Neuer unstreitiger Vortrag in der Berufungsinstanz

24. März 2016 | Zivilrecht
Geschätzte Lesezeit: 1 Minuten

Ist der neue Vortrag in der Berufungsinstanz unstreitig geblieben, darf er vom Berufungsgericht nicht gemäß § 531 Abs. 2 Nr. 3 ZPO zurückgewiesen werden.

Denn unstreitige Tatsachen, die erstmals im Berufungsrechtszug vorgetragen werden, sind stets zu berücksichtigen1, und zwar selbst dann, wenn der unstreitige Vortrag im Hinblick auf Folgefragen eine Beweisaufnahme erfordert2. Für die unstreitige Einrede gilt nichts anderes3.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 19. Januar 2016 – XI ZR 200/15

  1. BGH, Urteil vom 18.11.2004 – IX ZR 229/03, BGHZ 161, 138, 141 ff.; Beschluss vom 23.06.2008 GSZ 1/08, BGHZ 177, 212 Rn. 10
  2. BGH, Urteile vom 18.11.2004 – IX ZR 229/03, BGHZ 161, 138, 144 f.; und vom 16.10.2008 – IX ZR 135/07, VersR 2010, 86 Rn. 22
  3. BGH, Beschluss vom 23.06.2008 GSZ 1/08, BGHZ 177, 212 Rn. 11

 
Weiterlesen auf der Rechtslupe

Weiterlesen auf der Rechtslupe:

Themenseiten zu diesem Artikel: , , , , ,
Weitere Beiträge aus diesem Rechtsgebiet: Zivilrecht

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar zu diesem Artikel:

 
Zum Seitenanfang
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!