Schädliche Neigungen

29. Juni 2016 | Strafrecht
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Schädliche Neigungen im Sinne des § 17 Abs. 2 JGG sind erhebliche Anlage- oder Erziehungsmängel, die ohne längere Gesamterziehung des Täters die Gefahr weiterer Straftaten begründen.

Sie können in der Regel nur bejaht werden, wenn erhebliche Persönlichkeitsmängel schon vor der Tat, wenn auch unter Umständen verborgen, angelegt waren.

Sie müssen schließlich auch noch zum Urteilszeitpunkt bestehen und weitere Straftaten des Angeklagten befürchten lassen1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 4. Mai 2016 – 3 StR 78/16

  1. st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 17.07.2012 – 3 StR 238/12, NStZ 2013, 287

 
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