Mitwirkungspflicht bei der Beschaffung von Heimreisedokumenten

4. März 2016 | Verwaltungsrecht
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Nach § 25 Abs. 5 Satz 4 AufenthG obliegt es dem ausreisepflichtigen Ausländer, alles in seiner Kraft stehende und ihm Zumutbare dazu beizutragen, damit etwaige Ausreisehindernisse überwunden werden.

Welche Bemühungen ihm hierbei zumutbar sind, ist nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts unter Berücksichtigung aller Umstände und Besonderheiten des Einzelfalls zu entscheiden.

Mit der Verwendung dieses Begriffs will das Gesetz es gerade ermöglichen, den Einzelheiten des Falles Rechnung zu tragen1.

Dies gilt auch, wenn die Erfolgsaussichten einer bestimmten Mitwirkungshandlung streitig sind2. Über die Aussage hinaus, dass von vornherein erkennbar aussichtslose Handlungen dem Ausländer nicht abverlangt werden dürfen, entzieht sich die Frage daher einer abstrakt-generellen Klärung3.

Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 3. Februar 2016 – 1 B 792015 –

  1. BVerwG, Beschlüsse vom 16.12 1998 – 1 B 105.98InfAuslR 1999, 110 10; vom 03.06.2006 – 1 B 132.05, Buchholz 402.242 § 25 AufenthG Nr. 3 6; vom 15.06.2006 – 1 B 54.06, Buchholz 402.242 § 25 AufenthG Nr. 4 4; vom 10.03.2009 – 1 B 4.09, Buchholz 402.242 § 25 AufenthG Nr. 11 Rn. 6; und vom 26.06.2014 – 1 B 5.14, Buchholz 402.242 § 81 AufenthG Nr. 3 Rn. 7
  2. BVerwG, Beschlüsse vom 03.06.2006 – 1 B 132.05, Buchholz 402.242 § 25 AufenthG Nr. 3 6; und vom 10.03.2009 – 1 B 4.09, Buchholz 402.242 § 25 AufenthG Nr. 11 Rn. 6
  3. BVerwG, Beschluss vom 10.03.2009 – 1 B 4.09, Buchholz 402.242 § 25 AufenthG Nr. 11 6 m.w.N.

 
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