Verjährungshemmung durch Streitverkündung – und ihre Grenzen

21. März 2016 | Zivilrecht
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Nach einer Streitverkündung setzt eine Hemmung der Verjährung nach § 204 Abs. 1 Nr. 6 BGB voraus, dass der Vorprozess für den gegen die Beklagten geltend gemachten Schadensersatzanspruch aus Sicht des Klägers präjudiziell war1.

Der Gesichtspunkt der Schadenseinheit führt zu keinem anderen Ergebnis, da er nichts daran ändert, dass eine Hemmung durch Klageerhebung (§ 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB) nur für den jeweils geltend gemachten Anspruch eintritt2.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 18. Februar 2016 – V ZR 149/15

  1. BGH, Urteil vom 06.12 2007, – IX ZR 143/06, BGHZ 175, 1 Rn. 22 ff.; Urteil vom 08.12 2011 – IX ZR 204/09, NJW 2012, 674 Rn. 11 f.
  2. BGH, Urteil vom 21.03.2000, – IX ZR 183/98, NJW 2000, 2678 Rn. 12

 
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