Eng­li­sches Namens­recht – und deut­scher Fan­ta­sie-Adel

Eine deutsch­spra­chi­gen Adels­be­zeich­nung kann nicht im Wege einer unter eng­li­schem Recht ("deed poll") erfolg­ten pri­vat­au­to­no­men Namens­än­de­rung ange­nom­men wer­den 1.

Eng­li­sches Namens­recht – und deut­scher Fan­ta­sie-Adel

Unter­liegt der Name einer Per­son deut­schem Recht, so kann sie gemäß Art. 48 Satz 1 Halbs. 1 EGBGB durch Erklä­rung gegen­über dem Stan­des­amt den wäh­rend eines gewöhn­li­chen Auf­ent­halts in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on erwor­be­nen und dort in ein Per­so­nen­stands­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Namen wäh­len. Die­ses Namens­wahl­recht steht auch dem­je­ni­gen Namens­trä­ger zu, des­sen Namens­er­werb im EUAus­land auf­grund einer iso­lier­ten (d.h. nicht mit einem fami­li­en­recht­li­chen Sta­tuser­eig­nis wie Geburt, Adop­ti­on oder Ehe­schlie­ßung zusam­men­hän­gen­den) Namens­än­de­rung erfolgt ist, und zwar selbst dann, wenn die Namens­än­de­rung wie beim "deed poll" im Ver­ei­nig­ten König­reich ein­sei­tig auf einer pri­va­ten Wil­lens­er­klä­rung beruht 2.

Im hier ent­schie­de­nen Streit­fall ist das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he 3) zu Recht davon aus­ge­gan­gen, dass die tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für eine Namens­wahl nach die­ser Vor­schrift vor­be­halt­lich der gemäß Art. 48 Satz 1 Halbs. 2 EGBGB vor­zu­neh­men­den Prü­fung des ord­re public bei dem Antrag­stel­ler vor­lie­gen.

Die begehr­te Fol­ge­ein­tra­gung in das Gebur­ten­re­gis­ter kommt gleich­wohl nicht in Betracht. Die Wahl des Namens "Peter Mark Ema­nu­el Graf von Wolf­fers­dorff Frei­herr von Bogen­dorff" ist jeden­falls wegen der dar­in ent­hal­te­nen deutsch­spra­chi­gen Adels­be­zeich­nun­gen mit wesent­li­chen Grund­sät­zen des deut­schen Rechts offen­sicht­lich unver­ein­bar (Art. 48 Satz 1 Halbs. 2 EGBGB), und auch eine uni­ons­recht­li­che Ver­pflich­tung zur Aner­ken­nung die­ses Namens besteht nicht.

Eine von fami­li­en­recht­li­chen Sta­tus­vor­gän­gen voll­stän­dig los­ge­lös­te Annah­me einer frei gewähl­ten deutsch­spra­chi­gen Adels­be­zeich­nung ver­stößt gegen den Rechts­ge­dan­ken des gemäß Art. 123 GG als ein­fa­ches Bun­des­recht fort­gel­ten­den 4 Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV 5.

Der noch heu­te gel­ten­de Rechts­zu­stand bezüg­lich der namens­recht­li­chen Behand­lung von Adels­be­zeich­nun­gen beruht auf Art. 109 Abs. 3 WRV, der den fol­gen­den Wort­laut hat: "Öffent­lich­recht­li­che Vor­rech­te oder Nach­tei­le der Geburt oder des Stan­des sind auf­zu­he­ben. Adels­be­zeich­nun­gen gel­ten nur als Teil des Namens und dür­fen nicht mehr ver­lie­hen wer­den."

