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Kapitalanlagerecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zinsberechnung in Prämiensparverträgen

13. April 2010 | Im Brennpunkt, Kapitalanlagerecht

Ist die in einem Prämiensparvertrag verwendete Zinsänderungsklausel unwirksam, so ist diese Lücke nach einem heute verkündeten Urteil des Bundesgerichtshofs im Wege einer objektivierten, von den Besonderheiten des Einzelfalls losgelösten ergänzenden Vertragsauslegung (§§ 133, 157 BGB) zu schließen. Ein einseitiges Leistungsbestimmungsrecht zur Zinshöhe (vgl. § 316, § 315 Abs. 1 BGB) entsteht dagegen nicht. Der Ausgangsfall [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Beweislastverteilung und Schadensersatz beim Depotvertrag

8. April 2010 | Kapitalanlagerecht

Im Rahmen eines Depotvertrages, eines Geschäftsbesorgungsvertrags mit Dienstvertragscharakter, obliegt dem Schadenersatz begehrenden Auftraggeber die Beweislast nicht nur dafür, dass Aufträge weisungswidrig ausgeführt wurden, sondern auch dafür, dass (Kauf-) Aufträge ohne Weisung ausgeführt wurden. Macht ein Bankkunde als Anlageinteressent deutlich, dass er – auf eine bestimmte Anlageentscheidung – die besonderen Kenntnisse und Verbindungen der Bank in [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Deutsch-schweizerische Finanz- und Steuerfragen

26. März 2010 | Einkommensteuer (privat), Kapitalanlagerecht

Deutschland und die Schweiz wollen eine gemeinsame Arbeitsgruppe zur Klärung bilateraler Finanz- und Steuerfragen einrichten. Hierbei sollen insbesondere folgende Themen behandelt werden: Möglichkeiten der Herbeiführung einer Besteuerung von nicht versteuerten Vermögenswerten, die von in Deutschland ansässigen Personen bei Finanzinstituten in der Schweiz angelegt sind; Sicherstellung einer Besteuerung mit Abgeltungscharakter der laufenden Kapitaleinkünfte aus Vermögenswerten, die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die türkische Aktiengesellschaft und das deutsche Kreditwesengesetz

24. März 2010 | Kapitalanlagerecht

Ist das deutsche Kreditwesengesetz und das deutsche Auslandinvestmentgesetzes auf den in einer Moschee im Ruhrgebiet getätigten Kauf von Aktien einer türkischen Aktiengesellschaft anwendbar? Mit dieser Frage hatte sich jetzt der Bundesgerichtshof zu beschäftigen. Der Kläger erwarb im Jahr 1999 in einer Moschee im Ruhrgebiet für 40.500 DM in bar Aktien der Beklagten, einer nicht börsennotierten [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Prospekthaftung bei geschlossenen Berliner Immobilienfonds

22. März 2010 | Kapitalanlagerecht

Der Bundesgerichtshof hat heute über Ansprüche aus Prospekthaftung bei geschlossenen Immobilienfonds der GEHAG in Berlin entschieden. Die Beklagte, die GEHAG GmbH, ist Gründungsgesellschafterin des GEHAG-Fonds 11 und noch weiterer gleichartiger geschlossener Immobilienfonds, an denen sich in den 90er Jahren zahlreiche Anleger aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt haben. Die GEHAG-Anteile wurden mehrheitlich vom Land Berlin gehalten. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Haftung des ausländischen Brokers für den inländischen Terminoptionsvermittler

9. März 2010 | Kapitalanlagerecht

In einem heute verkündeten Urteil hat der Bundesgerichtshof die deliktische Haftung einer ausländischen Brokerfirma wegen der Beteiligung an dem sittenwidrigen Geschäftsmodell eines inländischen Terminoptionsvermittlers bejahrt. Der Bundesgerichtshof hat damit den von einer deutschen Anlegerin gegen eine Brokerfirma mit Sitz im US-Bundesstaat New Jersey geltend gemachten Schadensersatzanspruch wegen Verlusten aus Optionsgeschäften an US-amerikanischen Börsen bejaht. Die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Verbraucherrechte gegenüber Banken und Wertpapierfirmen

