Die Attrak­ti­vi­tät der frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit

Jedes Jahr ent­schei­den sich mehr Bür­ger dafür, ihr Geld als Frei­be­ruf­ler zu ver­die­nen. Das wird auch durch die aktu­el­le Sta­tis­tik des Bun­des­ver­ban­des der frei­en Beru­fe bestä­tigt. Offen­bar wer­den bei der Berufs­wahl vie­le von einer frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit ange­zo­gen. So ist die Zahl der Frei­be­ruf­ler auf ca. 1.192.000 zum Jah­res­be­ginn gestie­gen. Der Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des der Frei­en Beru­fe geht sogar soweit, damit den Sta­tus der Selb­stän­di­gen in den Frei­en Beru­fen als Zukunfts- und Wachs­tums­mar­ke zu unter­strei­chen. Wie wich­tig die Frei­en Beru­fe für die Wirt­schaft sind, lässt sich auch dar­an erse­hen, dass es inner­halb des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie eines eige­nes wirt­schafts­po­li­ti­sches Refe­rat Freie Beru­fe gibt, zu dem man bei Fra­gen durch­aus Kon­takt auf­neh­men kann 1

Die Attrak­ti­vi­tät der frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit

Es stellt sich die Fra­ge, was man eigent­lich unter einem Frei­be­ruf­ler ver­steht: Eine genaue Defi­ni­ti­on ist aller­dings nicht so ganz ein­fach. Grund­sätz­lich setzt man den Frei­be­ruf­ler in Gegen­satz zum Gewer­be­trei­ben­den. Eine Ein­ord­nung im steu­er­li­chen Sin­ne gibt § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG vor: Hier­nach gehö­ren zu den frei­be­ruf­li­chen Tätig­kei­ten die

"…selb­stän­dig aus­ge­üb­te wis­sen­schaft­li­che, künst­le­ri­sche, schrift­stel­le­ri­sche, unter­rich­ten­de oder erzie­he­ri­sche Tätig­keit, die selb­stän­di­ge Berufs­tä­tig­keit der Ärz­te, Zahn­ärz­te, Tier­ärz­te, Rechts­an­wäl­te, Nota­re, Patent­an­wäl­te, Ver­mes­sungs­in­ge­nieu­re, Inge­nieu­re, Archi­tek­ten, Han­del­s­che­mi­ker, Wirt­schafts­prü­fer, Steu­er­be­ra­ter, bera­ten­den Volks- und Betriebs­wir­te, ver­ei­dig­ten Buch­prü­fer, Steu­er­be­voll­mäch­tig­ten, Heil­prak­ti­ker, Den­tis­ten, Kran­ken­gym­nas­ten, Jour­na­lis­ten, Bild­be­richt­erstat­ter, Dol­met­scher, Über­set­zer, Lot­sen."

Neben die­sen soge­nann­ten Kata­log­be­ru­fen zäh­len aber auch die den Kata­log­be­ru­fen ähn­li­che Beru­fe zu den frei­be­ruf­li­chen Tätig­kei­ten. D.h. der ähn­li­che Beruf ent­hält fast alle wesent­li­chen Merk­ma­le eines bestimm­ten Kata­log­be­rufs.

Eine genaue­re Defi­ni­ti­on der Frei­be­ruf­ler fin­det sich seit Juli 198 in § 1 Abs. 2 PartGG. Danach beinhal­ten Freie Beru­fe

"… im all­ge­mei­nen auf der Grund­la­ge beson­de­rer beruf­li­cher Qua­li­fi­ka­ti­on oder schöp­fe­ri­scher Bega­bung die per­sön­li­che, eigen­ver­ant­wort­li­che und fach­lich unab­hän­gi­ge Erbrin­gung von Dienst­leis­tun­gen höhe­rer Art im Inter­es­se der Auf­trag­ge­ber und der All­ge­mein­heit…"

Detail­lier­te Infor­ma­tio­nen zu frei­be­ruf­li­chen Tätig­kei­ten bis hin zu offe­nen Stel­len­an­ge­bo­ten für Frei­be­ruf­ler fin­det man bei pro­jekt­werk, der Pro­jekt­bör­se. Mit Hil­fe der pro­jekt­werk Matching-Tech­no­lo­gie wer­den die Pro­fi­le und Pro­jek­te gegen­ein­an­der abge­gli­chen, so dass ihnen nur pas­sen­de Tref­fer ange­zeigt wer­den. So fin­den Unter­neh­men schnell qua­li­fi­zier­te Fach- und Füh­rungs­kräf­te, um Ihre Pro­jek­te pass­ge­nau zu beset­zen, wie z.B. den frei­be­ruf­li­chen Archi­tek­ten, den ein Bau­un­ter­neh­men für sein nächs­tes Bau­vor­ha­ben sucht.

  1. Refe­rat Freie Beru­fe – Gewer­be­recht, E‑Mail: Freie.Berufe@bmwi.bund.de[]