Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei nicht zu Wohn­zwe­cken ver­mie­te­tem Gebäu­de

Die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht ist bei § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG nicht grund­stücks­be­zo­gen, son­dern für jede ein­zel­ne ver­mie­te­te Immo­bi­lie geson­dert zu prü­fen, wenn sich die Ver­mie­tungs­tä­tig­keit nicht auf das gesam­te Grund­stück bezieht, son­dern auf dar­auf befind­li­che Gebäu­de oder Gebäu­de­tei­le.

Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei nicht zu Wohn­zwe­cken ver­mie­te­tem Gebäu­de

Ist die Ver­mie­tung eines Gebäu­des oder Gebäu­de­teils auf Dau­er ange­legt, so ist auch dann grund­sätz­lich und typi­sie­rend davon aus­zu­ge­hen, dass der Steu­er­pflich­ti­ge beab­sich­tigt, letzt­lich einen Ein­nah­me­über­schuss zu erwirt­schaf­ten, wenn der Mie­ter oder Päch­ter das Objekt nicht zu Wohn­zwe­cken nutzt.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 1. April 2009 – IX R 39/​08