Häusliches Arbeitszimmer – und die erhöhte Gebäudeabschreibung

5. Januar 2016 | Einkommensteuer (privat)
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Der abzugsfähige Höchstbetrag nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b für ein Arbeitszimmer, das nicht den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung bildet, ist auch im Fall einer nach § 7i EStG erhöhten Gebäudeabschreibung zu berücksichtigen.

Nach dem eindeutigen Wortlaut des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG ist der Abzug von Werbungskosten in Zusammenhang mit einem häuslichen Arbeitszimmer auf einen Höchstbetrag in Höhe von 1.250 € beschränkt, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht und das Arbeitszimmer nicht den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bildet.

Eine Unterscheidung nach der Art der für das Arbeitszimmer aufgewandten Gebäudekosten – Wohnnebenkosten, Absetzungen für Abnutzung, o.ä. – wird nicht vorgenommen1.

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 13. November 2015 – IX B 82/15

  1. vgl. BFH, Urteil vom 27.09.2001 – X R 92/98, BFHE 197, 40, BStBl II 2002, 51, unter II., für den Fall einer Berücksichtigung nach § 10e EStG; Schmidt/Heinicke, EStG, 34. Aufl., § 4 Rz 598; BMF, Schreiben vom 02.03.2011, BStBl I 2011, 195, Rz 6

 
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