Wäh­rend Art. 109 Abs. 3 Satz 1 WRV einen blo­ßen Pro­gramm­satz ent­hielt, der an die Gesetz­ge­bung des Reichs und der Län­der gerich­tet war, schaff­te Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV bezüg­lich der namens­recht­li­chen Behand­lung von Adels­be­zeich­nun­gen unmit­tel­bar gel­ten­des Recht. Dem ers­ten Halb­satz des Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV konn­te ent­nom­men wer­den, dass vor­mals ade­li­ge Namen nicht mehr nach den Haus­ge­set­zen der ehe­ma­li­gen Adels­ge­schlech­ter oder einem all­ge­mei­nen Adels­recht über­tra­gen wer­den, son­dern dem namens­recht­li­chen Régime des all­ge­mei­nen bür­ger­li­chen Rechts unter­wor­fen sind 6. Durch das im zwei­ten Halb­satz von Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV aus­ge­spro­che­ne Ver­bot der Neu­ver­lei­hung von Adels­be­zeich­nun­gen wur­de unmit­tel­bar eine Rege­lungs­auf­ga­be aus dem auf die Auf­he­bung von Stan­des­vor­rech­ten gerich­te­ten Pro­gramm des Art. 109 Abs. 3 Satz 1 WRV umge­setzt 7.

Ent­ste­hungs­ge­schicht­lich stellt Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV dabei einen Kom­pro­miss zwi­schen adels­feind­li­chen und kon­ser­va­ti­ven Strö­mun­gen im Ver­fas­sungs­ge­bungs­ver­fah­ren dar. Ein Antrag, die Füh­rung von Adels­be­zeich­nun­gen im Namen wie nach dem Ers­ten Welt­krieg bei­spiels­wei­se in Öster­reich oder in der Tsche­cho­slo­wa­kei gesche­hen gene­rell zu ver­bie­ten, fand weder im Ver­fas­sungs­aus­schuss noch in der ver­fas­sung­ge­ben­den Natio­nal­ver­samm­lung eine Mehr­heit, weil hier­in ein Ein­griff in wohl­erwor­be­ne Namens­rech­te der Trä­ger ehe­ma­li­ger Adels­prä­di­ka­te gese­hen wur­de 8. Die end­gül­ti­ge Fas­sung des Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV brach­te die unter­schied­li­chen Inter­es­sen in der Wei­se zum Aus­gleich, dass die Neu­ver­lei­hung von Adels­be­zeich­nun­gen ver­bo­ten wur­de, jedoch dem­je­ni­gen Per­so­nen­kreis, der im Zeit­punkt des Inkraft­tre­tens der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung am 14.08.1919 berech­tig­ter­wei­se eines der frü­he­ren Adels­prä­di­ka­te erwor­ben hat­te, die Wei­ter­füh­rung der zu einer blo­ßen Sil­be des bür­ger­li­chen Fami­li­en­na­mens her­ab­ge­stuf­ten Adels­be­zeich­nung gestat­tet wur­de.

