Steuerfestsetzung trotz Masseunzulänglichkeit

25. August 2016 | Einkommensteuer
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Soweit eine (Einkommen-)Steuerschuld eine Masseverbindlichkeit darstellt, ist es für das Festsetzungsverfahren unerheblich, dass der Insolvenzverwalter Masseunzulänglichkeit nach § 210 InsO angezeigt hat.

Hierin liegt allein ein Vollstreckungsverbot, welches nach § 251 Abs. 2 AO die Befugnisse des Finanzamtes einschränkt, den Verwaltungsakt -hier einen Steuerbescheid- zu vollstrecken.

Dennoch ist dieser Einkommensteuerbescheid zu erlassen, die Einkommensteuer vorliegend also festzusetzen1.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 1. Juni 2016 – X R 26/14

  1. vgl. hinsichtlich der Funktionen der Masseunzulänglichkeit nach § 210 InsO, wenn auch zur Kraftfahrzeugsteuer: BFH, Urteil vom 29.08.2007 – IX R 58/06, BFHE 218, 432, BStBl II 2008, 322

 
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