Die persönliche Haftung des Treugebers

Zur persönlichen Haftung eines Treugebers, der nicht selbst Gesellschafter einer Personengesellschaft wird, sondern für den ein Gesellschafter den Geschäftsanteil treuhänderisch hält, hat der Bundesgerichtshof im Anschluss an sein erstes Urteil vom November 20081 jetzt nochmals Stellung genommen.

Die persönliche Haftung des Treugebers

Nach inzwischen gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts rechtsfähig mit der Folge, dass sich die persönliche Haftung ihrer Gesellschafter für die Gesellschaftsverbindlichkeiten analog aus den für die OHG und KG geltenden Vorschriften der §§ 128 ff. HGB ergibt2. Dies gilt jedoch nicht für Treugeber-Gesellschafter, für Treugeber also, die nicht selbst Vollgesellschafter der Personengesellschaft werden, sondern für die ein Gesellschafter den Geschäftsanteil treuhänderisch hält. Treugeber-Gesellschafter trifft – anders als unmittelbare Gesellschafter – keine persönliche Außenhaftung für Gesellschaftsschulden analog §§ 128, 130 HGB3.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 21. April 2009 – XI ZR 148/08

  1. BGH, Urteil vom 11. November 2008 – XI ZR 468/07, zur Veröffentlichung in BGHZ 178, 271 vorgesehen[]
  2. BGHZ 146, 341, 358; zuvor schon BGHZ 142, 315, 321; siehe auch BGH, Urteil vom 26. Juni 2007 – XI ZR 287/05, WM 2007, 1648, Tz. 23[]
  3. BGH, Urteil vom 11. November 2008 – XI ZR 468/07, WM 2008, 2359, Tz. 18 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ 178, 271 vorgesehen[]

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