Bereits kurz nach dem Inkraft­tre­ten der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung ent­wi­ckel­te sich in Schrift­tum, Recht­spre­chung und Ver­wal­tungs­pra­xis eine Kon­tro­ver­se über die Reich­wei­te des in Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV sta­tu­ier­ten Ver­bots der Neu­ver­lei­hung von Adels­be­zeich­nun­gen. Die­se ent­zün­de­te sich ins­be­son­de­re an der Streit­fra­ge, ob die Ände­rung eines Namens ohne Adels­be­zeich­nun­gen in einen Namen mit Adels­be­zeich­nun­gen nach den sei­ner­zeit lan­des­recht­lich gere­gel­ten Vor­schrif­ten über die öffent­lich­recht­li­che Namens­än­de­rung recht­lich über­haupt noch zuläs­sig war. Teil­wei­se wur­de die Annah­me von Namen mit Adels­be­zeich­nun­gen im Wege der öffent­lich­recht­li­chen Namens­än­de­rung als Durch­bre­chung des reichs­recht­li­chen Ver­bots der Neu­ver­lei­hung von Adels­be­zeich­nun­gen nach Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV ange­se­hen und des­halb für unzu­läs­sig erach­tet 9. Die Gegen­an­sicht begrün­de­te ihre abwei­chen­de Auf­fas­sung ins­be­son­de­re mit der Gleich­stel­lung von "bür­ger­li­chen" und "ade­li­gen" Namen im öffent­lich­recht­li­chen Namens­recht und damit, dass die Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung den Begriff der "Ver­lei­hung" ohne Sinn­än­de­rung dem frü­he­ren Adels­recht ent­nom­men habe und sich das Ver­bot des Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV daher ledig­lich auf den Neu­erwerb von Adels­be­zeich­nun­gen durch einen vom Wil­len des Belie­he­nen unab­hän­gi­gen lan­des­herr­li­chen Gna­den­akt bezie­he 10. Doch auch Ver­tre­ter der Auf­fas­sung, die eine öffent­lich­recht­li­che Namens­än­de­rung nicht vom unmit­tel­ba­ren Anwen­dungs­be­reich des Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV erfasst sahen, maßen dem ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ver­bot der Neu­ver­lei­hung von Adels­be­zeich­nun­gen auf dem Gebiet der öffent­lich­recht­li­chen Namens­än­de­rung Bedeu­tung bei; es müs­se jeden­falls der Anschein ver­mie­den wer­den, dass die erstreb­te Annah­me des geän­der­ten Namens nach Grün­den und Wir­kung der Ver­lei­hung einer Adels­be­zeich­nung gleich­kom­me 11. Eine voll­stän­dig ein­heit­li­che Ver­wal­tungs­pra­xis in den Län­dern bil­de­te sich bis zum Ende der Wei­ma­rer Repu­blik nicht her­aus. Über­wie­gend waren die zustän­di­gen Behör­den zurück­hal­tend bei der Ver­ga­be von Adels­be­zeich­nun­gen im Rah­men von Namens­än­de­run­gen; in meh­re­ren Län­dern wur­den Ersu­chen auf Namens­än­de­rung sogar prin­zi­pi­ell abge­lehnt, wenn der gewünsch­te Name eine Adels­be­zeich­nung ent­hal­ten soll­te 12.

In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land knüpf­te die Hand­ha­bung des nun­mehr bun­des­ein­heit­lich gere­gel­ten Rechts der öffent­lich­recht­li­chen Namens­än­de­rung in Bezug auf die Gewäh­rung von Namen mit Adels­be­zeich­nun­gen an die eher restrik­ti­ve Pra­xis aus der Zeit der Wei­ma­rer Repu­blik an. Nach der der­zeit gel­ten­den und für die Ver­wal­tungs­be­hör­den bin­den­den All­ge­mei­nen Ver­wal­tungs­vor­schrift zum Gesetz über die Ände­rung von Fami­li­en­na­men und Vor­na­men (Nam­ÄndVwV) vom 11.08.1980 in der Fas­sung vom 18.04.1986 soll ein Fami­li­en­na­me mit einer frü­he­ren Adels­be­zeich­nung nur "aus­nahms­wei­se" gewährt wer­den, was sich "aus dem Norm­zweck des fort­gel­ten­den Arti­kels 109 Abs. 3 der Ver­fas­sung des Deut­schen Reichs vom 11.08.1919" erge­be (Nr. 53 Abs. 4 Satz 1 und 2 Nam­ÄndVwV) 13. Auch nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts zu § 3 Abs. 1 NÄG gebie­tet Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV iVm Art. 123 GG Zurück­hal­tung bei der Ver­ga­be von Namen mit Adels­be­zeich­nun­gen 14. Die Gewäh­rung eines Namens mit Adels­be­zeich­nun­gen im Wege öffent­lich­recht­li­cher Namens­än­de­rung ist nach die­ser Recht­spre­chung in der Regel aus­ge­schlos­sen, wenn es an einer "beson­ders gewich­ti­gen sozia­len Bezie­hung" zu einem Trä­ger des gewünsch­ten Namens fehlt 15.

