Umschuldungen im Zinstief

21. September 2016 | Wirtschaftsrecht
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Momentan profitieren Kreditnehmer von einem Zinstief, so dass man durchaus auch über Umschuldungen nachdenken sollte. Viele Besitzer eines Eigenheims haben die Finanzierung zu einer Zeit begonnen, in welcher der Zinssatz noch sehr hoch war. Nun hätte man die Chance, für die Tilgung der Restschuld einen günstigeren Umschuldungskredit aufzunehmen.

Das neue Darlehen bekommt man wahlweise von der bisherigen Bank, oder man sucht sich einen Kreditgeber, der mit besseren Konditionen aufwarten kann. Allerdings macht das Umschulden nur unter bestimmten Voraussetzungen Sinn, deshalb sollte man diesen Schritt genau überlegen und planen.

Für welche Verbraucher ist eine Umschuldung sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Umschuldung jedem Kreditnehmer zu empfehlen, der ein Darlehen mit relativ hohem Zinssatz abzubezahlen hat. Ist der aktuelle Zinssatz niedriger, so macht eine Umschuldung definitiv immer Sinn. Wichtig ist, dass die Vorfälligkeitsgebühren sich in Grenzen halten. Wenn die Zinsbindung noch über einen längeren Zeitraum besteht, ist es dem Kreditgeber natürlich wichtig, dass er für die Zahlungen, die ihm nun entgehen, entschädigt wird.

Allerdings kann eine Umschuldung auch durchaus dann angezeigt sein, wenn die Zinsbindung noch für einige Jahre vorgesehen ist. Aus diesem Grund sollte man die Kosten für die Umschuldung unbedingt exakt ausrechnen und die Angebote mehrerer Banken sorgfältig miteinander vergleichen, eine Möglichkeit dazu hat man zum Beispiel auf kreditvergleichkostenlos.de.

Die Vorteile der Umschuldung

Wenn man eine Umschuldung vornimmt, hat man eine große Planungssicherheit, denn die monatlichen Raten für die anstehende Zinsbindungsphase sind ja bekannt. Diese kann man ja auch gleich bis zur endgültigen Tilgung des Darlehens vereinbaren. Da wir uns zur Zeit in einem sagenhaften Zinstief befinden, sollte man sich diese Chance auf keinen Fall entgehen lassen und sich diese Zinsen unbedingt bis zur Schlusstilgung sichern, das entlastet die Haushaltskasse jeden Monat ganz enorm.

Durch die Umschuldung lässt sich jede Menge Geld sparen, welches man dann zum Beispiel für größere Anschaffungen oder ein paar Renovierungsmaßnahmen nutzen kann. Hat man zum Beispiel ein Darlehen von 150.000 Euro aufgenommen, würde man bei einem zwei Prozent niedrigeren Zinssatz im Monat 250 Euro sparen. Meistens handelt es sich um recht hohe Beträge, so dass auch wenige Prozentpunkte einen großen Unterschied machen können. Das summiert sich unter Umständen schnell auf ein paar Tausend Euro im Jahr. Darüber hinaus kann man die Ersparnis dann gleich für die Tilgung nutzen, so reduzieren sich die Gesamtkosten für die Finanzierung ganz erheblich.

Ein paar Tipps für die Umschuldung

Wird eine Umschuldung beabsichtigt, sollte man sich zunächst an den aktuellen Kreditgeber wenden und sich nach dessen aktuellen Konditionen erkundigen. Anschließend sollte man aber auch Angebote von anderen Banken einholen, um einen Vergleich durchführen zu können. Um so schnell wie möglich schuldenfrei zu sein, sollte man sich den günstigen Zinssatz gleich für die komplette Laufzeit sichern und auch Sondertilgungen vereinbaren. Für Arbeitslose ist die Aufnahme eines Kredits unter Umständen schwer, in diesem Fall kann man sich auf www.kredit-fuer-arbeitslose.com informieren. Ist eine weitere Senkung des Zinssatzes in Aussicht, sollte man die Umschuldung lieber noch etwas aufschieben.

Um herauszufinden, ob die Umschuldung tatsächlich Vorteile bringt, muss man nur die alten mit den neuen Zinsen vergleichen und dabei berücksichtigen, wann die Zinsbindung abgelaufen sein wird. Ist der Zeitraum recht kurz, fällt die Vorfälligkeitsentschädigung eher gering aus, eventuell entfällt sie komplett. Sind die Gebühren jedoch relativ hoch, so werden die Ersparnisse durch den günstigeren Zinssatz eventuell aufgefressen.

 
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