Baby-Schütteln – durch Unterlassen

8. März 2016 | Strafrecht
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Der Tatbestand der Misshandlung Schutzbefohlener (§ 225 Abs. 1 StGB) kann in den Tatalternativen des Quälens und des rohen Misshandelns auch durch Unterlassen verwirklicht werden1.

In Fällen, in denen nicht festgestellt werden kann, wer von beiden Elternteilen die Misshandlung zum Nachteil des gemeinsamen Kindes vornahm, kommt in Anwendung des Zweifelssatzes eine Strafbarkeit wegen Unterlassungstäterschaft in Betracht2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 4. Februar 2016 – 4 StR 266/15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 17.01.1991 – 4 StR 560/90, NStZ 1991, 234
  2. vgl. BGH, Urteil vom 03.07.2003 – 4 StR 190/03, NStZ 2004, 94; Beschluss vom 21.11.2002 – 4 StR 444/02, FamRZ 2003, 450

 
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