Anschaf­fung eines Trep­pen­lifts – Zuschüs­se und Förderungsmöglichkeiten

Anfal­len­de Kos­ten für einen Trep­pen­lift kön­nen rasch in den fünf­stel­li­gen Bereich stei­gen und ein Loch in der Haus­halts­kas­se hin­ter­las­sen. Vor­wie­gend Spe­zi­al­an­fer­ti­gun­gen und Son­der­mo­del­le für kom­ple­xe Trep­pen­ver­läu­fe sind für Vie­le häu­fig ohne eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung uner­schwing­lich. Abhil­fe schaf­fen diver­se För­de­rungs­mög­lich­kei­ten und Zuschüs­se ver­schie­de­ner Träger.

Anschaf­fung eines Trep­pen­lifts – Zuschüs­se und Förderungsmöglichkeiten

Unvor­her­seh­ba­re Ein­schrän­kun­gen in der Mobilität

Häu­fig tritt eine Mobi­li­täts­be­hin­de­rung unvor­her­ge­se­hen im Alter ein, etwa durch Krank­heit, Unfall oder ande­re Vor­komm­nis­se. Zur Über­win­dung die­ser Bar­rie­ren benö­tigt die­se Per­so­nen­grup­pe Trep­pen­lif­te oder einer ander­wei­ti­gen Mobi­li­täts­hil­fe. Auf­grund der Unvor­her­seh­bar­keit ist ein vor­beu­gen­des Han­deln zur Finan­zie­rung der unplan­mä­ßi­gen Anschaf­fung schwie­rig. Betrof­fe­ne ver­lie­ren zudem ungern all ihre Erspar­nis­se. Ver­zich­ten müs­sen Betrof­fe­ne den­noch nicht auf ihre Mobi­li­täts­hil­fe, da sie unter Umstän­den einen Anspruch auf Zuschüs­se von ande­ren Insti­tu­tio­nen und Pfle­ge­kas­sen besit­zen. Durch der­ar­ti­ge För­de­rungs­mög­lich­kei­ten las­sen sich die Kos­ten für einen Trep­pen­lift deut­lich auf ein bezahl­ba­res Maß herabsenken.

Kos­ten­über­nah­me und Zuschüs­se für Treppenlifte

Gene­rell besteht für die Bean­tra­gung von Zuschüs­sen aus regio­na­len und staat­li­chen Quel­len eine Viel­zahl an Mög­lich­kei­ten. Eine Kos­ten­über­nah­me steht je nach gege­be­nen Vor­aus­set­zun­gen im Raum. Auf­grund der­ar­ti­ger För­de­rungs­mög­lich­kei­ten blei­ben pri­va­te Finanz­pols­ter wei­ter­hin bestehen, wäh­rend die Mobi­li­täts­hil­fe die Lebens­qua­li­tät der Betrof­fe­nen durch die star­ke Unter­stüt­zung im All­tag deut­lich anhebt. Wel­che Ein­rich­tung sich für die Bean­tra­gung eines Zuschus­ses am meis­ten lohnt, hängt von indi­vi­du­el­len Prä­fe­ren­zen und Fak­to­ren ab. Aus die­sem Grund ist eine geson­der­te Betrach­tung jedes Falls und die Prü­fung der vor­lie­gen­den Gege­ben­hei­ten uner­läss­lich. Beim Vor­lie­gen eines Pfle­ge­gra­des bei­spiels­wei­se wer­den Kos­ten für Trep­pen­lif­te durch die Kran­ken­kas­se über­nom­men. Im Fal­le von Berufs­un­fäl­len erweist sich die Berufs­ge­nos­sen­schaft als rich­ti­ger Ansprech­part­ner. Im Kon­text der Wie­der­ein­glie­de­rung in die Arbeits­welt ist die Ren­ten­ver­si­che­rung ver­ant­wort­lich. Eben­falls besteht eine För­de­rung durch Län­der und Kom­mu­nen. Zins­güns­ti­ge Dar­le­hen und Zuschüs­se sol­len ein alters­ge­rech­tes und wür­di­ges Woh­nen ermöglichen.