Das die­ser Ver­wal­tungs­pra­xis und Recht­spre­chung zugrun­de lie­gen­de Ver­ständ­nis vom Rege­lungs­ge­halt des Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV ist nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs zutref­fend. Es mag zwar rich­tig sein, dass der im zwei­ten Halb­satz des Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV ver­wen­de­te Begriff der "Ver­lei­hung" dem bis 1918 für die Gewäh­rung von Adels­ti­teln maß­geb­lich gewe­se­nen Adels­recht ent­nom­men war. Eine inso­weit voll­stän­dig auf das über­kom­me­ne Wort­ver­ständ­nis beschränk­te Aus­le­gung wür­de die Ver­fas­sungs­be­stim­mung indes­sen nahe­zu bedeu­tungs­los machen. Denn die Ver­lei­hung einer Adels­be­zeich­nung durch einen vom Wil­len des Geehr­ten unab­hän­gi­gen und mit öffent­lich­recht­li­chen Vor­tei­len ver­bun­de­nen lan­des­herr­li­chen Gna­den­er­weis war unter der durch die Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung eta­blier­ten repu­bli­ka­ni­schen Staats­form allen­falls noch theo­re­tisch mög­lich. Ange­sichts der grund­le­gend geän­der­ten staats­recht­li­chen Ver­hält­nis­se dürf­te die Gefahr, dass in der demo­kra­ti­schen Repu­blik nach der Besei­ti­gung der Vor­rech­te des frü­he­ren Adels durch "Ver­lei­hung" ein neu­er mit Stan­des­vor­rech­ten aus­ge­stat­te­ter Adel ent­ste­hen könn­te, nicht als so schwer­wie­gend ein­ge­schätzt wor­den sein, als dass allein ihret­we­gen eine beson­de­re Ver­fas­sungs­vor­schrift erfor­der­lich erschei­nen muss­te 16. Daher spricht weit­aus mehr für die Annah­me, dass Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV zumin­dest in sei­ner Ten­denz jedes staat­li­che Han­deln gera­de auf dem Gebiet der öffent­lich­recht­li­chen Namens­än­de­rung miss­bil­ligt, wel­ches zu einer Schaf­fung von neu­en Adels­be­zeich­nun­gen oder zum Wie­der­auf­le­ben erlo­sche­ner Adels­be­zeich­nun­gen führt, auch wenn die­se nur noch Bestand­tei­le des Namens sein kön­nen 17.

Die frei gewähl­te Annah­me einer deutsch­spra­chi­gen Adels­be­zeich­nung im Wege einer unter aus­län­di­schem Recht erfolg­ten iso­lier­ten Namens­än­de­rung ver­stößt im vor­lie­gen­den Fall gegen den mate­ri­el­len ord­re public (Art. 48 Satz 1 Halbs. 2 EGBGB).

Hier­für reicht es aller­dings noch nicht aus, dass der von dem Antrag­stel­ler gewähl­te Name wegen zwin­gend ent­ge­gen­ste­hen­der Vor­schrif­ten unter deut­schem Recht nicht hät­te gebil­det wer­den kön­nen. Viel­mehr kommt es dar­auf an, ob das Ergeb­nis der Anwen­dung des aus­län­di­schen Rechts im kon­kre­ten Ein­zel­fall zu den Grund­ge­dan­ken der deut­schen Rege­lun­gen und den in ihnen ent­hal­te­nen Gerech­tig­keits­vor­stel­lun­gen in so star­kem Wider­spruch steht, dass es nach inlän­di­scher Vor­stel­lung untrag­bar erscheint 18.

