Angeklagt als Mittäter – verurteilt als Alleintäter

19. August 2016 | Strafrecht
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Will das Gericht im Urteil von einer anderen Teilnahmeform ausgehen als die unverändert zugelassene Anklage, so muss es den Angeklagten gemäß § 265 Abs. 1 StPO zuvor darauf hinweisen und ihm Gelegenheit geben, seine Verteidigung darauf einzurichten.

Das gilt auch bei einer Verurteilung wegen Alleintäterschaft statt Mittäterschaft1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 14. Juni 2016 – 3 StR 196/16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 08.10.1957 – 1 StR 318/57, BGHSt 11, 18, 19; Beschlüsse vom 07.09.1977 – 3 StR 299/77; vom 16.02.1989 – 1 StR 24/89, BGHR StPO § 265 Abs. 1 Hinweispflicht 5; vom 17.05.1990 – 1 StR 157/90, NStZ 1990, 449; Urteil vom 24.10.1995 – 1 StR 474/95, StV 1997, 64; Beschlüsse vom 17.01.2001 – 2 StR 438/00; vom 14.10.2008 – 4 StR 260/08; vom 22.03.2012 – 4 StR 651/11 3; vom 30.07.2013 – 2 StR 150/13

 
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