  1. Pfle­ge­kos­ten­zu­schuss durch Kran­ken­kas­sen: Beim Kauf einer Mobi­li­täts­hil­fe besteht häu­fig ein Anspruch auf einen Pfle­ge­kos­ten­zu­schuss. Bezahlt wird die­ser durch die Pfle­ge­ver­si­che­rung, die Bean­tra­gung jedoch läuft über die Kran­ken­kas­se. Zur Bewil­li­gung eines Pfle­ge­kos­ten­zu­schus­ses ist das Vor­lie­gen eines Pfle­ge­gra­des zwin­gend not­wen­dig. Pro Per­son liegt der Zuschuss bei 4.000,- Euro.
  2. KfW-Zuschuss: Auch die KfW (Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau) för­dert im Zuge des Pro­gramms “ Alters­ge­rech­tes Umbau­en “ die Finan­zie­rung für bar­rie­re­frei­es Woh­nen durch ver­schie­de­ne Maß­nah­men wie der Instal­la­ti­on eines Trep­pen­lif­tes. Ein Anspruch besteht für sämt­li­che Pri­vat­im­mo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer inklu­si­ve Mie­ter, wel­che den Abbau der haus­in­ter­nen Bar­rie­ren wün­schen. Die Bean­tra­gung eines der­ar­ti­gen Zuschus­ses erfolgt direkt bei der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau. Maxi­mal 5.000,- Euro pro Haus­halt, jedoch 10 Pro­zent der Inves­ti­ti­ons­kos­ten wer­den übernommen.
  3. Regio­na­le För­de­rung: Auf­grund der altern­den Bevöl­ke­rung tre­ten The­ma­ti­ken im Kon­text der Bar­rie­re­frei­heit in den Fokus der Öffent­lich­keit. Regio­na­le Insti­tu­te bie­ten zins­güns­ti­ge Dar­le­hen zur Finan­zie­rung von Pro­jek­ten zum Abbau diver­ser Bar­rie­ren. Der­ar­ti­ge För­der­pro­gram­me ste­hen in Ver­bin­dung mit dem bar­rie­re­frei­en und alters­ge­rech­ten Umbau von Wohn­raum, wodurch die Mög­lich­keit zur Bean­tra­gung einer Kos­ten­über­nah­me bei ver­schie­de­nen Lan­des­ban­ken beim Kauf einer Mobi­li­täts­hil­fe besteht.
  4. Steu­er­li­che Absetz­bar­keit: Prin­zi­pi­ell las­sen sich Anschaf­fungs­kos­ten für einen Trep­pen­lift eben­falls steu­er­lich abset­zen. Anfal­len­de Kos­ten, etwa für einen Sitz­lift, sind unter dem Punkt „Außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung“ in der jähr­li­chen Steu­er­erklä­rung berück­sich­tigt. Aller­dings bestehen auch hier ver­schie­de­ne Vor­aus­set­zun­gen bezüg­lich der Fami­li­en- und Ein­kom­mens­ver­hält­nis­se gege­ben sein.
  5. Agen­tur für Arbeit: Besteht kein Anspruch bei der Pfle­ge­kas­se und kann eine Wie­der­ein­glie­de­rung in den Arbeits­markt durch die Finan­zie­rung eines Trep­pen­lifts gewähr­leis­tet wer­den, ist die Agen­tur für Arbeit hier­für zuständig.
  6. Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten: Besteht in Fol­ge einer beruf­lich beding­ten Krank­heit oder eines Arbeits­un­fal­les ein Bedarf an einem bar­rie­re­frei­en Umbau, so über­nimmt die zustän­di­ge Berufs­ge­nos­sen­schaft die kom­plet­ten Kos­ten für den Ein­bau eines Trep­pen­lifts. Eine Instal­la­ti­on einer der­ar­ti­gen Mobi­li­täts­hil­fe soll die Teil­nah­me am sozia­len und beruf­li­chen Leben wei­ter­hin sicherstellen.
  7. Sozi­al­hil­fe: Sie gilt als letz­ter Ansprech­part­ner in der Finan­zie­rungs­fra­ge. Kos­ten­an­tei­le wer­den erst durch die Sozi­al­hil­fe über­nom­men, wenn sämt­li­che ande­ren Insti­tu­tio­nen eine För­de­rung abge­lehnt haben.
  8. Ban­ken: Besteht kein gesetz­li­cher Anspruch auf eine För­de­rung und fällt somit eine Kos­ten­über­nah­me durch sozia­le und gesetz­li­che Trä­ger weg, besteht letzt­lich noch die Eigen­fi­nan­zie­rung des Pro­jekts. Zahl­rei­che Kre­dit­un­ter­neh­men bie­ten aus die­sem Grund spe­zi­el­le Dar­le­hen oder ver­schie­de­ne Pro­gram­me mit ver­güns­tig­ten Kon­di­tio­nen für Betrof­fe­ne und deren Ange­hö­ri­ge an.

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