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Zivilrecht

Weitere Informationen auf der Rechtslupe Verjährungshemmung durch selbständiges Beweisverfahren

5. März 2012 | Zivilrecht

Die Verjährung des Vergütungsanspruchs des Auftragnehmers wird gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 7 BGB gehemmt, wenn der Auftragnehmer zur Aufklärung von Werkmängeln ein selbständiges Beweisverfahren einleitet, um die Abnahmereife seiner Werkleistungen und die tatsächlichen Voraussetzungen für die Fälligkeit seines Vergütungsanspruchs nachweisen zu können. Allerdings ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten, ob ein vom Auftragnehmer [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Vorzeitige Abberufung eines WEG-Verwalters und der Forderungseinzug durch den Verwalter

5. März 2012 | Zivilrecht

Die vorzeitige Abberufung eines Verwalters einer Wohnungseigentümergemeinschaft wegen gravierender Pflichtverletzungen mit der Folge, dass den Wohnungseigentümern eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr zugemutet werden kann, führt im Regelfall dazu, dass eine materiell-rechtliche Ermächtigung zu einem Forderungseinzug erlischt. Ob über das Rechtsschutzbegehren der Kläger, soweit es sich gegen die Zwangsvollstreckung der Beklagten aus solchen Titeln richtet, die [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Streit um Bundesvorsitzenden der Deutschen Zentrumspartei

2. März 2012 | Zivilrecht

Ist die Wahl zum Bundesvorsitzenden einer Partei gem. § 32 BGB in Verbindung mit der Parteisatzung nicht ordnungsgemäß erfolgt, hat sie rechtlich keinen Bestand. Mit dieser Begründung hat das Landgericht Düsseldorf die Wahl des Vorsitzenden der Deutschen Zentrumspartei zu Gunsten des Herrn Gerhard Woitzik aus Dormagen entschieden. Hintergrund des Rechtsstreits ist ein Konflikt zwischen zwei [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Ohne Sicherheitsgurt bei zwei aufeinanderfolgenden Unfällen

2. März 2012 | Zivilrecht

Hat ein Fahrer nicht gemäß § 21a Abs. 1 StVO den vorgeschriebene Sicherheitsgurte während der Fahrt angelegt und es kommt zu einem Unfall, kann es bezüglich der Körperschäden zu einer Haftungskürzung wegen Mitverursachung führen. gemäß § 34 Abs. 1 Nr. 2 StVO sogar dazu verpflichtet, nämlich um die Unfallstelle sichern zu können. Ereignet sich ein [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Substantiierter Parteivortrag

2. März 2012 | Zivilrecht

Die Anforderungen, die sich aus Art. 103 Abs. 1 GG für die Gestaltung gerichtlicher Verfahren ergeben, sind in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geklärt und hier nicht weitergehend klärungsbedürftig (§ 93c Abs. 1 Satz 1 BVerfGG). Geklärt ist insbesondere, dass Art. 103 Abs. 1 GG das Gericht verpflichtet, die Ausführungen der Prozessbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Berichterstattung über Ochsenknechts “Junge Wilde”

1. März 2012 | Zivilrecht

Bei der Wortberichterstattung über Prominente kann man nicht von einem grundsätzlichen Vorrang des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts gegenüber der Meinungsfreiheit ausgehen, sobald schutzbedürftige Interessen von jungen Erwachsenen beziehungsweise Jugendlichen in Rede stehen. Vielmehr hat eine auf den Einzelfall bezogene Abwägung zu erfolgen, wobei die Bedeutung der Persönlichkeitsbeeinträchtigung sowohl durch das “Öffentlichkeitsimage” der Betroffenen als auch durch die [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Einwendungen gegen die Klauselerteilung im Vollstreckungsverfahren

1. März 2012 | Zivilrecht

Im Erinnerungsverfahren nach § 766 ZPO ist der Einwand des Schuldners grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle habe die der Vollstreckung zugrunde liegende Klausel nach §§ 724, 725 ZPO zu Unrecht ohne die gemäß § 726 Abs. 1 ZPO erforderlichen Nachweise erteilt. Allerdings wird in Rechtsprechung und Literatur die Auffassung vertreten, dass eine [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Darlegung von Mietmängeln

