Finanz-Horizonte
Rechtslupe » Zivilrecht » Erbrecht

Erbrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Formbedürftigkeit des Erbverzichts und die dinglichen Vollzugsgeschäfte

30. Januar 2012 | Erbrecht

§ 2348 BGB regelt lediglich die Formbedürftigkeit des Erbverzichts als abstraktes erbrechtliches Verfügungsgeschäft. Eine entsprechende Anwendung auf dingliche Vollzugsgeschäfte, die mit einem Erbverzicht im Zusammenhang stehen, kommt nicht in Betracht. Gemäß § 2346 Abs. 1 Satz 1 BGB können Verwandte sowie der Ehegatte des Erblassers durch Vertrag mit diesem auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichten. Dieser [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Nachabfindungsabspruch des weichenden Erben bei landwirtschaftlichen Grundstücken

12. Januar 2012 | Erbrecht

Nach § 17 Abs. 1 Satz 1 GrdstVG hat der Zuweisungserwerber die weichenden Miterben, soweit es der Billigkeit entspricht, so zu stellen, wie wenn der in Betracht kommende Gegenstand im Zeitpunkt des Erwerbs verkauft und der Kaufpreis unter den Miterben entsprechend ihren Erbteilen verteilt worden wäre. Der hypothetische Verkaufserlös ist der damalige Verkehrswert, der sich [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Erbrecht und Testament

12. Januar 2012 | Erbrecht

Wer Vermögen oder andere veräußerbare Werte besitzt, sollte sich frühzeitig Gedanken darüber machen, was mit diesen Dingen nach seinem Tode passiert soll. Um selber noch darauf Einfluss nehmen zu können, sollte man sich zu Lebzeiten darum kümmern. Damit Vermögensstreitigkeiten im Fall des Todes eines Menschen vermieden werden – vor Allem zwischen Angehörigen – ist es [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das Erbrecht des Fiskus und die verfristete Beschwerde

10. Januar 2012 | Erbrecht

Gegen den Beschluss über die Feststellung des Erbrechts des Fiskus nach § 1964 Abs. 1 BGB ist die befristete Beschwerde nach § 58 Abs. 1, § 63 Abs. 1 FamFG eröffnet. Enthält der Beschluss des Nachlassgerichts nicht die erforderliche Rechtsbehelfsbelehrung nach § 39 FamFG, so kommt eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 17 [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das unauffindbare Testament

3. Januar 2012 | Erbrecht

Ist ein Testament unauffindbar, spricht zwar keine Vermutung dafür, dass es der Erblasser vernichtet hat . Aber die formgültige Errichtung und der Inhalt des Testaments muss von demjenigen bewiesen werden, der sich auf das unauffindbare Testament beruft, er trägt im Erbscheinsverfahren insoweit die Feststellungslast. Die Errichtung eines nicht mehr vorhandenen Testamentes kann mit allen zulässigen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Hausgeldschulden der vom Testamentsvollstrecker erworbenen Eigentumswohnung

21. Dezember 2011 | Erbrecht

Gehört eine Eigentumswohnung zu dem Nachlass, weil sie der Testamentsvollstrecker für den Erben mit Nachlassmitteln erworben hat, sind die Hausgeldschulden, die während der Dauer der Testamentsvollstreckung fällig werden, Nachlassverbindlichkeiten. Die Hausgeldforderungen sind damit Nachlassschulden, die gemäß § 2213 Abs. 1 Satz 1 BGB sowohl gegen den Erben als auch gegen den Beklagten als Testamentsvollstrecker geltend [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rückwirkende Friständerungen im Vermögensgesetz

8. Dezember 2011 | Erbrecht, Im Brennpunkt, Zivilrecht

Die rückwirkende Änderung des Gesetzes über die Regelung offener Vermögensfragen (Vermögensgesetz) im Jahr 1998 verletzt das Recht auf Achtung des Eigentums nach Artikel 1 Protokoll Nr. 1 EMRK. So das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in dem Verfahren Althoff und andere gegen Deutschland. Die Beschwerdeführer sind die Erben eines Eigentümers von Grundstücken, die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das Heim als Erbe

8. Dezember 2011 | Erbrecht

Das Testament des Angehörigen eines Heimbewohners, mit dem der Heimträger zum Nacherben eingesetzt wird und von dem dieser erst nach dem Tode des Erblassers erfährt, ist nicht nach § 14 Abs. 1 HeimG i.V.m. § 134 BGB unwirksam. Allerdings können auch testamentarische Verfügungen wegen eines Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot nichtig sein; deshalb gilt § [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Erbrecht eines vor dem 1. Juli 1949 geborenes nichteheliches Kindes

8. Dezember 2011 | Erbrecht

Ein vor dem 1. Juli 1949 geborenes nichteheliches Kind und seine Abkömmlinge sind in bis zum 28. Mai 2009 eingetretenen Erbfällen weiterhin vom Erbrecht nach dem Vater und dessen Verwandten ausgeschlossen. Es verstößt nicht gegen Art. 6 Abs. 5 GG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG, dass Art. 12 § 10 Abs. 2 NEhelG a.F. [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zu Lebzeiten errichtete Familienstiftungen und das Pflichtteilsrecht

30. November 2011 | Erbrecht

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die der Siegfried Unseld-Stiftung eingeräumten Unterbeteiligungen an Gesellschaften der Suhrkamp-Verlagsgruppe nicht in den Nachlass des im Oktober 2002 verstorbenen Verlegers Siegfried Unseld gefallen und daher bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs seines Sohnes Joachim Unseld nicht zu berücksichtigen sind. Siegfried Unseld hatte im Oktober 2001 die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Schenkung vom Erblasser

