Die verbalen sexuellen Kontakte mit einer 16-jährigen Schülerin

5. Juli 2013 | Beamtenrecht
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Gegenüber einem Lehrer, der mit einer 16-jährigen Schülerin verbalen sexuellen Kontakt übers Internet hat, darf ein Unterrichtsverbot ausgesprochen werden.

So hat das Verwaltungsgericht Aachen in dem hier vorliegenden Fall eines Lehrers entschieden, der das gegen ihn verhängte Unterrichtsverbot und die angekündigte Entlassung aus dem Beamtenverhältnis für unverhältnismäßig gehalten hat. Der 40jährige Lehrer hatte über Monate privaten Kontakt mit einer seiner Schülerinnen und sie schließlich gebeten, mit ihm sexuell zu verkehren. Als es der Schülerin zu viel wurde und sie sich ihrer Schulleitung offenbarte, verbot ihm die Bezirksregierung Köln mit sofortiger Wirkung die Führung der Dienstgeschäfte und kündigte die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis an. Der Lehrer wandte sich an das Gericht und erläuterte, dass er einen Fehler begangen habe. Da es aber zu keinem Zeitpunkt körperliche sexuelle Kontakte mit der Schülerin gegeben habe, seien das Unterrichtsverbot und die dem wahrscheinlich folgende Entlassung aus dem Beamtenverhältnis unverhältnismäßig. Mit der Versetzung an eine andere Schule würde er sich einverstanden erklären.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Aachen ließen bereits die verbalen sexuellen Kontakte zu einer seiner Schülerinnen eine weitere Unterrichtstätigkeit des Lehrers nicht zu.

Verwaltungsgericht Aachen, Beschluss vom 1. Juli 2013 – 1 L 251/13

 
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