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Zivilrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kein Zugang zu Wasserzähler – kein Zurückbehaltungsrecht

26. September 2011 | Zivilrecht

Es besteht gegen den Vermieter kein Anspruch auf Zugang zu den Messeinrichtungen von Verbrauchsstoffen (hier Wasserzähler), über die nach § 556 Abs. 3 BGB abzurechnen ist. Wenn dem Mieter der Zugang vom Vermieter verweigert wird, kann er deshalb Mietzahlungen nicht nach § 273 BGB zurückhalten. Für die Beklagten besteht gegen die Forderung der Klägerin wegen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Haftung bei Radverlust nach Werkstattaufenthalt

26. September 2011 | Zivilrecht

Weist eine Reifenservice-Werkstatt nicht hinreichend auf die Notwendigkeit des Nachziehens der Radschrauben hin, besteht ein Anspruch auf Ersatz des Schadens der infolge des Radverlustes entstanden ist. Den Nachweis fehlerhafter Montage hat der Kläger nicht geführt. Angesichts der nach dem Radwechsel zurückgelegten Strecke von 1.989 km spricht auch nicht ein Anschein dafür, dass die Montage fehlerhaft [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Revision und Nichtzulassungsbeschwerde

26. September 2011 | Zivilrecht

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass gegen ein Urteil, durch das nach § 341 Abs. 2 ZPO der Einspruch gegen ein Versäumnisurteil durch das Berufungsgericht als unzulässig verworfen wird, die Revision und die Nichtzulassungsbeschwerde nach den allgemeinen Regeln eröffnet sind. Die Bestimmung des § 26 Nr. 8 Satz 2 EGZPO ist nicht entsprechend anwendbar. Bundesgerichtshof, Beschluss [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Streitwert bei Stromsperrung

22. September 2011 | Zivilrecht

Der Streitwert für den Antrag auf Duldung der Einstellung der Stromversorgung durch Sperrung der installierten Messeinrichtung richtet sich in der Regel nach der Höhe der Abschlagszahlungen für einen Zeitraum von 6 Monaten. In dem vom Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg entschiedenen Fall der Streitwertfestlegung stimmt das Gericht der weit überwiegenden Ansicht in der Rechtsprechung zu, insbesondere nach [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rechtsmittelbelehrung mit falschem Inhalt

22. September 2011 | Zivilrecht

Eine Rechtmittelbelehrung, die fälschlicherweise darauf hinweist, dass gegen den Beschluss das Rechtsmittel der Rechtsbeschwerde stattfinde, stellt keine Entscheidung über die Zulassung der Rechtsbeschwerde dar. Im vorliegenden Fall fehlt es laut Bundesgerichtshof an den Voraussetzungen für eine zulassungsfreie Rechtsbeschwerde. So knüfpt die Regelung des § 70 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FamFG, die eine Rechtsbeschwerde [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Rechtsanwaltsangestellte darf eintüten

21. September 2011 | Zivilrecht

Grundsätzlich darf ein Rechtsanwalt darauf vertrauen, dass eine zuverlässige Büroangestellte einen postfertig zu machenden Schriftsatz in die korrekte Versandtasche einlegt. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gehört es zu den Aufgaben des Prozessbevollmächtigten, dafür zu sorgen, dass ein fristgebundener Schriftsatz rechtzeitig hergestellt wird und innerhalb der Frist bei dem zuständigen Gericht eingeht. Zu diesem Zweck [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Zwangshypothek und die Eröffnung des Insolvensverfahrens

21. September 2011 | Zivilrecht

Es bedarf zur Löschung der Zwangshypothek einer Löschungsbewilligung des Gläubigers gem. § 19 GBO und der Zustimmung des Eigentümers durch den Verfügungsbefugten gem. § 27 Satz 1 GBO in der Form des § 29 GBO, wenn eine zu Gunsten eines Insolvenzgläubigers im Grundbuch eingetragene Zwangshypothek mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgrund der Rückschlagsperre des § [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Wohnmobil mit Tankleck

