Die vom WEG-Verwalter erteilte Prozessvollmacht – und die aufgehobene Verwalterbestellung

7. Januar 2016 | Zivilrecht
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Dass der Beschluss, durch den der WEG-Verwalter bestellt worden ist; vom Amtsgericht für ungültig erklärt worden ist, ändert an einer vom Verwalter bereits erteilten Prozessvollmacht nichts1.

Dass der Verwalter im Beschlussmängelprozess nach § 27 Abs. 2 Nr. 2 WEG befugt ist, für die beklagten Wohnungseigentümer einen Rechtsanwalt zu mandatieren2, schließt allerdings nicht aus, dass einzelne Wohnungseigentümer einen eigenen Rechtsanwalt beauftragen oder eine Vertretung durch den vom Verwalter eingeschalteten Anwalt ablehnen3.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23. Oktober 2015 – V ZR 76/14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 21.06.2007 – V ZB 20/07, NJW 2007, 2776 Rn. 9; Merle in Bärmann, WEG, 12. Aufl., § 26 Rn. 255; Jennißen in Jennißen, WEG, 4. Aufl., § 26 Rn. 73 mwN
  2. vgl. BGH, Urteil vom 05.07.2013 – V ZR 241/12, NJW 2013, 3098 Rn. 7 ff.
  3. vgl. BGH, Urteil vom 05.07.2013 – V ZR 241/12, aaO Rn. 15 sowie Merle, ZWE 2008, 109, 110 f.

 
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