Die Untersuchungsmethoden des Sachverständigen – und die Psychopathy-Checklist

30. März 2016 | Strafrecht
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Bei der Erstattung eines psychiatrischen Gutachtens hat der Sachverständige selbst zu entscheiden, welche Untersuchungsmethoden er anwendet; seine diesbezügliche Vorgehensweise kann seine Befangenheit nicht begründen1.

Da (vermeintlich) mangelnde Sachkunde keinen Befangenheitsgrund ergibt2, gilt dies auch dann, wenn sich die Methodenauswahl tatsächlich als fehlerhaft erwiese.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 23. Februar 2016 – 3 StR 481/15

  1. MünchKomm-StPO/Trück, § 74 Rn. 11 mwN; Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 58. Aufl., § 74 Rn. 7
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 20.11.2001 – 1 StR 470/01, NStZ-RR 2002, 110 mwN

 
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