Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – und die Miss­brauchs­ge­bühr

Die Auf­er­le­gung der Miss­brauchs­ge­bühr beruht auf § 34 Abs. 2 BVerfGG. Danach kann das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine Gebühr bis zu 2.600 € auf­er­le­gen, wenn die Ein­le­gung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de oder der Beschwer­de nach Art. 41 Abs. 2 GG einen Miss­brauch dar­stellt oder wenn ein Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung miss­bräuch­lich gestellt ist.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt – und die Miss­brauchs­ge­bühr

Ein Miss­brauch liegt vor, wenn eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de oder ein Antrag offen­sicht­lich unzu­läs­sig oder unbe­grün­det ist und ihre Ein­le­gung des­halb von jedem Ein­sich­ti­gen als völ­lig aus­sichts­los ange­se­hen wer­den muss 1.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt muss es nicht hin­neh­men, an der Erfül­lung sei­ner Auf­ga­ben durch für jeder­mann erkenn­bar unzu­läs­si­ge Anträ­ge auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung gehin­dert zu wer­den, wodurch ande­ren Bür­gern der ihnen zukom­men­de Grund­rechts­schutz nur ver­zö­gert gewährt wer­den kann 2.

Die Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts über den den Aus­spruch über die Miss­brauchs­ge­bühr ist unan­fecht­bar 3.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 18. Sep­tem­ber 2018 – 1 BvQ 70/​18

  1. vgl. BVerfGK 6, 219; 10, 94, 97; 14, 468, 470; stRspr[]
  2. vgl. BVerfGK 6, 219; 10, 94, 97 m.w.N.; stRspr[]
  3. vgl. BVerfGE 133, 163, 167 Rn. 10; BVerfG, Beschluss vom 27.10.2017 – 1 BvR 160/​15 2[]