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Familienrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Beschwerdefrist in Betreuungssachen

6. Juni 2011 | Familienrecht

Ist nach § 41 Abs. 1 Satz 2 FamFG ein anfechtbarer Beschluss zuzustellen, weil er dem erklärten Willen des Adressaten nicht entspricht, so wird die Beschwerdefrist für den Betroffenen in einer Betreuungssache nur durch Zustellung an ihn selbst in Lauf gesetzt. Die Zustellung an den Betreuer bleibt auf den Beginn der Beschwerdefrist für den Betroffenen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Schadensersatz vom “schwarz” bezahlten Hochzeitsveranstalter

3. Juni 2011 | Familienrecht

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main verneint den Schadensersatzanspruch eines Brautpaares gegen einen “schwarz” bezahlten Hochzeitsveranstalter. Das Oberlandesgericht Frankfurt bestätigte die Zurückweisung eines Antrags auf Prozesskostenhilfe durch das Landgericht, mit dem ein Ehepaar eine Schadensersatzklage gegen ihren Hochzeitsveranstalter erheben wollte. Das Ehepaar wollte den Veranstalter auf Schadensersatz in Höhe von rund 12.000,- € wegen Nichterfüllung eines [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Haushaltsgegenstände im Alleineigentum eines Ehegatten

31. Mai 2011 | Familienrecht

Haushaltsgegenstände, die im Alleineigentum eines Ehegatten stehen, können im Haushaltsverfahren nicht (mehr) dem anderen Ehegatten zugewiesen werden und unterliegen dem Zugewinnausgleich. Sie unterfallen auch dann dem Zugewinnausgleich, wenn die Hausratsverteilung noch nach der bis zum 31. August 2009 geltenden HausratsVO durchgeführt wurde, sofern nicht ausnahmsweise eine anderweitige Zuweisung im Hausratsverfahren vorgenommen wurde. Abgrenzung zwischen Zugewinnausgleich [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der betreuende Elternteil als anderer leistungsfähiger Verwandter

27. Mai 2011 | Familienrecht

Auch der betreuende Elternteil i. S. von § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB kann ein anderer leistungsfähiger Verwandter i. S. von § 1603 Abs. 2 Satz 3 BGB sein. Dem barunterhaltspflichtigen Elternteil kann der angemessene Selbstbehalt belassen bleiben, wenn der Kindesunterhalt von dem betreuenden Elternteil unter Wahrung dessen angemessenen Selbstbehalts gezahlt werden kann und [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Erstausbildung des Kindesunterhaltspflichtigen

27. Mai 2011 | Familienrecht

Die Erstausbildung gehört zum eigenen Lebensbedarf des Unterhaltspflichtigen, den dieser grundsätzlich auch bei gesteigerter Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern vorrangig befriedigen darf. Auch der betreuende Elternteil i. S. von § 1606 Abs. 3 Satz 2 BGB kann ein anderer leistungsfähiger Verwandter i. S. von § 1603 Abs. 2 Satz 3 BGB sein. Dem barunterhaltspflichtigen Elternteil kann [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Abänderung “alter” Jugendamtsurkunden über Kindesunterhalt

27. Mai 2011 | Familienrecht

Für die Abänderung einer Jugendamtsurkunde über den Kindesunterhalt ist in Verfahren, die vor dem 1. September 2009 eingeleitet wurden, die Abänderungsklage nach § 323 Abs. 4 ZPO zulässig. Die vom Unterhaltsberechtigten begehrte Abänderung einer einseitig erstellten Jugendamtsurkunde setzt keine Änderung der ihr zugrunde liegenden Umstände voraus. Im Rahmen eines Abänderungsbegehrens durch den Unterhaltspflichtigen ist hingegen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kontrollbetreuung trotz wirksamer Vorsorgevollmacht

23. Mai 2011 | Familienrecht

Zu den Voraussetzungen einer Kontrollbetreuung bei Vorliegen einer wirksamen Vorsorgevollmacht hat aktuell der Bundesgerichtshof Stellung genommen: Nach § 1896 Abs. 3 BGB kann ein Betreuer auch zur Geltendmachung von Rechten des Betreuten gegenüber seinem Bevollmächtigten bestellt werden. Mit dieser so genannten Kontrollbetreuung kann im Falle einer wirksamen erteilten Vorsorgevollmacht für eine Kontrolle des Bevollmächtigten gesorgt [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Betreuerbestellung trotz Vorsorgevollmacht