1. März 2012 | Zivilrecht

Für die vom Mieter geforderte Darlegung eines Mangels einer Mietwohnung muss der Mieter, da die Minderung nach § 536 Abs. 1 BGB kraft Gesetzes eintritt, nur einen konkreten Sachmangel, der die Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch beeinträchtigt, vortragen. Das Maß der Gebrauchsbeeinträchtigung (oder einen bestimmten Minderungsbetrag) braucht er hingegen nicht anzugeben. Zur Darlegung wiederkehrender [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Auf dem Prügelbalken verletzt

29. Februar 2012 | Zivilrecht

Wird auf einem Volksfest jemand beim Spiel “Prügelbalken” verletzt, handelt es sich um einen tragischen Unfall, bei dem sich das allgemeine Lebensrisiko realisiert hat. Eine jeden Unfall ausschließende Verkehrssicherheit lässt sich nicht erreichen. Mit dieser Begründung hat jetzt das Landgericht Osnabrück eine Schmerzensgeldklage abgelehnt: Der beklagte Verein veranstaltete im Juni 2011 in Lingen das historische [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Bezahlter Urlaub für die Wahrnehmung eines Gerichtstermins

29. Februar 2012 | Zivilrecht

Einer Partei, die zur notwendigen Wahrnehmung von Terminen (hier: Gerichts- und Ortstermine) bezahlten Urlaub genommen hat, steht kein Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung nach § 91 Abs. 1 Satz 2 ZPO i.V.m. § 22 JVEG, sondern nur ein Anspruch auf Zeitversäumnisentschädigung gemäß § 20 JVEG zu. Die Frage, ob eine erstattungsberechtigte Partei, die zur Wahrnehmung von gerichtlichen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Aussetzung wegen anhängigem EuGH-Vorabentscheidungsverfahren

29. Februar 2012 | Zivilrecht

Die Aussetzung des Verfahrens ist in entsprechender Anwendung von § 148 ZPO auch ohne gleichzeitiges Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europäischen Union grundsätzlich zulässig, wenn die Entscheidung des Rechtsstreits von der Beantwortung derselben Frage abhängt, die bereits in einem anderen Rechtsstreit dem Gerichtshof der Europäischen Union zur Vorabentscheidung nach Art. 267 AEUV vorgelegt wurde. Eine [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Der falsch adressierte Schriftsatz

27. Februar 2012 | Zivilrecht

Der Verfahrensbevollmächtigte trägt die Verantwortung dafür, dass die Rechtsmittelschrift rechtzeitig bei dem zuständigen Gericht eingeht. Insofern muss er sich bei der Unterzeichnung davon überzeugen, dass sie zu-treffend adressiert ist. Von dieser Verpflichtung ist der Verfahrensbevollmächtigte grundsätzlich auch nicht in plötzlich und unvorhersehbar eingetretenen Stresssituationen entbunden. Nach § 113 Abs. 1 FamFG iVm § 233 ZPO [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Arzthaftung bei unterlassener Aufklärung – schadensbegründende Kausalität und Alternativverhalten

27. Februar 2012 | Zivilrecht

Besteht die Pflichtverletzung in einer Unterlassung, ist diese für den Schaden nur dann kausal, wenn pflichtgemäßes Handeln den Eintritt des Schadens verhindert hätte. Die Darlegungs- und Beweislast hierfür trägt regelmäßig der Geschädigte. Die haftungsbegrenzende Rechtsfigur des hypothetischen Kausalverlaufs bei rechtmäßigem Alternativverhalten kommt erst dann zum Tragen, wenn die Ursächlichkeit der durchgeführten rechtswidrigen Behandlung für den [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die nicht verkündete Zuschlagsentscheidung

