Filmen beim Sex – und die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs

1. August 2016 | Strafrecht
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Eine Strafbarkeit wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen gemäß § 201a Abs. 1 Nr. 1 StGB ist nicht deshalb ausgeschlossen, weil sich der Angeklagte beim Herstellen der Filmaufnahmen innerhalb des geschützten räumlichen Bereichs aufhielt und keinen Sichtschutz von außen zu überwinden hatte.

Nach ihrem Wortlaut, ihrem Schutzzweck und dem Willen des Gesetzgebers1 beschränkt sich die Strafvorschrift nicht auf Fälle, in denen der Täter sich nicht im selben Raum wie das Tatopfer aufhält.

Wo sich der Täter zum Zeitpunkt der Aufnahmen befindet, ist für den Tatbestand unerheblich2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 22. Juni 2016 – 5 StR 198/16

  1. vgl. BT-Drs. 15/1891 S. 7
  2. vgl. auch Eisele, JR 2005, S. 6, 8; SK-StGB/Hoyer, 8. Aufl., § 201a Rn. 13, 17; LK-StGB/Valerius, 12. Aufl. § 201a Rn. 16 mwN

 
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