Berichtigung einer Erfinderbenennung
Der Anspruch auf Berichtigung einer Erfinderbenennung besteht unabhängig von der Schutzfähigkeit der betreffenden Erfindung.
Der Berichtigungsanspruch steht, wie beim Vindikationsanspruch aus § 8 Abs. 1 PatG, demjenigen zu, der einen schöpferischen Beitrag zum Gegenstand der unter Schutz gestellten Erfindung geleistet hat. Für die dafür vorzunehmende Prüfung ist die gesamte in dem Patent unter Schutz gestellte Erfindung einschließlich ihres Zustandekommens in den Blick zu nehmen1.
Bei der Prüfung der Frage, welche schöpferischen Beiträge von welchen Personen erbracht worden sind, kommt es auf die Fassung der Patentansprüche nur insofern an, als sich aus ihnen ergeben kann, dass ein Teil der in der Beschreibung dargestellten Erfindung nicht zu demjenigen Gegenstand gehört, für den mit der Patenterteilung Schutz gewährt worden ist2.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 17. Mai 2011 – X ZR 53/08 – Atemgasdrucksteuerung
- Bestätigung von BGH, Urteil vom 20.02.1979 – X ZR 63/77, BGHZ 73, 337 – Biedermeiermanschetten↩
- Klarstellung von BGH, Urteil vom 16.09.2003 – X ZR 142/01, GRUR 2004, 50 – Verkranzungsverfahren↩





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