19. Mai 2011 | Familienrecht

Eine vom Betroffenen erteilte Vorsorgevollmacht hindert die Bestellung eines Betreuers nur, wenn gegen die Wirksamkeit der Vollmachtserteilung keine Bedenken bestehen. Eine Vorsorgevollmacht steht der Anordnung der Betreuung auch dann nicht entgegen, wenn der Bevollmächtigte als zur Wahrnehmung der Interessen des Betroffenen nicht tauglich erscheint, namentlich erhebliche Zweifel an seiner Redlichkeit im Raum stehen. In diesem [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Keine Zusammenrechnung bei der Ausgleichsgrenze im Versorgungsausgleich

17. Mai 2011 | Familienrecht

Auch wenn die Summe der Ausgleichswerte, deren Ausgleich zum Nachteil eines Ehepartners nach § 18 Abs. 1 bzw. Abs. 2 VersAusglG unterbleibt, den Grenzwert des § 18 Abs. 3 VersAusglG übersteigt, bleibt es grundsätzlich beim Ausschluss des Ausgleichs sämtlicher Anrechte. § 18 Abs. 3 VersAusglG ist keine generelle Obergrenze auch für die Summe aller Ausgleichswerte. [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Anonyme Samenspende und die Adoption durch die Lebenspartnerin

16. Mai 2011 | Familienrecht

Wenn ein als Wunschkind beider Lebenspartnerinnen durch Insemination (künstliche Befruchtung) mit dem Samen eines anonymen Spenders entstandenes Kind durch die Lebenspartnerin der Mutter angenommen werden soll, ist nach einem rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Elmshorn kein Adoptionspflegejahr abzuwarten. In dem hier vom Amtsgerichts Elmshorn entschiedenen Fall hatte ein lesbisches Paar, das im Jahr 2007 eine eingetragene [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Gewaltschutz und Unionsrecht

13. Mai 2011 | Familienrecht

Für Fälle häuslicher Gewalt sehen die einschlägigen Gewaltschutzvorschriften unter anderem ein (zeitlich befristetes) Verbot für den Täter vor, sich seinem Opfer zu nähern. Was aber, wenn das Opfer danach doch wieder mit dem Täter zusammen leben will? Verlangt das Näherungsverbo dann immer noch seine Beachtung oder ist es hinfällig? Mit dieser Frage muss sich derzeit [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Transliteration von Namen in Personenstandsurkunden

13. Mai 2011 | Familienrecht

Der Gerichtshof äußert sich Das Europäische Unionsrecht steht der Weigerung, Vor- und Nachnamen in Personenstandsurkunden zu ändern, nicht entgegen, sofern den Betroffenen daraus keine schwerwiegenden Nachteile erwachsen können. Mit diesem “salomonischen” Urteil äußerte sich jetzt der Gerichtshof der Europäischen Union zur Umschrift von Vor- und Nachnamen von Unionsbürgern in Personenstandsurkunden eines Mitgliedstaats. Worum geht es? [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Finanzierungslebensversicherung im Versorgungsausgleich

12. Mai 2011 | Familienrecht

Auszugleichen im Versorgungsausgleich sind grundsätzlich auch die zur Kreditsicherung einer Baufinanzierung abgetretenen Anrechte aus einer Rentenlebensversicherung mit Kapitalwahlrecht. Dies entschied jetzt der Bundesgerichtshof in einem Fall, auf den gemäß § 48 Abs. 1 VersAusglG noch das bis August 2009 geltende materielle Recht des Versorgungsausgleichs anzuwenden ist. Gemäß § 1587 Abs. 1 BGB aF findet der [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rechtsmittel und Meistbegünstigung

