsplatz

16. März 2011 | Arbeitsrecht

Übt ein Arbeitnehmer seine Tätigkeit in mehreren Mitgliedstaaten aus, findet auf einen Rechtsstreit über den Arbeitsvertrag das Recht des Staates Anwendung, in dem der Arbeitnehmer seine beruflichen Verpflichtungen im Wesentlichen erfüllt. Es geht nämlich darum, dem Arbeitnehmer als schwächerer Vertragspartei einen angemessenen Schutz zu gewähren, entschied jetzt der Gerichtshof der Europäischen Union. Nach dem Übereinkommen [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Befristete Arbeitsverhältnisse bei der Bundesagentur für Arbeit

14. März 2011 | Arbeitsrecht, Im Brennpunkt

Die Bundesagentur für Arbeit kann die Befristung von Arbeitsverhältnissen nach einem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts nicht damit rechtfertigen, ein von ihr aufgestellter Haushaltsplan sehe Haushaltsmittel für befristete Arbeitsverträge vor. Sie kann sich nicht auf § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 TzBfG berufen. Das gebietet die verfassungskonforme Auslegung der Vorschrift. Nach § 14 Abs. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Anwaltsvergütung bei Kirchlichen Vermittlungsstellen

14. März 2011 | Arbeitsrecht

Eine Geschäftsgebühr nach Nr. 2303 Nr. 4 VV RVG setzt ein Verfahren vor einer gesetzlich eingerichteten Einigungs-, Güte- oder Schiedsstelle voraus. Sie fällt daher bei Verfahren vor einer kirchlichen Vermittlungsstelle, deren Anrufung vor Beschreiten des Rechtsweges rein arbeitsvertraglich vereinbart ist, nicht an. Einer unmittelbaren Anwendung des § 65 Abs. 1 Satz 1 Ziff. 4 BRAGO [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Behinderung der Betriebsratsarbeit mittels Prämienzahlung

10. März 2011 | Arbeitsrecht

Es ist zwar nicht zu beanstanden, wenn der Arbeitgeber der Belegschaft einen finanziellen Anreiz, d.h. die Zahlung einer freiwilligen Zulage, für die Zustimmung des Betriebsrats zu bestimmten Arbeitszeiten in Aussicht stellt. Der Betriebsrat wird jedoch in seiner Entscheidungsfreiheit unzulässig beeinträchtigt, wenn der Arbeitgeber die Prämienzahlung für längere Ladenöffnungszeiten mit der Voraussetzung verknüpft, dass die zugrunde [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Betriebliche Altersversorgung nach Beamtenrecht

10. März 2011 | Arbeitsrecht

Eine in einem Formularvertrag enthaltene Verweisung auf die für die Berechnung des Ruhegehalts jeweils geltenden Vorschriften des Beamtenversorgungsrechts muss lediglich dem Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB genügen. Eine weitergehende Inhaltskontrolle nach den §§ 307 ff. BGB findet nicht statt. Richtet sich die Berechnung des Ruhegehalts eines Versorgungsempfängers, der während seiner aktiven [...]



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