Haftung bei Unwetterschäden – Wie ist die Rechtslage?

21. Juni 2016 | Versicherungsrecht
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Seit Jahren ist eine klare Entwicklung festzumachen, bei der Unwetter in deutlich höherer Zahl unser Wetter dominieren. Hierbei geht es stets auch um die zum Teil schlimmen Schäden, die davon immer wieder verursacht werden, weshalb es den Blick einmal darauf zu lenken gibt, welche Möglichkeiten eine Versicherung bietet. Auch die erste Hälfte des Jahres 2016 hat mit Stürmen und Überschwemmungen in vielen Teilen Deutschlands gezeigt, dass es definitiv sinnvoll ist, sich frühzeitig mit diesem Thema zu befassen. Wer zahlt denn nun eigentlich, wenn Schäden durch Unwetter zum Beispiel auch am eigenen Haus oder Auto auftreten?

Die Unwetter-Schäden in Deutschland

Insgesamt waren es 2,1 Milliarden Euro, die von Versicherungen in Deutschland im Jahr 2015 für Unwetterschäden gezahlt werden mussten. Dies bezieht sich auf die gesamte Infrastruktur, die davon betroffen wurde. Relativ entspannt dürfen dem Ganzen vor allem die Autofahrer entgegensehen, die sich zumindest für eine Teilkasko-Versicherung entschieden hat. Dies liegt daran, dass diese bei abgebrochenen Ästen, herunterfallenden Dachziegeln oder aber auch bei Hagelschäden zahlen. Das einzige kleine Manko ist hier die Selbstbeteiligung, die vielen Versicherungsnehmern aufgebürdet wurde. Dennoch ist es bereits mit einer Teilkasko-Versicherung möglich, die Schäden am Auto in vollem Umfang abzudecken. Informationen und Urteile zu der und vielen anderen Versicherungen gibt es hier. Der ADAC informiert ebenfalls regelmäßig über notwendige und überflüssige Angebote.

Welche Versicherungen brauche ich?

twas komplizierter ist die Rechtslage bei Unwetterschäden dann, wenn das eigene Haus betroffen ist. Wer über eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung verfügt, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese bei Hochwasser, wie einem vollgelaufenen Keller, nicht aufkommen müssen. Lediglich wenn der Sturm des Unwetters nachweislich die Ursache für die Schäden am Gebäude gewesen sein sollte, ist es über diese Versicherungen möglich, an eine Deckung der Kosten zu kommen. Das Umweltrecht tritt nicht in Kraft, da kein genauer Schuldiger ausgemacht werden kann. Zusätzliche Policen sind zwar durchaus zu empfehlen, doch es kommt in diesem Fall sehr häufig zu Überschneidungen, die es ansonsten zu vermeiden gilt. Denn dies führt Jahr für Jahr zu überhöhten Kosten für den Versicherungsnehmer. Interessant ist das Thema auch deshalb, weil Meteorologen immer wieder darauf hinweisen, dass es auch in Zukunft zu vermehrten Unwettern kommen könnte. Dies liegt daran, dass durch das Schmelzen des Eises im Nordpolarmeer die Gegensätze zwischen Warm- und Kaltfronten nachlassen. Dadurch ist weniger Bewegung im Wetter vorhanden, was dazu führt, dass eine einzige Wetterlage sich nicht mehr so schnell von der Stelle bewegt, wie dies im Vorfeld der Fall war. Lange trockene oder Phasen der Überschwemmung sind damit nicht mehr ausgeschlossen.

 
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