Beson­ders schwe­rer Fall der Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung

Ent­schei­dung für die Wür­di­gung einer Bei­hil­fe­hand­lung als beson­ders schwe­rer Fall der Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung ist nicht, dass sich die Tat des Haupt­tä­ters, zu der Bei­hil­fe geleis­tet wird, als beson­ders schwe­rer Fall erweist; zu prü­fen ist viel­mehr, ob das Gewicht der Bei­hil­fe­hand­lung selbst die Annah­me eines beson­ders schwe­ren Fal­les recht­fer­tigt 1.

Beson­ders schwe­rer Fall der Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung

Dies gilt nicht nur in Fäl­len unbe­nann­ter beson­ders schwe­rer Fäl­le, son­dern auch dann, wenn im Wege einer Gesamt­wür­di­gung zu klä­ren ist, ob die Indi­zwir­kung eines oder meh­re­rer Regel­bei­spie­le für beson­ders schwe­re Fäl­le wider­legt ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. Janu­ar 2015 – 1 StR 142/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 23.11.2000 – 3 StR 225/​00, wis­tra 2001, 105[]