Eben­so wie das Beschwer­de­ge­richt kann es der Bun­des­ge­richts­hof unent­schie­den las­sen, ob es bereits gegen den inlän­di­schen ord­re public ver­stößt, wenn ein aus­län­di­sches Recht dem Namens­trä­ger freie Hand lässt, sei­nen Namen durch pri­va­te Wil­lens­er­klä­rung (bzw. im Wege einer gebun­de­nen gericht­li­chen oder behörd­li­chen Ent­schei­dung) jeder­zeit nach Belie­ben zu ändern, weil die für das deut­sche Recht zen­tra­le Ord­nungs­funk­ti­on des Namens des­sen Kon­ti­nui­tät und Sta­bi­li­tät ver­langt 19. Ein Ver­stoß gegen die öffent­li­che Ord­nung ist aber jeden­falls dann zu beja­hen, wenn die iso­lier­te Namens­än­de­rung wie es bei dem Antrag­stel­ler erkenn­bar der Fall ist allein von der Moti­va­ti­on getra­gen wird, durch die Füh­rung eines Namens mit Adels­be­zeich­nun­gen den Ein­druck der Zuge­hö­rig­keit zu einer (ver­meint­lich) her­aus­ge­ho­be­nen sozia­len Grup­pe zu erwe­cken.

Abs. 3 Satz 2 WRV dient wie bereits sei­ne sys­te­ma­ti­sche Stel­lung bei den Gleich­heits­grund­rech­ten der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung ver­deut­licht der Ver­wirk­li­chung der staats­bür­ger­li­chen Gleich­heit (Art. 3 GG), mit­hin einem wesent­li­chen mate­ri­el­len Grund­wert der inlän­di­schen Rechts­ord­nung. Zwar haben die Adels­be­zeich­nun­gen mit der Auf­he­bung der Stan­des­vor­rech­te durch die Län­der des dama­li­gen Deut­schen Reichs ihre ursprüng­li­che Funk­ti­on ver­lo­ren, die Zuge­hö­rig­keit zu einer bestimm­ten öffent­lich­recht­lich pri­vi­le­gier­ten Bevöl­ke­rungs­grup­pe zu kenn­zeich­nen. Wie das Beschwer­de­ge­richt zutref­fend aus­führt, hat die blo­ße Abschaf­fung des Adels als recht­li­cher Insti­tu­ti­on aber auch meh­re­re Genera­tio­nen nach dem Inkraft­tre­ten der Wei­ma­rer Reichs­ver­fas­sung unzwei­fel­haft noch nichts dar­an geän­dert, dass den funk­ti­ons­los gewor­de­nen Adels­be­zeich­nun­gen im Namen in der Vor­stel­lung brei­ter Bevöl­ke­rungs­krei­se wei­ter­hin eine beson­de­re sozia­le und gesell­schaft­li­che Bedeu­tung bei­gemes­sen wird 20. Es ent­spricht dem Gebot staats­bür­ger­li­cher Gleich­heit, wenn der Staat dem Bestre­ben Ein­zel­ner, sich durch eine iso­lier­te Ände­rung des Namens den Anschein einer gegen­über ande­ren Bür­gern her­aus­ge­ho­be­nen sozia­len oder gesell­schaft­li­chen Stel­lung zu geben, sei­ne Mit­wir­kung ver­wei­gert.

Dem­ge­gen­über ist ein­ge­wen­det wor­den, dass es der kon­se­quen­ten Ver­wirk­li­chung des Gleich­heits­grund­sat­zes sogar bes­ser die­ne, wenn der Erwerb einer Adels­be­zeich­nung als Namens­be­stand­teil im Wege der iso­lier­ten Namens­än­de­rung für jeder­mann eröff­net wer­den wür­de, weil die abwei­chen­de Hand­ha­bung die ver­meint­li­che Exklu­si­vi­tät der Adels­be­zeich­nun­gen über­haupt erst absi­che­re 21. Die Adels­be­zeich­nung als Namens­be­stand­teil ver­lö­re im Sin­ne einer fort­schrei­ten­den "Ver­wäs­se­rung" erst dann ihre beson­de­re gesell­schaft­li­che Wer­tig­keit, wenn sie für jeden zugäng­lich wer­de und sich dadurch ihre frü­he­re Bedeu­tung ver­wi­sche 22.

