Den rich­ti­gen Rechts­an­walt fin­den – so ein­fach geht's

Es gibt die unter­schied­lichs­ten Situa­tio­nen, in denen jemand recht­li­chen Bei­stand benö­tigt. Egal ob es sich dabei um eine Erb­schafts­an­ge­le­gen­heit han­delt, der Mie­ter Pro­ble­me macht oder der Betrof­fe­ne in einen Auto­un­fall mit Scha­den­er­satz­for­de­run­gen ver­wi­ckelt ist. Meist sind dann die Ner­ven ohne­hin schon ange­spannt und vie­le stel­len sich die Fra­ge, wie sie einen pas­sen­den Anwalt fin­den. Dazu gibt es meh­re­re Wege der Suche, wobei die jewei­li­gen Ansprü­che der Rechts­ver­tre­tung zu beach­ten sind.

Den rich­ti­gen Rechts­an­walt fin­den – so ein­fach geht's

Im Umfeld umhö­ren

Die ein­fachs­te Form, einen guten Anwalt zu fin­den, ist, sich ein­fach im Ver­wand­ten- und Freun­des­kreis umzu­hö­ren. Viel­leicht hat ja vor kur­zem ein Bekann­ter recht­li­chen Bei­stand durch einen Fach­an­walt in Han­no­ver erhal­ten, mit dem er zufrie­den war. Zu beach­ten ist in die­sem Zusam­men­hang ledig­lich, dass das Fach­ge­biet des Emp­foh­le­nen pas­sen muss. Wenn der Bekann­te einen Anwalt, der vor allem Erb­rechts­fäl­le bear­bei­tet, emp­fiehlt, ist die­ser viel­leicht für Mie­ter­pro­ble­me nicht der Pas­sen­de.

Auf pro­fes­sio­nel­len Such­dienst set­zen

Wer in sei­nem Umfeld kei­nen pas­sen­den Anwalt fin­det, der kann ein­fach auf den tele­fo­ni­schen Such­dienst der Rechts­an­walts­kam­mer zurück­grei­fen. Die­se ist in allen grö­ße­ren Städ­ten und Bezir­ken mit einer Nie­der­las­sung ver­tre­ten und weiß genau über die jewei­li­gen Fach­ge­bie­te und pas­sen­den Anwäl­te Bescheid. Auch der Deut­sche Anwalt­ver­ein kennt Anwäl­te und recht­li­che Ver­tre­tun­gen im Umfeld des Suchen­den. Rat­sam ist dabei, kurz das recht­li­che Pro­blem am Tele­fon zu schil­dern, damit dar­auf spe­zia­li­sier­te Anwäl­te genannt wer­den. Such­diens­te, die für die Aus­kunft Geld ver­lan­gen, sind hin­ge­gen unbe­dingt zu ver­mei­den.

Emp­foh­le­ne Anwäl­te genau in Augen­schein neh­men

Wur­den Emp­feh­lun­gen über even­tu­ell pas­sen­de Anwäl­te genannt, gilt es, die­se genau­er in Augen­schein zu neh­men. Immer­hin muss die Qua­li­tät auch für den eige­nen indi­vi­du­el­len Fall pas­sen. Für eine gute Qua­li­fi­ka­ti­on spricht, wenn der Anwalt einen Fach­an­walts­ti­tel trägt. Jeder Anwalt darf drei davon auf sei­ner Visi­ten­kar­ten oder bei sei­nen Refe­ren­zen anfüh­ren. Auch ein Blick ins Inter­net kann sich loh­nen. Viel­leicht hat der recht­li­che Bei­stand eine Home­page, auf der nach­zu­le­sen ist, wel­ches Gebiet zu sei­nen Spe­zi­fi­ka­tio­nen passt. Zudem fin­den sich gege­be­nen­falls dann Fach­auf­sät­ze, die ver­öf­fent­lich wur­den oder Bei­trä­ge, die geschrie­ben wur­den. Das belegt das gefor­der­te Spe­zi­al­wis­sen.

Auf Fach­an­walt­schaf­ten ach­ten

Vie­le Rechts­an­wäl­te spe­zia­li­sie­ren sich auf einen bestimm­ten Bereich. Dies­be­züg­lich muss zwi­schen einem Anwalt mit einem indi­vi­du­el­len Schwer­punkt in sei­ner Rechts­ver­tre­tung und einem Fach­an­walt unter­schie­den wer­den. Gemäß Berufs­ord­nung für Rechts­an­wäl­te darf nur Wer­bung über sich selbst gemacht wer­den, indem sach­lich über die Tätig­keit infor­miert wird. Dabei dür­fen selbst­ver­ständ­lich soge­nann­te Schwer­punk­te in der Rechts­ver­tre­tung genannt wer­den. Wer als Anwalt einen sol­chen ange­ben möch­te, der muss die indi­vi­du­ell dafür not­wen­di­gen Kennt­nis­se nach­wei­sen. Wer den Titel eines Fach­an­wal­tes füh­ren möch­te, der muss dazu sogar einen ent­spre­chen­den Lehr­gang und beson­de­re Erfah­rung in der Pra­xis dar­le­gen kön­nen. Als Beweis der prak­ti­schen Erfah­rung gilt es inner­halb der ver­gan­ge­nen drei Jah­re eine unter­schied­lich hohe Anzahl von Fäl­len selbst bear­bei­tet und sogar vor Gericht ver­han­delt haben. Die Anzahl vari­iert je nach The­men­ge­biet.

Direkt vor Ort auf die Optik ach­ten

Wer für sich den ver­meint­lich pas­sen­den Anwalt gefun­den und einen ers­ten Gesprächs­ter­min ver­ein­bart hat, der soll­te sich bei sei­nem ers­ten Besuch in der Kanz­lei genau umse­hen. Ent­schei­dend ist, ob das Büro einen geord­ne­ten Ein­druck macht und gut orga­ni­siert ist. Am bes­ten ist, direkt nach­zu­fra­gen, ob der Anwalt prak­ti­sche Erfah­rung mit dem gewünsch­ten Rechts­ge­biet hat. Zudem soll­te er vor Ver­ga­be des Man­dats erläu­tern, mit wel­chen Kos­ten zu rech­nen ist. Dazu muss er im Vor­feld eini­ge Fra­gen stel­len und ein Gespräch füh­ren. Ein guter Anwalt tut das auch – und zwar kos­ten­los.