5. März 2010 | Kapitalanlagerecht

Der Bundesrat hat heute zum Gesetzentwurf zur Ausführung der EU-Ratingverordnung Stellung genommen und eine Stärkung der Verbraucherrechte auf den Finanzmärkten gefordert. Die Länder vertreten die Auffassung, dass die Offenlegungspflicht der Wertpapierfirmen für Provisionen und Gebühren gegenüber dem Verbraucher zu verbessern ist. Diese seien in transparenter Form vor Vertragsabschluss sowohl prozentual als auch im Gesamtbetrag anzugeben. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Transparenzsystem für Leerverkäufe von Finanzaktien

4. März 2010 | Kapitalanlagerecht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat heute mit einer Allgemeinverfügung festgelegt, dass Marktteilnehmer Netto-Leerverkaufspositionen in ausgewählten Finanztiteln ab einer Schwelle von 0,2 % der BaFin mitteilen und ab 0,5 % veröffentlichen müssen. Betroffen von der Regelung sind sämtliche Transaktionen, die wirtschaftlich betrachtet zu einer Netto-Leerverkaufsposition in Aktien der folgenden Unternehmen führen: Aareal Bank AG Allianz SE [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Schadensersatz wegen Zinsswap-Verträgen

3. März 2010 | Kapitalanlagerecht

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat ein deutsches Kreditinstitut verurteilt, an einen Bankkunden Schadensersatz in Höhe von über 1,5 Millionen Euro wegen eines Beratungsverschulden bei Zínsswap-Verträgen zu zahlen. Der Entscheidung des Oberlandesgericht Stuttgart lag ein Rechtsstreit gegen eine Bank zugrunde, die ihrem Kunden, einem großen mittelständischen Unternehmen, zwei Zinsswap-Verträge zum Zwecke der „Zinsoptimierung“ angeboten und empfohlen hatte. [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Bankgebühren

24. Februar 2010 | Kapitalanlagerecht

Kreditinstitute sind nicht verpflichtet, ihre Preis- und Leistungsverzeichnisse Verbraucherschutzverbänden zur Verfügung zu stellen. Dies entschied in vier gestern verkündeten Urteil der Bundesgerichtshof auf die Klage eines auf bankrechtlichen Verbraucherschutz spezialisierten Verbraucherschutzverband, der von der beklagten Sparkasse begehrte, ihm auf Verlangen unentgeltlich mittels Email, Fax oder Briefpost ihr aktuelles vollständiges Preis- und Leistungsverzeichnis zur Verfügung zu [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Werbeschreiben vom Anlageberater

22. Februar 2010 | Kapitalanlagerecht

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat in Konkretisierung der durch das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz neu gefassten Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes am 11. Februar 2010 ein Rundschreiben zur Werbung von Wertpapierdienstleistungsunternehmen veröffentlicht. Mit diesem Auslegungsschreiben sollen den Banken Leitlinien vorgegeben werden, um künftig eine möglichst einheitliche Beachtung der neuen Regelungen sicherzustellen. Tragende Prinzipien dieser Regelungen sind Redlichkeit, Eindeutigkeit und Nicht-Irreführung. [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe GmbH & Co. Treuhand-KG

19. Februar 2010 | Kapitalanlagerecht

Eine Kommanditgesellschaft, die die eingeworbenen Mittel ihrer Treugeberkommanditisten im eigenen Namen und auf eigene Rechnung in Finanzinstrumenten anlegt, betreibt weder ein nach § 32 KWG erlaubnispflichtiges Finanzkommmissionsgeschäft noch ein Investmentgeschäft. Wenn die Gesellschaft die Anlagegelder in erster Linie für den Aufbau eines dritten Unternehmens verwendet, müssen im Emissionsprospekt das Geschäftsmodell dieses Unternehmens, seine Chancen und [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der unwissende Anlageberater

4. Februar 2010 | Kapitalanlagerecht

Für einen Anlageberater war bei Geschäftsabschluss über die Beteiligung an einem Medienfonds im Jahre 2001 das Gebot, über an die beratende Bank fließende Vergütung auch von weniger als 15 % aufzuklären, selbst bei sorgfältiger Prüfung der Rechtslage und Einholung von Rechtsrat nicht erkennbar. Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 11. September 2009 – 11 U 75/08