Dem ver­mag sich der Bun­des­ge­richts­hof nicht anzu­schlie­ßen. Das Gesetz hat es als unver­meid­ba­re Fol­ge der Abschaf­fung von Stan­des­vor­rech­ten bei der Namens­füh­rung des frü­he­ren Adels zwar hin­ge­nom­men, dass die zu Sil­ben des Fami­li­en­na­mens her­ab­ge­stuf­ten Adels­be­zeich­nun­gen durch fami­li­en­recht­li­che Sta­tus­vor­gän­ge ver­brei­tet wer­den kön­nen und sich auf die­se Wei­se eine Bevöl­ke­rungs­grup­pe bil­det, deren Namen bis zu einem voll­stän­di­gen gesell­schaft­li­chen Bedeu­tungs­wan­del mit einem ver­meint­lich höhe­ren sozia­len Anse­hen in Ver­bin­dung gebracht wer­den. Der Bun­des­ge­richts­hof ver­kennt auch nicht, dass ein­zel­ne Rechts­ent­wick­lun­gen, nament­lich die auf eine Ent­schei­dung des Reichs­ge­richts aus dem Jahr 1926 23 zurück­ge­hen­de und dem deut­schen Namens­recht an sich frem­de Befug­nis zur Füh­rung von Adels­be­zeich­nun­gen in geschlechts­spe­zi­fi­scher und dekli­nier­ter Form 24, den Ein­druck einer Remi­nis­zenz an frü­he­res Adels­recht ent­ste­hen las­sen und des­halb dem eigent­lich erwünsch­ten gesell­schaft­li­chen Bedeu­tungs­wan­del bezüg­lich der Adels­be­zeich­nun­gen nicht för­der­lich sind. Dar­aus folgt aber nicht, dass der Gleich­heits­grund­satz die unbe­schränk­te Frei­ga­be von Adels­be­zeich­nun­gen bei einer von fami­li­en­recht­li­chen Sta­tus­vor­gän­gen unab­hän­gi­gen Namens­än­de­rung gebie­te. Das Gegen­teil ist der Fall. Denn schon nicht alle Staats­bür­ger haben sofern sie dar­an über­haupt inter­es­siert sind die Mög­lich­keit, über eine iso­lier­te Namens­än­de­rung einen Namen mit Adels­be­zeich­nun­gen zu wäh­len. Eine sol­che Namens­wahl wäre an tat­säch­li­che und recht­li­che Vor­aus­set­zun­gen etwa das Vor­lie­gen eines wich­ti­gen Grun­des bei der öffent­lich­recht­li­chen Namens­än­de­rung nach § 3 Abs. 1 NÄG oder an einen hin­rei­chen­den Aus­lands­be­zug bei der Namens­an­glei­chung nach Art. 48 EGBGB geknüpft, die nur weni­ge Per­so­nen über­haupt erfül­len kön­nen und die einer iso­lier­ten Namens­än­de­rung des­halb einen aus­ge­spro­che­nen Aus­nah­me­cha­rak­ter ver­lei­hen. Wür­de der Staat ent­ge­gen der aus dem zwei­ten Halb­satz des Art. 109 Abs. 3 Satz 2 WRV zu ent­neh­men­den Grund­ent­schei­dung ein­zel­nen Per­so­nen, denen es bei der iso­lier­ten Namens­än­de­rung gera­de um die Teil­ha­be an der ver­meint­li­chen Exklu­si­vi­tät von Adels­be­zeich­nun­gen geht, die von ihnen gewünsch­te Namens­füh­rung ermög­li­chen, wäre schon wegen der Begrenzt­heit die­ses Per­so­nen­krei­ses kein mess­ba­rer Ein­fluss auf den gesell­schaft­li­chen Bedeu­tungs­wan­del in Bezug auf Adels­be­zeich­nun­gen zu erwar­ten 25.

Auch das Uni­ons­recht gebie­tet es nicht, den von dem Antrag­stel­ler unter eng­li­schem Recht gewähl­ten Namen im Wege einer Namens­an­glei­chung anzu­er­ken­nen.

