Gleichförmig begangene Taten – und die Gesamtstrafenbildung

16. September 2016 | Strafrecht
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Werden Taten gleichförmig in Serie begangen, kann sich daraus eine Verminderung des Schuldgehalts der Folgetaten ergeben, wenn auf Grund des inneren Zusammenhangs auf eine herabgesetzte Hemmschwelle geschlossen werden kann1.

Da die Schuld des Täters in Bezug auf die Einzeltaten durch eine Mehrheit von Taten erhöht werden kann, ist es möglich, auch diesen Umstand schon bei der Bemessung der Einzelstrafe und bei der Erwägung mit in Betracht zu ziehen, ob jeweils ein minder schwerer Fall bejaht werden kann2.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 20. Juli 2016 – 2 StR 18/16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 15.05.1991 – 2 StR 130/91, BGHR StGB § 46 Abs. 2 Tatumstände 8; Beschluss vom 22.12 2011 – 4 StR 581/11, StraFo 2012, 151, 152; Beschluss vom 12.11.2008 – 2 StR 355/08, NStZ-RR 2009, 72
  2. vgl. BGH, Urteil vom 30.11.1971 – 1 StR 485/71, BGHSt 24, 268, 271; Beschluss vom 06.06.1994 – 5 StR 229/94; Urteil vom 28.03.2013 – 4 StR 467/12

 
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