25. November 2011 | Erbrecht

Ein lebzeitiges Eigeninteresse des Erblassers an einer Schenkung kann auch dann vorliegen, wenn der Beschenkte ohne rechtliche Bindung Leistungen etwa zur Betreuung im weiteren Sinne übernimmt, tatsächlich erbringt und auch in der Zukunft vornehmen will. Gemäß § 2287 Abs. 1 BGB kann der Vertragserbe (bzw. bei einem gemeinschaftlichen Testament der Schlusserbe), nachdem ihm die Erbschaft [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das Erbrecht nichtehelicher Kinder

11. November 2011 | Erbrecht

Die Justizminister der Länder haben während ihrer Herbstkonferenz in Berlin einen verbesserten Schutz der Erbrechte nichtehelicher Kinder verlangt. Unter Federführung des baden-württembergischen Justizministers forderten sie, dass die bislang nicht elektronisch erfassten Daten nichtehelicher Kinder in das Zentrale Testamentsregister bei der Bundesnotarkammer aufgenommen werden. Nicht alle Menschen haben Kontakt zu den leiblichen, unverheirateten Eltern, manche kennen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Berücksichtigung von nichtehelichen Kindern beim Nachlass

28. Oktober 2011 | Erbrecht

Die Regelung in Art. 12 § 10 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über die rechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder vom 19. August 1969 (NEhelG a.F.), dass für die erbrechtlichen Verhältnisse eines vor dem 1. Juli 1949 geborenen nichtehelichen Kindes und seiner Abkömmlinge zu dem Vater und dessen Verwandten die bisher geltenden Vorschriften auch dann [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Erbschein24 – schnelles Verfahren in Nachlassangelegenheiten

6. Oktober 2011 | Erbrecht

Als Pilotgericht macht das Amtsgericht Landstuhl bei einem vereinfachten und beschleunigten Verfahren in Nachlasssachen mit. So können ab dem 1. Oktober 2011 alle notwendigen Informationen im Internet abgerufen werden. Auf der Homepage des Amtsgerichts Landstuhl kann sich der Antragsteller darüber informieren, welche Unterlagen zur Antragstellung benötigt werden. Wenn alle notwendigen Dokumente beschafft sind, kann telefonisch [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Antragsbefugnis bei der Nachlassinsolvenz

20. Juli 2011 | Erbrecht

Zum Antrag auf Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens ist nicht als Erbe berechtigt, wer die Versäumung der Ausschlagungsfrist angefochten hat, auch wenn die Wirksamkeit der Anfechtung noch nicht feststeht. Wer die Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens als Nachlassgläubiger beantragt, muss seine Forderung gegen den Nachlass glaubhaft machen. Antragsbefugnis als Erbe Welche Anforderungen an den Nachweis der Erbenstellung desjenigen zu [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Anfechtungsfrist beim Erbvertrag

20. Juni 2011 | Erbrecht

Die Jahresfrist für die Anfechtung eines Erbvertrages nach § 2283 Abs. 2 BGB beginnt in den Fällen des Irrtums nach § 2078 Abs. 2 BGB mit dem Zeitpunkt, in welchem der Erblasser von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt. Ein Rechtsirrtum ist hierbei nur beachtlich, wenn er die Unkenntnis einer die Anfechtung begründenden Tatsache zur Folge hat, [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zertifizierter Testamentsvollstrecker

15. Juni 2011 | Erbrecht, Im Brennpunkt

Die Verwendung der Bezeichnung “zertifizierter Testamentsvollstrecker (AGT)” durch einen Rechtsanwalt verstößt grundsätzlich weder gegen das anwaltliche Berufsrecht noch gegen das Irreführungsverbot, sofern der Betreffende sowohl in theoretischer als auch in praktischer Hinsicht bestimmte Anforderungen erfüllt. In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall ist der beklagte Rechtsanwalt Partner einer Anwaltskanzlei in Regensburg. Im Briefkopf bezeichnet er [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Hof im Sinne der Höfeordnung

23. Mai 2011 | Erbrecht

Maßgeblich für die Beurteilung, ob eine landwirtschaftliche Besitzung ein Hof im Sinne der Höfeordnung ist, ist der von dem Finanzamt ermittelte Wirtschaftswert, auch wenn er sich nicht aus einem förmlichen Bescheid ergibt. Legaldefinition des Hofes Nach der Definition in § 1 Abs. 1 Satz 1 der Höfeordnung in der Fassung des Zweiten Gesetzes zur Änderung [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Pflichtteilsberechtigung des entfernteren Abkömmlings

12. Mai 2011 | Erbrecht

Ein gesetzliches Erbrecht des entfernteren Abkömmlings besteht auch dann, wenn der nähere Abkömmling durch Verfügung von Todes wegen enterbt wurde. § 2309 BGB setzt eine Pflichtteilsberechtigung des entfernteren Abkömmlings voraus, beschränkt diese aber zur Vermeidung einer Vervielfältigung der Pflichtteilslast. Ob dem näheren Abkömmling wirksam der Pflichtteil entzogen wurde, kann auch in dem Rechtsstreit über den [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Erbvertrag und der spätere testamentarische Austausch des Testamentsvollstreckers

27. April 2011 | Erbrecht

Ob eine spätere testamentarische Verfügung des Vertragserblassers den Vertragserben im Sinne von § 2289 Abs. 1 Satz 2 BGB beeinträchtigt, ergibt sich aus dem Vergleich der im Erbvertrag und dem Testament festgelegten Rechtsstellung des Erben (hier: Auswechslung von Testamentsvollstreckern). Das entschied jetzt der Bundesgerichtshof in einem Verfahren, das die Testamentsvollstreckung über den Nachlass des am [...]



Zum Seitenanfang
JuristischeSuche