Die lückenhafte Beweiswürdigung

16. März 2016 | Strafrecht
Geschätzte Lesezeit: 1 Minuten

Eine einen Rechtsfehler im Sinne des § 337 Abs. 1 StPO darstellende Lücke liegt insbesondere vor, wenn die Beweiswürdigung wesentliche Feststellungen nicht erörtert oder nur eine von mehreren gleich naheliegenden Möglichkeiten prüft1.

Das Tatgericht muss sich dabei nicht mit allen theoretisch denkbaren, sondern nur mit naheliegenden Möglichkeiten auseinandersetzen, die nach der Sachlage mit der Beweistatsache nicht weniger gut zu vereinbaren sind als die von ihm angenommene Möglichkeit2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. November 2015 – 2 StR 197/15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 11.01.2005 – 1 StR 478/04, NStZ-RR 2005, 147; Urteil vom 14.01.2016 – 4 StR 84/15; Ott in KK-StPO, 7. Aufl., § 261 Rn. 49 mwN
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 29.08.1974 – 4 StR 171/74, BGHSt 25, 365, 367; Ott, in: KK-StPO, aaO

 
Weiterlesen auf der Rechtslupe

Weiterlesen auf der Rechtslupe:

Themenseiten zu diesem Artikel: , ,
Weitere Beiträge aus diesem Rechtsgebiet: Strafrecht

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar zu diesem Artikel:

 
Zum Seitenanfang
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!