Prämie für “Whistleblowing” – und ihre Besteuerung

13. Mai 2016 | Steuerrecht
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Die Grundsätze zur steuerlichen Einordnung der Zahlung einer Prämie an einen “Whistleblower” und der damit zusammenhängende Begriff der sonstigen Leistung i.S. des § 22 Nr. 3 EStG sind in der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs geklärt.

Danach reicht es für die Steuerbarkeit als sonstige Leistung aus, wenn die Auskehrung der Prämie nach Maßgabe und Durchführung des mit dem “Whistleblower” abgeschlossenen entgeltlichen Vertrags als Gegenleistung für sein (aktives wie auch passives) Verhalten einzuordnen ist.

Denn eine sonstige Leistung i.S. des § 22 Nr. 3 EStG stellt jedes Tun, Dulden oder Unterlassen dar, das Gegenstand eines entgeltlichen Vertrags sein kann und das eine Gegenleistung auslöst1.

Bundesfinanzhof, Beschluss vom 23. März 2016 – IX B 22/16

  1. vgl. BFH, Urteile vom 21.09.2004 – IX R 13/02, BFHE 207, 284, BStBl II 2005, 44; vom 26.10.2004 – IX R 53/02, BFHE 207, 305, BStBl II 2005, 167; vom 25.02.2009 – IX R 33/07, BFH/NV 2009, 1253; vom 24.04.2012 – IX R 6/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581; vom 19.03.2013 – IX R 65/10, BFH/NV 2013, 1085; und vom 14.04.2015 – IX R 35/13, BFHE 249, 488, BStBl II 2015, 795, unter II. 1.b

 
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