27. Februar 2012 | Zivilrecht

Wird die Zuschlagsentscheidung entgegen der Regelung in § 87 Abs. 1 ZVG nicht verkündet, ist sie gleichwohl wirksam, wenn das Versteigerungsgericht sie den Verfahrensbeteiligten zum Zweck der Verlautbarung förmlich zugestellt hat; der Verfahrensfehler führt allerdings zur Aufhebung der Entscheidung im Beschwerdeverfahren, wenn sie auf der Verletzung des Verfahrensrechts beruht, ohne den Fehler also anders ausgefallen [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Frühzeitiges Einschalten eines Rechtsanwalts

27. Februar 2012 | Zivilrecht

Die Kosten eines Rechtsanwalts müssen selber getragen werden, wenn vor der Einschaltung des Rechtsanwalts kein Versuch unternommen worden ist, in einem Gespräch das Problem zu lösen. Desweiteren besteht eine Schadensminderungspflicht des Klägers dahingehend, dass zu prüfen ist, ob ein Sachverständigengutachten notwendig ist oder ein günstigerer Kostenvoranschlag ausreichend ist. Mit diesem Urteil hat das Amtsgericht München [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Umschuldungsberatung

24. Februar 2012 | Zivilrecht

Ein Finanzdienstleistungsunternehmen, das Kunden bei der Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten berät, darf die rechtliche Beratung zur vorzeitigen Beendigung von Darlehensverträgen gemäß § 490 Abs. 2 BGB als Nebenleistung im Sinne von § 5 Abs. 1 RDG nur durchführen, wenn der Sachverhalt einem anerkannten Kündigungstatbestand zuzuordnen ist. Nach § 5 Abs. 1 Satz 2 RDG sind Rechtsdienstleistungen [...]




Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Berufungsschrift im falsch adressierten Briefumschlag

23. Februar 2012 | Zivilrecht

Es begründet kein Anwaltsverschulden, wenn eine geschulte und zuverlässige Büroangestellte aus einem der durch beschriftete Registrierkarten voneinander getrennten Fächer einer Registrierbox mit vorgefertigten Adressaufklebern für Berliner Gerichte versehentlich einen falschen Aufkleber entnimmt und damit einen Briefumschlag versieht, so dass der richtig adressierte Berufungsbegründungsschriftsatz verspätet beim zuständigen Gericht eingeht. In einem solchen Fall sah jetzt der [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Forderungseinzug nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens

22. Februar 2012 | Zivilrecht

Zieht der Schuldner nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens eine Forderung ein, die zur Masse gehörte, unterliegt der Erlös der Nachtragsverteilung. Mit der vorbehaltlosen Aufhebung des Insolvenzverfahrens war allerdings der Insolvenzbeschlag erloschen. Eine Nachtragsverteilung war nicht vorbehalten worden. Ein erneuter Insolvenzbeschlag trat im hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall erst mit der Anordnung der Nachtragsverteilung hinsichtlich des zu [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Mietvertragliche Konkurrenzschutzklausel

22. Februar 2012 | Zivilrecht

Zu den Voraussetzungen einer ergänzenden Vertragsauslegung bei einer mietvertraglich vereinbarten Konkurrenzschutzklausel musste nun der Bundesgerichtshof Stellung nehmen: Die Auslegung individueller privatrechtlicher Willenserklärungen unterliegt der Nachprüfung durch das Revisionsgericht nur insoweit, als es sich darum handelt, ob sie gesetzlichen Auslegungsregeln, Erfahrungssätzen oder den Denkgesetzen widerspricht und ob sie nach dem Wortlaut der Erklärung möglich ist. Voraussetzung [...]



Weitere Informationen auf der Rechtslupe Die Adresse des Berufungsklägers

21. Februar 2012 | Zivilrecht

Für die Zulässigkeit eines Rechtsmittels ist es – anders als bei der Einreichung der Klage – im Grundsatz nicht erforderlich, dass der Rechtsmittelführer seine Anschrift bekannt gibt. Anders liegt es nur dann, wenn er rechtsmissbräuchlich handelt, indem er den Rechtsstreit “aus dem Verborgenen” führt und seine Anschrift nicht preisgibt, um Kostenerstattungsansprüche des Gegners zu vereiteln. [...]



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