Totschlag – und der besonders schwere Fall

17. Februar 2016 | Strafrecht
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Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs setzt die Annahme eines besonders schweren Falles des Totschlags im Sinne des § 212 Abs. 2 StGB voraus, dass das in der Tat zum Ausdruck kommende Verschulden des Täters außergewöhnlich groß ist.

Es muss ebenso schwer wiegen wie das eines Mörders.

Hierfür genügt nicht schon die bloße Nähe der die Tat kennzeichnenden Umstände zu einem gesetzlichen Mordmerkmal. Es müssen vielmehr schulderhöhende Momente hinzutreten, die besonders gewichtig sind1.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 22. Oktober 2015 – 4 StR 262/15

  1. vgl. nur BGH, Urteil vom 19.05.1982 – 1 StR 77/82, NJW 1982, 2264, 2265; Urteil vom 03.12 1980 – 3 StR 403/80, NStZ 1981, 258, 259

 
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