Der Welt­kin­der­tag in Deutsch­land

Der 20. Sep­tem­ber ist der Welt­kin­der­tag. Die­ser Tag ist in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gewählt wor­den in Erin­ne­rung an die Ver­ab­schie­dung der Reso­lu­ti­on von 1954, mit der die Ver­ein­ten Natio­nen die Ein­rich­tung eines Welt­kin­der­ta­ges beschlos­sen haben. Die Voll­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen emp­fahl am 21. Sep­tem­ber 1954 den Mit­glied­staa­ten einen Kin­der­tag ein­zu­rich­ten, ohne ein Datum oder die Bege­hungs­wei­se zu bestim­men. Nicht nur die Bun­des­re­pu­blik hat sich für den 20. Sep­tem­ber ent­schie­den, son­dern ins­ge­samt ca. 145 Staa­ten haben ihn als „Fei­er­tag der Kin­der“ gewählt. Wobei die Ver­ein­ten Natio­nen nach der Ver­ab­schie­dung der völ­ker­recht­lich bin­den­den Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on (amt­lich: Über­ein­kom­men über die Rech­te des Kin­des) im Jahr 1989 die­sen Tag, den 20. Novem­ber, als „Inter­na­tio­na­len Tag der Kin­der­rech­te“ bege­hen. Aber es ist ja nicht falsch, an meh­re­ren Tagen im Jahr an die Bedürf­nis­se und Rech­te der Kin­der zu erin­nern, und die dazu not­wen­di­gen Auf­ga­ben, Pro­ble­me und Lösungs­an­sät­ze wie­der in den Vor­der­grund zu stel­len.

Der Welt­kin­der­tag in Deutsch­land

Trotz Coro­na haben sich vie­le Län­der und Städ­te zu diver­sen Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen ent­schlos­sen – eben nur anders. So hat die UNICEF in der Bun­des­re­pu­blik zu einer Mal­ak­ti­on auf­ge­ru­fen. Unter dem Mot­to „Kin­der erobern die Stra­ßen #wie­stark­wä­re­das­denn“ macht die Orga­ni­sa­ti­on auch in Zei­ten von Coro­na deut­lich, dass die Stim­men der Kin­der zäh­len. Als Leit­tra­gen­de und ohne gro­ße Stim­me wäh­rend der Pan­de­mie sol­len ihre Wün­sche und Bedürf­nis­se weder über­hört, noch ver­ges­sen – geschwei­ge denn ver­schwie­gen wer­den. Als Mit­mach-Akti­on ruft die UNICEF Kin­der dazu auf, die Stra­ßen zu bema­len, um in ihrer direk­ten Umge­bung auf die­se Art und Wei­se den Mit­men­schen ihre Rech­te, Wün­sche, Bedürf­nis­se und Befürch­tun­gen auf die Stra­ße zu brin­gen. Damit soll das The­ma bunt und laut von den Betrof­fe­nen selbst in das Bewusst­sein der Öffent­lich­keit gebracht wer­den.

Das Mot­to des dies­jäh­ri­gen Welt­kin­der­ta­ges lau­tet „Kin­der­rech­te schaf­fen Zukunft“. Ein­zel­ne Aktio­nen und Fes­te sind von diver­sen Gemein­den und Städ­ten geplant wor­den, doch als gesetz­li­cher Fei­er­tag ist die­ser 20. Sep­tem­ber nur in einem Bun­des­land: Im Frei­staat Thü­rin­gen. 2019 ist die­ser Tag zum ers­ten Mal als gesetz­li­cher Fei­er­tag began­gen wor­den. Nach­dem der Thü­rin­ger Land­tag in Erfurt am 29. Febru­ar 2019 mit rot-rot-grü­ner Mehr­heit den gesetz­li­chen Fei­er­tag beschlos­sen hat­te, konn­te er noch im glei­chen Jahr das ers­te Mal gefei­ert wer­den.

Der Weltkindertag in Deutschland