Der Tod des Klägers – und der Beklagte als sein Miterbe

31. März 2016 | Erbrecht, Zivilrecht
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Verstirbt der Kläger während des Rechtsstreits und wird er vom Beklagten und einem Dritten als Miterben beerbt, so wird der Prozess auf Klägerseite allein vom Dritten fortgeführt und behält der Beklagte seine prozessuale Stellung bei1.

Aus § 2039 Satz 1 BGB folgt die Berechtigung des einzelnen Miterben, eine zum Nachlass gehörende Forderung als gesetzlicher Prozessstandschafter für die Erbengemeinschaft2 auch gegen einen Miterben geltend zu machen3.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 27. Januar 2016 – XII ZR 33/15

  1. im Anschluss an BGH Beschluss vom 27.02.2014 – III ZB 99/13 NJW 2014, 1886; ebenso Stein/Jonas/Roth ZPO 22. Aufl. § 239 Rn. 13; Stöber MDR 2007, 757, 759
  2. BGHZ 167, 150 = NJW 2006, 1969 Rn. 7
  3. BGH Urteile vom 01.10.1975 – IV ZR 161/73 WM 1975, 1179, 1181; und vom 19.06.1952 – III ZR 217/50 LM Nr. 3 zu § 249 [Fa] BGB; MünchKomm-BGB/Gergen 6. Aufl. § 2039 Rn. 32; Staudinger/Löhnig BGB [2016] § 2039 Rn.20, 25; Stöber MDR 2007, 757, 759

 
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