Besteuerung von Optionsgeschäften

2. Februar 2016 | Einkommensteuer (privat)
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Wer sich eine beachtliche Geldsumme zusammengespart hat oder in den Genuss einer Erbschaft gekommen ist, wird nicht hocherfreut sein, wenn er sein Geld gewinnbringend anlegen möchte. Gerade bei einer konservativen Anlage, wie z.B. einem Sparbuch sind keine Gewinne zu erzielen. Derzeit sind die Zinsen so extrem niedrig, dass Alternativen sehr interessant werden können.

Binäre Optionen

Bei jeder Art der Geldanlage stellt sich die Frage der Risikobereitschaft. Jeder hat für sich zu entscheiden, welches Risiko, sein Geld zu verlieren, er einzugehen bereit ist, für einen speziellen höheren Zinssatz. Die Möglichkeit, viel Geld zu verdienen steigt mit dem Risiko eines Verlustgeschäftes. Zu den riskanteren Geldgeschäften gehören die binären Optionen. Darunter versteht man ein Finanzderivat. Binäre Optionen zählen zu den Termingeschäften. Vereinfacht erklärt, bekommt der Käufer für ein vorher festgelegtes Ereignis einen festgelegten Betrag im Fall des Eintritts des Ereignisses. Tritt das Ereignis nicht ein, verliert der Käufer sein Geld, da die Option verfällt. Bei diesen sog. digitalen Optionen gibt es lediglich diese zwei Alternativen. Entweder man erzielt einen hohen Gewinn oder man verliert seinen Einsatz. Durch diese einfache Struktur ist der Handel mit den binären Optionen schnell zu verstehen und wird aufgrunddessen immer beliebter.

Auch wenn man annehmen könnte, es handelt sich um ein Glücksspiel, kann man mit guten Hintergrundinformationen und fundiertem Wissen sein Risiko verringern und seine Gewinnchancen berechenbarer machen. Darüberhinaus ist es besonders für einen Anfänger wichtig, deatillierte Vorabinformationen und kompetente Beratung wie sie z.B. unter http://www.binary24.de/ angeboten wird, zu erhalten.

Versteuerung von Gewinnen

Trotz des hohen Risikos handelt es sich eben nicht um ein Glücksspiel. Das hat auch Auswirkungen auf die steuerrechtliche Behandlung von Gewinnen aus einem Handel mit binären Optionen. Während Gewinne aus einem Glücksspiel steuerfrei sind, sieht das beim Handel mit binären Optionen anders aus. Mit binären Optionen sollen normalerweise regelmäßig Gewinne erzielt werden und genau diese Regelmäßigkeit steht der Einordnung als Glücksspiel entgegen. Allgemein werden die Gewinne als risikoreiche Termingeschäfte versteuert wie Gewinne aus Wertpapiergeschäften. Denn es existiert in Deutschland keine Steuer mit Namen “binäre Optionen”.

In welcher Art und Weise die Versteuerung erfolgt, hängt u.a. davon ab, ob der Broker sich im Inland oder im Ausland befindet. Besteht ein Freistellungsauftrag kann der Broker im Inland z.B. eine fällige Abgeltungssteuer im Kundenauftrag direkt an das Finanzamt abführen. Sitz der Broker im Ausland ist der Kunde für die Steuerzahlung selbst verantwortlich. Den Gewinn gibt der Steuerpflichtige in seiner Einkommensteuererklärung als Einnahmen bei der Anlage KAP an. Vom Finanzamt wird daraus der gesamte fällige Steuerbetrag errechnet.

 
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