Jugendstrafe – und die Begründung der Strafzumessung

14. März 2016 | Strafrecht
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Gemäß § 18 Abs. 2 JGG bemisst sich die Höhe der Jugendstrafe vorrangig nach erzieherischen Gesichtspunkten.

Die Urteilsgründe müssen deshalb erkennen lassen, dass dem Erziehungsgedanken die ihm zukommende Beachtung geschenkt und bei der Bemessung der Jugendstrafe das Gewicht des Tatunrechts gegen die Folgen der Strafe für die weitere Entwicklung des Heranwachsenden abgewogen worden ist1.

Beschränkt sich das Tatgericht auf eine Abwägung von Strafzumessungskriterien, wie sie auch im Erwachsenenstrafrecht üblich sind, genügt dies den gesetzlichen Anforderungen nicht.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. November 2015 – 3 StR 345/15

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 28.02.2012 – 3 StR 15/12, NStZ-RR 2012, 186, 187 mwN

 
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