Das Miet­wa­gen­un­ter­neh­men und die Unfall­ab­wick­lung

Die Siche­rungs­ab­tre­tung der Scha­dens­er­satz­an­sprü­che aus einem Ver­kehrs­un­fall gegen den Schä­di­ger und des­sen Haft­pflicht­ver­si­che­rung durch den Geschä­dig­ten an einen Miet­wa­gen­un­ter­neh­mer im Umfang der für die Anmie­tung eines Ersatz­fahr­zeu­ges anfal­len­den Kos­ten ist jeden­falls seit dem Inkraft­tre­ten des Rechts­dienst­leis­tungs­ge­set­zes wirk­sam.

Das Miet­wa­gen­un­ter­neh­men und die Unfall­ab­wick­lung

Die Gel­tend­ma­chung der Scha­dens­er­satz­for­de­rung in eige­nem Namen auf­grund der Siche­rungs­ab­tre­tung stellt zwar eine grund­sätz­lich gem. § 2 Abs. 1 RDG erlaub­nis­pflich­ti­ge Besor­gung frem­der Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten dar, die­se ist aber gem. § 5 Abs. 1 RDG als Neben­leis­tung erlaub­nis­frei 1.

Der auf Scha­dens­er­satz in Anspruch genom­me­ne Unfall­ver­ur­sa­cher und des­sen Haft­pflicht­ver­si­che­rer haben dar­zu­le­gen und gege­be­nen­falls zu bewei­sen, dass dem Geschä­dig­ten in der kon­kre­ten Anmiet­si­tua­ti­on ein güns­ti­ge­rer Tarif als der Nor­mal­ta­rif nach Euro­tex-Schwa­cke ohne wei­te­res zugäng­lich war 2.

Amts­ge­richt Waib­lin­gen, Urteil vom 5. Novem­ber 2010 – 8 C 1039/​10

  1. ent­ge­gen AG Stutt­gart, Urteil vom 29.07.2010 – 44 C 198/​10; Abgren­zung zu BGH, Urteil vom 15.11.2005, VI ZR 268/​04 zu Art. 1 § 5 RBerG[]
  2. Anschluss an BGH, Urteil vom 02.02.2010 – VI ZR 139/​08[]