Nach der Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs berührt es die Aus­übung des in Art. 21 AEUV ver­an­ker­ten Frei­zü­gig­keits­rechts, wenn die Behör­den eines Mit­glied­staats es ableh­nen, den von einem sei­ner Staats­an­ge­hö­ri­gen bei einem Auf­ent­halt im Hoheits­ge­biet eines ande­ren Mit­glied­staats erwor­be­nen Namen so anzu­er­ken­nen, wie er dort bestimmt wur­de. Von einer Beschrän­kung des Frei­zü­gig­keits­rechts aus Art. 21 AEUV ist dann aus­zu­ge­hen, wenn dem Betrof­fe­nen als Fol­ge der Nicht­an­er­ken­nung schwer­wie­gen­de Nach­tei­le admi­nis­tra­ti­ver, beruf­li­cher oder pri­va­ter Art dro­hen; dies ist ins­be­son­de­re dann der Fall, wenn die unter­schied­li­che Namens­füh­rung Zwei­fel an der Iden­ti­tät der Per­son, an der Echt­heit der Doku­men­te oder an der Wahr­heits­ge­mäß­heit der dar­in ent­hal­te­nen Anga­ben wecken kann 26.

Es kann dahin­ste­hen, ob und gege­be­nen­falls unter wel­chen wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen eine Namens­än­de­rung nach eng­li­schem Recht mit dem Ziel, eine frei gewähl­te Adels­be­zeich­nung auch nach deut­schem Recht füh­ren zu dür­fen, einen Miss­brauch des uni­ons­recht­li­chen Frei­zü­gig­keits­rechts dar­stellt 27. Denn das Beschwer­de­ge­richt ist mit Recht und mit über­zeu­gen­der Begrün­dung davon aus­ge­gan­gen, dass die Beschrän­kung des Frei­zü­gig­keits­rechts nach Art. 21 AEUV durch die Ver­sa­gung der Namens­an­glei­chung uni­ons­recht­lich jeden­falls unter Beru­fung auf den natio­na­len ord­re public gerecht­fer­tigt ist.

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs lässt sich eine Beschrän­kung der Frei­zü­gig­keit von Per­so­nen inner­halb der Euro­päi­schen Uni­on nur recht­fer­ti­gen, wenn sie auf objek­ti­ven Erwä­gun­gen beruht und in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zu dem mit dem natio­na­len Recht berech­tig­ter­wei­se ver­folg­ten Zweck steht 28. In die­sem Zusam­men­hang hat der Euro­päi­sche Gerichts­hof den Beur­tei­lungs­spiel­raum der Mit­glied­staa­ten bei der Prü­fung ihres namens­recht­li­chen ord­re public aus­drück­lich betont 29. Das ent­spricht der Zustän­dig­keits­ver­tei­lung zwi­schen den Mit­glied­staa­ten und der Uni­on, die auf dem Gebiet des Namens­rechts kei­ne mate­ri­el­le Kom­pe­tenz besitzt. Den Mit­glied­staa­ten muss bei der Prü­fung, wel­che Grund­sät­ze des Namens­rechts unver­zicht­ba­rer Bestand­teil ihrer öffent­li­chen Ord­nung sind, ein der inhalt­li­chen Kon­trol­le ent­zo­ge­ner Kern­be­reich ver­blei­ben, inner­halb des­sen sie auch eige­ne rechts­po­li­ti­sche Wer­tun­gen zur Gel­tung brin­gen kön­nen 30.