12. Mai 2011 | Familienrecht

Entscheidet das Familiengericht statt nach dem – noch fortgeltenden – alten Verfahrensrecht nicht durch Urteil, sondern fehlerhaft nach neuem Verfahrensrecht durch Beschluss, wird auch durch die Einlegung einer Beschwerde beim Ausgangsgericht die Rechtsmittelfrist gewahrt (Grundsatz der “Meistbegünstigung”). Nach allgemeiner Auffassung dürfen die Prozessparteien dadurch, dass das Gericht seine Entscheidung in einer falschen Form erlässt, keinen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Durchsetzung von Brüssel IIa-Beschlüssen in Sorgerechtssachen

12. Mai 2011 | Familienrecht

Art. 16 HKÜ steht einer Entscheidung im Verfahren auf Nichtanerkennung einer ausländischen Sorgerechtsentscheidung gemäß Art. 21 Abs. 3 Brüssel IIa-VO nicht entgegen. Hat das Oberlandesgericht einen Antrag auf Nichtanerkennung zurückgewiesen, bedarf es keiner Anordnung der sofortigen Wirksamkeit der Entscheidung gemäß § 27 Abs. 2 IntFamRVG. Hat das Oberlandesgericht dennoch die sofortige Wirksamkeit angeordnet, geht seine [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Versorgungsordnung mit Wiederverheiratungsklausel

12. Mai 2011 | Familienrecht

Enthält eine Versorgungsordnung die Regelung, dass ein Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung wegfällt, wenn der Witwer oder die Witwe wieder heiratet (sog. Wiederverheiratungsklausel), kann ein geschiedener, wieder verheirateter Ehegatte von dem Träger der Versorgung auch dann nicht die Zahlung einer Ausgleichsrente im Wege des verlängerten schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs verlangen, wenn die zweite Ehe nach dem Tod des früheren [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Prozesskostenhilfe für die Aufhebung einer Scheinehe

3. Mai 2011 | Familienrecht

Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für eine Klage auf Aufhebung der mit einem Ausländer zum Zwecke der Erlangung eines Aufenthaltstitels eingegangenen Scheinehe ist nicht rechtsmissbräuchlich. Eine Partei, die rechtsmissbräuchlich die Ehe geschlossen und hierfür ein Entgelt erhalten hat, trifft aber grundsätzlich die Pflicht, hiervon Rücklagen zu bilden, um die Kosten eines Eheaufhebungsverfahrens finanzieren zu [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Versorgungsausgleich und die Erwerbe aus dem Anfangsvermögen

2. Mai 2011 | Familienrecht

Auszugleichen sind im Versorgungsausgleich auch solche Versorgungsanrechte, die mit dem Anfangsvermögen eines Ehegatten nach Beginn der Ehe erworben wurden. Dass der ausgleichspflichtige Ehegatte sein Versorgungsanrecht während der Ehe aus seinem Anfangsvermögen erworben hat, rechtfertigt für sich genommen nicht den Ausschluss des Versorgungsausgleichs. Dies entschied jetzt der Bundesgerichtshof in einem Fall, auf den gemäß § 48 [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Herabsetzung und Befristung nachehelichen Krankheitsunterhalts

27. April 2011 | Familienrecht

Zur Herabsetzung und Befristung nachehelichen Krankheitsunterhalts hat jetzt erneut der Bundesgerichtshof Stellung genommen: Der Unterhalt ist nach § 1578 b BGB vom Familiengericht herabzusetzen oder zu befristen, wenn ein zeitlich unbegrenzter Unterhaltsanspruch auch unter Wahrung der Belange eines dem Berechtigten zur Pflege oder Erziehung anvertrauten gemeinschaftlichen Kindes unbillig wäre. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, inwieweit [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Verlängerung des Betreuungsunterhalts aus kindbezogenen Gründen

26. April 2011 | Familienrecht

Im Rahmen der Billigkeitsentscheidung über eine Verlängerung des Betreuungsunterhalts aus kindbezogenen Gründen nach § 1570 Abs. 1 Satz 2 und 3 BGB ist stets zunächst der individuelle Umstand zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Kindesbetreuung auf andere Weise gesichert ist oder in kindgerechten Betreuungseinrichtungen gesichert werden könnte. Ein Altersphasenmodell, das bei der Frage [...]



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