Mord zur Ermöglichung eines Schwangerschaftsabbruchs III

19. Februar 2016 | Strafrecht
Geschätzte Lesezeit: 1 Minuten

Das Mordmerkmal “zur Ermöglichung einer anderen Tat” kann auch in Form eines tateinheitlich begangenen Schwangerschaftsabbruchs erfüllt werden.

Dies war im letzten Jahr so bereits vom 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs so entschieden worden1.

Dagegen hatte der 2. Strafsenat – wie er jetzt schreibt “in Unkenntnis der dadurch hervorgerufenen Divergenz” und auch abweichend von der Kommentarmeinung seines Vorsitzenden2abweichend entschieden3.

Nunmehr schließt sich jedoch auch der 2. Strafsenat insoweit der Ansicht des 4. Strafsenats an und hält an seiner abweichenden Ansicht nicht weiter fest.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 17. Dezember 2015 – 2 StR 275/15

  1. BGH, Beschluss vom 14.01.2015 – 4 StR 532/14
  2. Fischer, StGB 63. Aufl., § 211 Rn. 65
  3. BGH, Urteil vom 03.06.2015 – 2 StR 422/14, NStZ 2015, 693 f. mit Anm. Berster

 
Weiterlesen auf der Rechtslupe

Weiterlesen auf der Rechtslupe:

Themenseiten zu diesem Artikel: , ,
Weitere Beiträge aus diesem Rechtsgebiet: Strafrecht

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar zu diesem Artikel:

 
Zum Seitenanfang
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!