Häusliche Arbeitsecke

23. Juni 2016 | Einkommensteuer (privat)
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Aufwendungen für einen in die häusliche Sphäre eingebundenen Raum, der mit einem nicht unerheblichen Teil seiner Fläche auch privat genutzt wird (sog. “Arbeitsecke”), können nicht als Betriebsausgaben/Werbungskosten berücksichtigt werden1.

Nach § 4 Abs. 4 EStG sind Betriebsausgaben die Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Aufwendungen für einen in die häusliche Sphäre des Steuerpflichtigen eingebundenen Raum jedoch, der sowohl zur Erzielung von Einkünften als auch -in mehr als nur untergeordnetem Umfang- zu privaten Zwecken genutzt wird, sind insgesamt auch nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG nicht abziehbar2.

Das gilt auch für Zimmer, die im Wege einer räumlichen Aufteilung mit einer “Arbeitsecke” zur Erzielung von Einnahmen und in der übrigen Fläche zu privaten Wohnzwecken genutzt werden3.

In dem hier vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall kam danach eine Berücksichtigung der Aufwendungen als Betriebsausgaben nicht in Betracht, da der Kläger den in Rede stehenden Raum lediglich mit einer Arbeitsecke betrieblich und im Übrigen privat genutzt hatte.

Auch die Abtrennung durch ein Regal genügt nicht, um aus dem einheitlichen Raum zwei Räume zu machen.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 17. Februar 2016 – X R 32/11

  1. Anschluss an BFH, Beschluss vom 27.07.2015 – GrS 1/14, BFHE 251, 408
  2. BFH (GrS), Beschluss in BFHE 251, 408, unter D.
  3. BFH, ebenda, unter D.02.b cc (3)

 
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