Elek­tro-Müll

Seit die­sem Wochen­en­de dür­fen aus­ran­gier­te elek­tri­sche und elek­tro­ni­sche Gerä­te nicht mehr über die Müll­ton­ne ent­sorgt wer­den, statt­des­sen sind ab jetzt die Kom­mu­nen zur kos­ten­lo­sen Annah­me der Gerä­te ver­pflich­tet. Zwölf Mona­te nach Ver­kün­dung des Elek­tro- und Elek­tro­nik­ge­rä­te­ge­set­zes (Elek­troG) beginnt damit die letz­te Stu­fe sei­ner prak­ti­schen Umset­zung.

Elek­tro-Müll

Bei der Kon­trol­le, dass alle Her­stel­ler und Impor­teu­re ihren Ver­pflich­tun­gen nach­kom­men, gehen Staat und Wirt­schaft gemein­sam neue Wege. So wacht das pri­vat­wirt­schaft­lich orga­ni­sier­te, jedoch mit behörd­li­chen Befug­nis­sen aus­ge­stat­te­te neu­tra­le Regis­ter EAR unter Auf­sicht des Umwelt­bun­des­am­tes dar­über, dass alle Her­stel­ler und Impor­teu­re sich regis­trie­ren las­sen und die Alt­ge­rä­te bei den Kom­mu­nen ord­nungs­ge­mäß abho­len.

Auf­grund der euro­pa­weit rapi­de stei­gen­den Zahl der Elek­tro­ge­rä­te und des eben­so schnell wach­sen­den Bergs der aus­ran­gier­ten Elek­tro- und Elek­tro­nik­ge­rä­te hat­te die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on im Juni 2000 zwei Richt­li­ni­en erar­bei­tet, die seit Früh­jahr 2003 in Kraft sind. In Deutsch­land umge­setzt wur­den sie durch das Elek­troG, das in meh­ren Stu­fen in Kraft trat. Durch die­ses Gesetz wird die Pro­dukt­ver­ant­wor­tung der Her­stel­ler gestärkt und eine umwelt­ver­träg­li­che Wie­der­ver­wen­dung und Ent­sor­gung der Elek­tro­ge­rä­te sicher­ge­stellt. Ziel ist die Ver­mei­dung von Abfäl­len aus Elek­tro- und Elek­tro­nik­ge­rä­ten sowie die Redu­zie­rung der Abfall­men­ge durch Wie­der­ver­wen­dung.