Die Frei­stel­lungs­wahl des Betriebs­rats – und ihre Anfechtung

Die Wahl der frei­zu­stel­len­den Betriebs­rats­mit­glie­der kann in ent­spre­chen­der Anwen­dung von § 19 BetrVG durch ein ein­zel­nes oder meh­re­re Betriebs­rats­mit­glie­der ange­foch­ten wer­den, wenn bei der Wahl gegen wesent­li­che Vor­schrif­ten über das Wahl­recht, die Wähl­bar­keit oder das Wahl­ver­fah­ren ver­sto­ßen wor­den und eine Berich­ti­gung nicht erfolgt ist, es sei denn, dass durch den Ver­stoß das Wahl­er­geb­nis nicht geän­dert oder beein­flusst wer­den konn­te1

Die Frei­stel­lungs­wahl des Betriebs­rats – und ihre Anfechtung

Für die Betriebs­rats­wahl bestimmt § 19 Abs. 2 Satz 2 BetrVG, dass die Anfech­tung nur bin­nen einer Frist von zwei Wochen nach Bekannt­ga­be des Wahl­er­geb­nis­ses zuläs­sig ist.

Die­se Vor­schrift ist auf betriebs­rats­in­ter­ne Wah­len ent­spre­chend anzu­wen­den. Da bei betriebs­rats­in­ter­nen Wah­len eine förm­li­che Bekannt­ga­be des Wahl­er­geb­nis­ses, wie sie für die Betriebs­rats­wahl in § 18 WO vor­ge­se­hen ist, im All­ge­mei­nen nicht statt­fin­det, beginnt die Anfech­tungs­frist grund­sätz­lich mit dem Abschluss der Wahl, dh. mit der Fest­stel­lung des Wahl­er­geb­nis­ses durch den Betriebs­rat2.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 24. März 2021 – 7 ABR 6/​20

  1. BAG 21.02.2018 – 7 ABR 54/​16, Rn. 11; 20.04.2005 – 7 ABR 47/​04, zu B I 1 der Grün­de, BAGE 114, 236[]
  2. BAG 21.02.2018 – 7 ABR 54/​16, Rn. 11; 20.04.2005 – 7 ABR 44/​04, zu B III 2 a der Grün­de, BAGE 114, 228[]

Bild­nach­weis: