Konkludente Klagerücknahme

12. Mai 2016 | Familienrecht, Zivilrecht
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Eine (teilweise) Antragsrücknahme gemäß § 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG i.V.m. § 269 ZPO kann ebenso wie die nach mündlicher Verhandlung erforderliche Einwilligung der Gegenseite konkludent erklärt werden1.

Die Annahme einer nicht ausdrücklich erklärten Klage- bzw. Antragsrücknahme setzt allerdings voraus, dass das Verhalten der Partei bzw. des Beteiligten den Willen zur Rücknahme eindeutig und unzweifelhaft ergibt2.

Ob dem so ist, ergibt sich aus den Umständen des konkreten Verfahrens.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 13. April 2016 – XII ZB 578/14

  1. BGH Urteil vom 22.05.1989 – VIII ZR 129/88 , NJW-RR 1989, 1276, 1277; OLG Koblenz Urteil vom 11.07.2002 – 5 U 291/01 6 ff.; MünchKomm-ZPO/Becker-Eberhard 4. Aufl. § 269 Rn.19 u. 29
  2. BGH Urteil vom 22.05.1989 – VIII ZR 129/88 , NJW-RR 1989, 1276, 1277

 
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