Der nicht protokollierte Beweisantrag
Ein BeÂweisÂanÂtrag nach § 86 Abs. 2 VwGO geÂhört zu den weÂsentÂliÂchen VorÂgänÂgen der VerÂhandÂlung, die gemäß § 160 Abs. 2 ZPO in VerÂbinÂdung mit § 105 VwGO zu proÂtoÂkolÂlieÂren sind. Ist ein BeÂweisÂanÂtrag nicht proÂtoÂkolÂliert, so beÂgrünÂdet das ProÂtoÂkoll den volÂlen BeÂweis dafür, dass er nicht geÂstellt worÂden ist (im AnÂschluss an BeÂschluss vom 2. NoÂvemÂber 1987 – BVerwG 4 B 204.87 – BuchÂholz 310 § 86 Abs. 2 VwGO Nr. 32).
Durch die StelÂlung eines BeÂweisÂanÂtraÂges in der mündÂliÂchen VerÂhandÂlung (§ 86 Abs. 2 VwGO) wanÂdelt sich der AnÂspruch der BeÂteiÂligÂten auf sachÂgeÂrechÂte AusÂübung des ErÂmesÂsens des GeÂrichts in Bezug auf seine VorÂgeÂhensÂweiÂse bei der SachÂverÂhaltsÂerÂforÂschung zu einem – nur von dem FehÂlen geÂsetzÂlich abÂschlieÂßend festÂgeÂlegÂter AbÂlehÂnungsÂgrünÂde abÂhänÂgiÂgen – AnÂspruch auf VorÂnahÂme der beÂanÂtragÂten BeÂweisÂerÂheÂbung1. Um einen derÂarÂtiÂgen BeÂweisÂanÂtrag hanÂdelt es sich alÂlerÂdings nur, wenn er im TerÂmin ausÂdrückÂlich ausÂgeÂsproÂchen und in das SitÂzungsÂproÂtoÂkoll aufÂgeÂnomÂmen worÂden ist. Ein BeÂweisÂanÂtrag nach § 86 Abs. 2 VwGO geÂhört zu den weÂsentÂliÂchen VorÂgänÂgen der VerÂhandÂlung, die gemäß § 160 Abs. 2 ZPO in VerÂbinÂdung mit § 105 VwGO zu proÂtoÂkolÂlieÂren sind. Ist ein BeÂweisÂanÂtrag – wie im hier vorÂlieÂgenÂden Fall – nicht proÂtoÂkolÂliert, so beÂgrünÂdet demÂgeÂmäß das ProÂtoÂkoll den volÂlen BeÂweis dafür, dass er nicht geÂstellt worÂden ist2.
Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 28. Dezember 2011 – 9 B 53.11
- grundÂleÂgend: BVerwG, UrÂteil vom 13.12.1977 – 3 C 53.76, BuchÂholz 310 § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 112; s.a. Dawin, in: Schoch/Schmidt-Aßmann/PietzÂner, VwGO, Bd. 2, Stand Juni 2011, § 86 Rn. 98↩
- BVerwG, BeÂschluss vom 02.11.1987 – 4 B 204.87, BuchÂholz 310 § 86 Abs. 2 VwGO Nr. 32↩







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