Der Mak­ler und die Grund­buch­ein­sich­ten des Notars

Ein Notar ver­letzt sei­ne Berufs­pflich­ten aus § 14 Abs. 1 und 3 BNo­tO, wenn er – ohne selbst mit Beur­kun­dun­gen befasst gewe­sen zu sein – auf blo­ße Anfor­de­rung durch ver­schie­de­ne Mak­ler im auto­ma­ti­sier­ten unein­ge­schränk­ten Abruf­ver­fah­ren nach § 133 Abs. 2 GBO Grund­buch­aus­zü­ge ein­holt, ohne vor­ab zu prü­fen, ob die Mak­ler von den jewei­li­gen Eigen­tü­mern ent­spre­chend bevoll­mäch­tigt waren.

Der Mak­ler und die Grund­buch­ein­sich­ten des Notars

Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einem Fall von sechs der­ar­ti­gen Grund­buch­ein­sich­ten einen Ver­weis für gerecht­fer­tigt gehal­ten.

Für die vom Notar gel­tend gemach­te Ver­fas­sungs­wid­rig­keit des § 14 Abs. 3 BNo­tO sah der Bun­des­ge­richts­hof kei­ne Anhalts­punk­te. Die grund­sätz­li­che Fra­ge, ob ein Notar – sofern eine Beauf­tra­gung durch den Eigen­tü­mer vor­liegt und er eine sol­che – anders als hier – über­prüft hat, stets auch im unein­ge­schränk­ten auto­ma­ti­sier­ten Abruf­ver­fah­ren tätig wer­den darf 1, war hier nicht ent­schei­dungs­er­heb­lich.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. März 2012 – NotSt(Brfg) 3/​11

  1. vgl. Völz­mann, DNotZ 2011, 164 ff.[]