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Rechtslupe » Insolvenzverfahren

Beiträge zum Stichwort ‘ Insolvenzverfahren ’

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Sicherungszessionen in der Insolvenz

20. Mai 2009 | Zivilrecht

Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist zur Einziehung und Verwertung von Forderungen, die der Schuldner zur Sicherheit abgetreten hat, allein der Insolvenzverwalter befugt. Der Drittschuldner kann nicht mehr mit befreiender Wirkung an den Sicherungszessionar leisten, wenn ihm die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen seines ursprünglichen Gläubigers bekannt ist und er weiß, dass die Abtretung lediglich [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Arztkosten und Pfändungsfreigrenzen

20. Mai 2009 | Zivilrecht

Kosten für medizinische Behandlungsmethoden, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden, rechtfertigen in der Regel im laufenden Insolvenzverfahren auch keine Erhöhung des unpfändbaren Teils des Arbeitseinkommens. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 23. April 2009 – IX ZB 35/08




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Forderungsabtretung in der Insolvenz des Schuldners

14. Mai 2009 | Zivilrecht

Kann der Drittschuldner an den Sicherungszessionar nicht mehr mit befreiender Wirkung leisten, weil ihm die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen seines ursprünglichen Gläubigers und die erfolgte Abtretung lediglich zu Sicherungszwecken bekannt sind, erlischt nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs die gegen ihn gerichtete Forderung nicht im Wege der Konfusion, wenn der Drittschuldner durch Abtretung [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Gläubigerbenachteiligung durch Sicherungsübereignung

14. April 2009 | Zivilrecht

Übereignet der Schuldner Bestandteile seines Geschäftsbetriebs zur Sicherheit an einen Darlehensgeber und veräußert er danach den gesamten Geschäftsbetrieb unter Eigentumsvorbehalt an einen Erwerber mit der Weisung, den Kaufpreis direkt an den Darlehensgeber zu zahlen, werden die Gläubiger benachteiligt, wenn die Höhe der Zahlung den Wert des dem Darlehensgeber insolvenzfest übereigneten Sicherungsguts übersteigt. Tritt der Schuldner [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Insolvenzfreigabe und Vollstreckungsverbot

8. April 2009 | Zivilrecht

Gibt ein Insolvenzverwalter oder Treuhänder einen dem Schuldner gehörenden Gegenstand aus der Insolvenzmasse frei, unterliegt dieser als sonstiges Vermögen des Schuldners dem Vollstreckungsverbot des § 89 Abs. 1 InsO. Das Vollstreckungsverbot des § 89 Abs. 1 InsO gilt für Zwangsvollstreckungen in die Insolvenzmasse und in das sonstige Vermögen des Schuldners. Nachdem der Treuhänder einen Vermögensgegenstand [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Restschuldbefreiung trotz unvollständiger Schuldnerauskunft

8. April 2009 | Zivilrecht

Die Erteilung einer unvollständigen Auskunft durch den Schuldner in seinem Insolvenzverfahren kann – mit der Folge einer Versagung der Restschuldbefreiung – als grob fahrlässig zu bewerten sein, wenn bei allgemeiner Fragestellung wesentliche Vermögensveränderungen mitzuteilen sind oder wenn das Auskunftsverlangen durch eine gezielte Fragestellung in einer Weise konkretisiert ist, die bei dem Schuldner keine Unklarheit über [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Gläubigerausschuss

1. April 2009 | Zivilrecht

Ein Gläubigerausschuss muss, wie der Bundesgerichtshof jetzt nochmals bestätigt hat, mit mindestens zwei Mitgliedern besetzt sein. Nach einhelliger, in Rechtsprechung und Schrifttum unbestrittener Rechtsauffassung muss ein Gläubigerausschuss mindestens mit zwei Personen besetzt sein. Diese bereits unter der Geltung der Konkursordnung vertretene Auffassung, dass ein Gläubigerausschuss aus wenigstens zwei Personen bestehen muss, ist auf einen unter [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Insolvenzanfechtung von Zahlungen an den Gerichtsvollzieher

30. März 2009 | Zivilrecht

Erlangt ein Gläubiger Befriedigung im Wege der Zwangsvollstreckung, fehlt es regelmäßig an der für eine Vorsatzanfechtung erforderlichen Rechtshandlung des Schuldners (§§ 129, 133 Abs. 1 Satz 1 InsO). Erbringt der Schuldner hingegen selbst eine Leistung, sei es auch unter dem Druck und zur Abwendung einer angedrohten Zwangsvollstreckung, liegt grundsätzlich eine eigene Rechtshandlung des Schuldners vor. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Verschwendung durch Gläubigerbefriedigung?

