Ener­gie­aus­weis für Gebäu­de

Inzwi­schen liegt ein gemein­sa­mer Ent­wurf des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums und des Bun­des­bau­mi­nis­te­ri­ums zur Novel­lie­rung der Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung vor, mit dem eine euro­päi­sche Richt­li­nie in deut­sches Recht umge­setzt wer­den soll. Die wich­tigs­te Neue­rung ist die Ein­füh­rung von Ener­gie­aus­wei­sen. Die­se müs­sen bei Ver­kauf oder Ver­mie­tung eines Gebäu­des oder einer Woh­nung aus­ge­stellt und Inter­es­sen­ten zugäng­lich gemacht wer­den.

Ener­gie­aus­weis für Gebäu­de

Eigen­tü­mer und Ver­mie­ter haben nach dem Ent­wurf ein Opti­ons­recht. Sie dür­fen zwi­schen dem inge­nieur­tech­nisch berech­ne­ten Ener­gie­aus­weis auf der Grund­la­ge des Ener­gie­be­darfs und dem Ener­gie­aus­weis auf der Grund­la­ge des tat­säch­li­chen Ener­gie­ver­brauchs wäh­len. Damit wird ein Rah­men für einen kos­ten­güns­ti­gen und aus­sa­ge­kräf­ti­gen Ener­gie­aus­weis geschaf­fen, der auf dem Immo­bi­len­markt für mehr Trans­pa­renz sor­gen soll.

Wie in der euro­päi­schen Richt­li­nie vor­ge­se­hen, müs­sen bei der Aus­stel­lung der Ener­gie­aus­wei­se – bei bei­den Vari­an­ten – auch Emp­feh­lun­gen für die Moder­ni­sie­rung von Gebäu­den gege­ben wer­den, sofern sol­che Maß­nah­men kos­ten­güns­tig durch­ge­führt wer­den kön­nen. Im Rah­men des CO2-Gebäu­de­sa­nie­rungs­pro­gramms der Bun­des­re­gie­rung sol­len die Bedarfs­aus­wei­se bei umfas­sen­den Sanie­rungs­maß­nah­men als unbü­ro­kra­ti­scher Nach­weis genutzt wer­den. Für die Zeit nach dem Inkraft­tre­ten der Ver­ord­nung sind Über­gangs­re­ge­lun­gen zum schritt­wei­sen Wirk­sam­wer­den der Rege­lun­gen ein­ge­plant.

Der Refe­ren­ten­ent­wurf muss noch von der Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen wer­den. Der Bun­des­rat muss der Ver­ord­nung danach eben­falls noch zustim­men.