Geldanlage

Wer eine Versicherung ausbezahlt bekommt, eine Abfindung erhält, eine größeren Geldbetrag erbt oder aus einem anderen Grund plötzlich über eine hohe Geldsumme verfügt, steht vor der Frage, was er nun mit damit anfängt. Eine Möglichkeit ist, das Geld auszugeben und sich materielle Dinge zu leisten. Eine andere Möglichkeit ist die Geldanlage. Diese Variante ist in jedem Fall nachhaltiger. Allerdings sollte man genau wissen, auf welche Kriterien man besonderen Wert legt, je nach Art der Geldanlage können die Ergebnisse ganz unterschiedlich sein:

Geldanlage

Geldanlage

So bringen Geldanlagen, bei denen man jederzeit über die Geldsumme verfügen kann, wenig Rendite. Ein weiteres Kriterium für die Höhe der Rendite ist die Frage des Risikos. Ein hohes Risiko der Anlage bedeutet auch eine hohe Rendite, dagegen wirft eine Geldanlage ohne sonderliches Risiko auch eine geringe Rendite ab. Die optimale Geldanlage für jedermann gibt es nicht. Jeder muss die für ihn wichtigen Kriterien heraussuchen, wobei klar sein muss, dass es die „eierlegende Wollmilchsau“ nicht gibt: hohe Rendite bei geringem Risiko und jederzeitige Verfügbarkeit sind realitätsfern. Vielmehr heißt es hier, sich zu entscheiden.

Termin- und Festgeld

Hierunter versteht man Gelder, die für eine festgelegte Zeit angelegt werden zu einem festen Zinssatz. Die Anlagedauer beim Festgeld wird solange automatisch verlängert, wie keine Kündigung ausgesprochen wird. Daher ist darauf zu achten, vor dem Ende der Festlegungsdauer gekündigt wird. Anders liegt es beim Kündigungsgeld. Hier wird, wie der Name es schon sagt, eine festgelegte Kündigungsfrist vereinbart. Nachdem eine Kündigung ausgesprochen worden ist, kann erst nach Ablauf der vereinbarten Kündigungsfrist über das Geld wieder verfügt werden.

Tagesgeld

Mit einem Tagesgeldkonto kann über die dort angelegte Summe jederzeit verfügt werden. Dabei findet in der Regel eine höhere Verzinsung als auf einem traditionellen Sparbuch statt. Dabei ändern sich durch die tägliche Fälligkeit theoretisch auch die Zinsen. Im Vergleich zum Festgeld, wo ein bestimmter Zinssatz festgelegt ist, variiert der Zinssatz beim Tagesgeld.

Abgeltungssteuer

Zu bedenken ist allerdings sowohl die Abgeltungssteuer für Tagesgeld-Zinsen als auch für Festgeld-Zinsen. Seit Beginn des Jahres 2009 wird diese Steuer gemäß § 20 EStG auf die Kapitaleinkünfte fällig. Dabei findet eine pauschale Besteuerung in Höhe von 25 Prozent statt, die unabhängig von dem persönlichen Einkommensteuersatz ist.