21. September 2011 | Zivilrecht

Ist eine gekaufte Sache mangelhaft, muss der Käufer dem Verkäufer zunächst die Möglichkeit zur Nachbesserung geben, bevor ein Schadenersatz möglich ist. Dabei hat die Nachbesserung dort stattzufinden, wo ursprünglich der Vertrag zu erfüllen war, also im Regelfall am Sitz des Verkäufers. Die Ware muss vom Käufer dorthin gebracht werden. Im hier vom Amtsgericht München entschiedenen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Schaden durch Rüttelplatte

20. September 2011 | Zivilrecht

Ein Bauunternehmer hat nicht für behauptete Schäden zu haften, die zeitgleich an einem Nachbargebäude bei Bauarbeiten entstanden sein sollen. So hat das Landgericht Coburg die Klage von Grundstückseigentümern gegen ein kommunales Bauunternehmen auf Schadenersatz in Höhe von 10.500 € abgewiesen. Die behaupteten Schäden am Grundstück seien nicht, wie von den Klägern behauptet, durch Arbeiten mit [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kapitalersatzregeln bei EU-Gesellschaften

20. September 2011 | Zivilrecht

Die Regelungen über die Nachrangigkeit kapitalersetzender Gesellschafterdarlehen nach § 32a GmbHG a.F., § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO a.F. finden auf Kapitalgesellschaf-ten, über deren Vermögen in Deutschland das Hauptinsolvenzverfahren eröffnet worden ist, auch dann Anwendung, wenn diese in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union gegründet worden sind. Auf die Anmeldung von Insolvenzforderugnen ist gemäß [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Nießbrauch am eigenen Grundstück

20. September 2011 | Zivilrecht

Ein Nießbrauch kann auch an dem eigenen Grundstück bestellt werden (Eigentümernießbrauch); der Nachweis eines berechtigten Interesses an der Bestellung ist nicht erforderlich. Der Grundstückseigentümer kann einen Nießbrauch für sich selbst bestellen. Die Schaffung eines Rechts am eigenen Grundstück ist im Gesetz zwar nur für die Grundschuld und die Rentenschuld vorgesehen (§§ 1196, 1199 BGB). Die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Nachbelehrung bei der Widerrufsbelehrung

16. September 2011 | Zivilrecht

Verwendet der Unternehmer gegenüber dem Verbraucher für die Nachbelehrung ein Formular, das textliche Abweichungen gegenüber der Musterbelehrung der Anlage 2 zu § 14 Abs. 1 und 3 BGB-InfoV in der Fassung der Zweiten Verordnung zur Änderung der BGB-Informationspflichten-Verordnung vom 1. August 2002 enthält, ist ihm eine Berufung auf § 14 Abs. 1 und 3 BGB-InfoV [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Das spielende Kind am Gartenzaun

16. September 2011 | Zivilrecht

Zwar muss man mit Fehlverhalten von Kindern rechnen, aber gegen offensichtliche Gedankenlosigkeit müssen diese nicht geschützt werden. In einem vom Landgericht Coburg entschiedenen Fall begehrte die siebenjährigen Klägerin von dem Eigentümer eines Zauns 7.500,00 € Schmerzensgeld und über 6.000,00 € Schadenersatz. Das zum Unfallzeitpunkt sechsjährige Mädchen hatte sich an die Eisenstange einer Umzäunung gehängt und [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die kurzfristige Absage für die Urlaubsreise

16. September 2011 | Zivilrecht

Können Ferien nicht so ohne weiteres nachgeholt werden (hier: Urlaub in den Pfingstferien mit einem schulpflichtigen Kind) und erfährt der Urlauber erst sehr kurzfristig davon, dass er nicht reisen kann, ist ein Schadenersatz in Höhe von 50 % des Reisepreises als Ausgleich für die vertane Urlaubszeit angemessen. In einem vom Amtsgericht München entschiedenen Rechtsstreit buchte [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Wenn zwei Hunde… – oder: der gebissene Hundehalter