30. März 2009 | Zivilrecht

Der die Restschuldbefreiung ausschließende Versagungsgrund der Verschwendung (§ 290 Abs. 1 Nr. 4 InsO) liegt ohne Hinzutreten besonderer Unwertmerkmale nicht vor, wenn der Schuldner nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit einzelne Gläubiger befriedigt. Der Versagungsgrund des § 290 Abs. 1 Nr. 4 InsO greift insbesondere ein, wenn der Schuldner im letzten Jahr vor dem Eröffnungsantrag die Befriedigung [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Psychiater in der Insolvenz

19. März 2009 | Zivilrecht

Die Verpflichtung, dem Insolvenzverwalter die für die Durchsetzung privatärztlicher Honorarforderungen erforderlichen Daten über die Person des Drittschuldners und die Forderungshöhe mitzuteilen, besteht auch im Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Facharztes für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse. Privatärztliche Honorarforderungen sind grundsätzlich pfändbar und unterliegen dem Insolvenzbeschlag. Der Schuldner ist im Insolvenzverfahren verpflichtet, dem Insolvenzverwalter die für die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Schiedsgerichtsverfahren in der Insolvenz

19. März 2009 | Mediation, Zivilrecht

Ein nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ergangener, auf eine Leistung gerichteter Schiedsspruch kann als bloße Feststellung zur Insolvenztabelle auszulegen sein, wenn aufgrund der Entscheidungsgründe feststeht, dass die zuerkannte Forderung nur ein Recht auf insolvenzmäßige Befriedigung verschaffen sollte und es sich bei ihr nicht um eine Masseforderung handeln kann. Ein (inländischer) Schiedsspruch, der eine Insolvenzforderung feststellt, die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Insolvenz des Gesellschafter-Geschäftsführers

17. März 2009 | Gesellschaftsrecht, Zivilrecht

Fällt ein Unternehmen in die Insolvenz, ist oftmals auch für die Gesellschafter-Geschäftsführer die eigene Insolvenz unvermeidlich, Dies zumindest dann, wenn sie sich für die Bankschulden der Gesellschaft verbürgt haben, wenn Ihnen die Haftungsinanspruchnahme durch das Finanzamt für rückständige Umsatzsteuer oder Lohnsteuer oder durch die Sozialversicherung für rückständige Sozialversicherungsbeiträge droht. Es stellt sich dann regelmäßig die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Keine Gläubigerbeschwerde bei abgelehntem Sonderinsolvenzverwalter

3. März 2009 | Zivilrecht

Lehnt das Insolvenzgericht den Antrag eines einzelnen Insolvenzgläubigers auf Bestellung eines Sonderinsolvenzverwalters ab, ist der Insolvenzgläubiger auch dann nicht beschwerdeberechtigt, wenn er die Prüfung und Durchsetzung eines auf Ersatz eines Gesamtschadens gerichteten Anspruchs erreichen will. Nach § 6 Abs. 1 InsO unterliegen die Entscheidungen des Insolvenzgerichts nur in den Fällen einem Rechtsmittel, in denen die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Restschuldbefreiung und der Schlusstermin

2. März 2009 | Zivilrecht

Das Bestreiten eines im Schlusstermin schlüssig dargelegten Versagungsgrundes kann nach Aufhebung des Termins nicht mehr nachgeholt werden. Diese heute veröffentlichte Entscheidung des Bundesgerichtshofs beruht auf folgenden Überlegungen: Die gemäß § 290 Abs. 2 InsO erforderliche Glaubhaftmachung des Versagungsgrundes muss schon im Schlusstermin erfolgen und kann im Beschwerdeverfahren nicht nachgeschoben werden. Das Nachschieben von Versagungsgründen im [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Insolvenzplan

27. Februar 2009 | Zivilrecht

Dem Insolvenzverwalter steht ein Beschwerderecht gegen die Versagung der Bestätigung des Insolvenzplans nicht zu. Die Vorschriften über die Feststellung der Forderungen der Insolvenzgläubiger können in einem Insolvenzplan nicht abbedungen werden. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 5. Februar 2009 – IX ZB 230/07



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Versagung der Restschuldbefreiung wegen Verletzung von Auskunftspflichten

19. Februar 2009 | Zivilrecht

Die Versagung der Restschuldbefreiung wegen Verletzung von Auskunfts- und Mitwirkungspflichten des Schuldners setzt eine konkrete Beeinträchtigung der Befriedigungsaussichten der Gläubiger nicht voraus. Der Bundesgerichtshof hat mit einem heute veröffentlichten Beschluss die bisher nicht geklärte Frage entschieden, ob es im Versagungstatbestand des § 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO eines ungeschriebenen Tatbestandsmerkmals der Beeinträchtigung der Gläubigerbefriedigung [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Unvollständige Schuldnerangaben und die Verfahrenskostenstundung

28. Januar 2009 | Zivilrecht

Auch unvollständige Angaben des Schuldners, die ein falsches Gesamtbild vermitteln, können zur Aufhebung der Verfahrenskostenstundung führen. Eine Aufhebung der Verfahrenskostenstundung wegen fehlerhafter oder unvollständiger Angaben setzt voraus, dass diese für die Stundungsbewilligung ursächlich waren. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 8. Januar 2009 – IX ZB 167/08



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