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Bankenhaftung wegen fehlender Baugenehmigung

25. Januar 2010 | Kapitalanlagerecht

Das Landgericht München I hat die inzwischen zahlreichen Urteil zur Frage einer Haftung der finanzierenden Bank bei notleidenden Immobilienfonds um eine weitere Variante bereichert: So verurteilte das Landgericht München I die Rechtsnachfolgerin einer Genossenschaftsbank, die die Beteiligung vieler Anleger an einem Immobilienfonds finanzierte, dazu, an die klagenden Anleger, die ihre Beteiligung über die Rechtsvorgängerin der [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Verjährung von Prospekthaftungsansprüchen

20. Januar 2010 | Kapitalanlagerecht

Wenn die Gesellschaft die Anlagegelder in erster Linie für den Aufbau eines dritten Unternehmens verwendet, müssen im Emissionsprospekt das Geschäftsmodell dieses Unternehmens, seine Chancen und Risiken zutreffend dargestellt werden. Prospekthaftungsansprüche im engeren Sinn wegen fehlerhafter Angaben in Prospekten, die seit dem Inkrafttreten des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes am 1. Juli 2002 veröffentlicht wurden, verjähren in einem Jahr [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Treuhand-Kommandit-Fonds und die Bankaufsicht

20. Januar 2010 | Kapitalanlagerecht

Eine Kommanditgesellschaft, die die eingeworbenen Mittel ihrer Treugeberkommanditisten im eigenen Namen und auf eigene Rechnung in Finanzinstrumenten anlegt, betreibt weder ein nach § 32 KWG erlaubnispflichtiges Finanzkommmissionsgeschäft noch ein Investmentgeschäft. Mit dieser Begründung verneinte jetzt der Bundesgerichtshof Ansprüche des Anlegers aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG wegen [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die gestohlene neue EC-Karte

14. Januar 2010 | Kapitalanlagerecht

Für eine beabsichtigte Klage gegen die eigene Bank auf Rückgängigmachung von Belastungsbuchungen auf ihrem Girokonto, die durch den Einsatz einer auf dem Postweg abhanden gekommenen neuen EC-Karte entstanden sind, darf nach einer Kammerentscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Gewährung von Prozesskostenhilfe nicht versagt werden. Die jetzige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts beruht auf einem Rechtsstreit aus Frankfurt (Oder): Von [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Prvosionen bei einem Medienfonds 2001

13. Januar 2010 | Kapitalanlagerecht

Ein Kreditinstitut, das einen Kunden über eine Kommanditbeteiligung an einem Medienfonds berät, muss den Kunden über den Erhalt von Provisionen, die einen Interessenkonflikt bei der Anlageberatung begründen können, auch dann aufklären, wenn die Provisionen einen Wert von 15 % des Anlagekapitals unterschreiten. Ein unvermeidbarer Rechtsirrtum des Kreditinstituts über diese Aufklärungspflicht im Jahr 2001 kommt nur [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rückabwicklung einer Fondsbeteiligung

13. Januar 2010 | Kapitalanlagerecht

Den Anleger trifft unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderung keine Verpflichtung, den Emissionsprospekt nach Zeichnung der Kapitalanlage auf Widersprüche zu den Angaben des Anlageberaters zu untersuchen und seine auf den Fondsbeitritt gerichtete Willenserklärung innerhalb der Widerrufsfrist zu widerrufen. Er darf vielmehr darauf vertrauen, vom dem Berater zutreffend informiert worden zu sein. Vom Anleger nicht beeinflussbare Schwierigkeiten [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Anlageberatung und kickback-Zahlungen

13. Januar 2010 | Kapitalanlagerecht

Eine Bank ist verpflichtet, Kunden über Rückvergütungen (kickback-Zahlungen), die ihr durch den Verkauf einer Fondsbeteiligung zufließen, aufzuklären. Die im Jahr 2004 unterbliebene Aufklärung über Rückvergütungen hat die Bank verschuldet, da sie es unterlassen hat, ihre Mitarbeiter in Ansehung der schon damals von Rechtsprechung und Literatur für geboten erachteten Information über Rückvergütungen, zu einer Offenlegung im [...]



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