15. September 2011 | Zivilrecht

Geraten zwei Hunde in Streit und erleidet die Besitzerin eines der Hunde dadurch eine Verletzung, ist die Tiergefahr, die von ihrem eigenen Hund ausging, bei der Festsetzung des Schmerzensgeldes zu berücksichtigen. An einem Nachmittag im November 2009 gingen zwei Münchnerinnen mit ihren Hunden im Englischen Garten spazieren. Zwischen beiden Hunden, einem Labradormischling und einem Ridgeback, [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Inkassotätigkeit von Mietwagenunternehmen

15. September 2011 | Zivilrecht

Ein Mietwagenunternehmen kann regelmäßig aus einem vom seinem Kunden abgetretenen Schadensersatzanspruch keinen Anspruch gegen den Schädiger auf Bezahlung von Mietwagenkosten geltend machen. So entschied jetzt etwa das Amtsgericht Kehl in einem bei ihm anhängigen Rechtsstreit, dass das klagende Mietwagenunternehmen nicht aktivlegitimiert ist, weil die Abtretung gemäß § 134 BGB wegen eines Verstoßes gegen §§ 1, [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Öffentliche Wohnungsbauförderung als Geschäftsgrundlage eines Erbbaurechts

12. September 2011 | Zivilrecht

Der Wegfall der sogenannten Anschlussförderung für die Errichtung von Wohngebäuden kann nach Ansicht des Kammergerichts einen Anspruch auf Herabsetzung des Erbbauzinses zur Folge haben, den der bisher Geförderte für die Überlassung des Grundstücks an eine landeseigene Gesellschaft zu zahlen hat. Im hier vom Berliner Kammergericht entschiedenen Streitfall hatte eine Baugenossenschaft auf Rückzahlung von Erbbauzins geklagt, [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Schwacke-Liste, Fraunhofer Automietwagenspiegel und das arithmetische Mittel

8. September 2011 | Zivilrecht

Berücksichtigt man die Vorteile und die Mängel sowohl des Schwacke Automietpreisspiegels als auch des Fraunhofer Marktpreisspiegels Mietwagen, so erscheint es sachgerecht, für die Bestimmung des Normaltarifs für Selbstzahler eine Schätzung nach dem arithmetischen Mittel beider Markterhebungen vorzunehmen. Im hier vom Oberlandesgericht Karlsruhe entschiedenen Fall kann als Schadenspauschale nicht mehr als 20,00 EUR zuerkannt werden, wenn [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der Untermieter und die Zwangsverwaltung

7. September 2011 | Zivilrecht

Die Erinnerung des Untermieters oder Unterpächters eines Mieters oder Pächters des Schuldners gegen die Anordnung der Zwangsverwaltung ist unzulässig, weil das erforderliche Rechtsschutzinteresse fehlt. Ob ein Untermieter oder Unterpächter des Schuldners nach § 9 Nr. 2 ZVG Beteiligter eines Zwangsverwaltungsverfahrens ist, wird unterschiedlich beurteilt. Teilweise wird die Frage bejaht. Zur Begründung wird auf die Notwendigkeit [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Kostenfestsetzung in WEG-Sachen

7. September 2011 | Zivilrecht

Im Anwendungsbereich des § 50 WEG müssen in einem Kostenfestsetzungsverfahren sämtliche Kostengläubiger beteiligt werden. Sind nach § 50 WEG nur die Kosten eines Anwalts erstattungsfähig, kommt die vorrangige Erstattung des von der Mehrheit der beklagten Wohnungseigentümer beauftragten Prozessbevollmächtigten nur in Betracht, wenn den übrigen Beklagten Gelegenheit gegeben worden ist, auf die Willensbildung Einfluss zu nehmen; [...]



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