Ins­be­son­de­re ach­tet die Uni­on die natio­na­le Iden­ti­tät ihrer Mit­glied­staa­ten, zu der auch die repu­bli­ka­ni­sche Staats­form gehört. Die vom deut­schen Gesetz­ge­ber in Art. 109 Abs. 3 WRV gesetz­ten Schran­ken der Benut­zung von Adels­be­zeich­nun­gen und das von ihm auf­ge­stell­te Ver­bot, den Anschein einer ade­li­gen Her­kunft neu zu schaf­fen, sind Teil die­ser natio­na­len Iden­ti­tät und kön­nen unter dem Gesichts­punkt des uni­ons­recht­lich legi­ti­men Ziels der Umset­zung der Gleich­heit aller deut­schen Staats­bür­ger vor dem Gesetz grund­sätz­lich als Recht­fer­ti­gungs­grund für eine Beschrän­kung der Per­so­nen­frei­zü­gig­keit Berück­sich­ti­gung fin­den. Weil in Deutsch­land die Füh­rung von Adels­be­zeich­nun­gen im Namen aller­dings nicht gene­rell ver­bo­ten ist, son­dern bestimm­te Per­so­nen in Deutsch­land in ihrem Namen zuläs­si­ger­wei­se Bestand­tei­le füh­ren kön­nen, die ehe­ma­li­gen Adels­be­zeich­nun­gen ent­spre­chen, darf einem im Aus­land frei gewähl­ten Namen mit Adels­be­zeich­nun­gen die Aner­ken­nung nur dann ver­wei­gert wer­den, wenn dies zur Ver­wirk­li­chung des Gleich­heits­grund­sat­zes geeig­net, erfor­der­lich und ver­hält­nis­mä­ßig ist 31. Dies zu beur­tei­len ist Sache der natio­na­len Gerich­te, weil hier­zu eine Ana­ly­se und Abwä­gung ver­schie­de­ner, dem Mit­glied­staat eige­ner recht­li­cher und tat­säch­li­cher Aspek­te erfor­der­lich ist 32.

Wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits aus­ge­führt hat, ent­spricht es einer bis in die Zei­ten der Wei­ma­rer Repu­blik zurück­rei­chen­den deut­schen Rechts­tra­di­ti­on, zur Durch­set­zung des Grund­sat­zes staats­bür­ger­li­cher Gleich­heit dem Bestre­ben ein­zel­ner Per­so­nen ent­ge­gen­zu­tre­ten, durch eine iso­lier­te Ände­rung des Namens neue Adels­be­zeich­nun­gen zu schaf­fen oder erlo­sche­ne Adels­be­zeich­nun­gen wie­der­zu­be­le­ben, um sich dadurch den Anschein einer gegen­über ande­ren Staats­bür­gern her­aus­ge­ho­be­nen sozia­len oder gesell­schaft­li­chen Stel­lung zu geben. Zur Ver­wirk­li­chung die­ses legi­ti­men Zwecks ist es geeig­net, aber auch erfor­der­lich, einem in einem ande­ren Mit­glied­staat der Euro­päi­schen Uni­on ohne jeg­li­chen fami­liä­ren Hin­ter­grund frei gewähl­ten Namen jeden­falls in Bezug auf die dem Namen hin­zu­ge­füg­ten Adels­be­zeich­nun­gen die Aner­ken­nung im Inland zu ver­sa­gen.

Die Abwä­gung zwi­schen den Belan­gen der deut­schen öffent­li­chen Ord­nung, für die der Grund­satz der staats­bür­ger­li­chen Gleich­heit kenn­zeich­nend ist und dem uni­ons­recht­li­chen Frei­zü­gig­keits­recht ergibt, dass die Beschrän­kung des Frei­zü­gig­keits­rechts der Antrag­stel­le­rin unter den hier obwal­ten­den Umstän­den auch ver­hält­nis­mä­ßig ist. Dies ergibt sich unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung der Vor­ga­ben des Euro­päi­schen Gerichts­hofs für die im Rah­men der Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­prü­fung zu beach­ten­den Gesichts­punk­te 33 aus dem Fol­gen­den:

Der Antrag­stel­ler besitzt sowohl die deut­sche als auch die bri­ti­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit, und er hat mit der frei­en Namens­wahl durch "deed poll" von einem Recht Gebrauch gemacht, das jedem bri­ti­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen zukommt. Wei­ter­hin ist zu berück­sich­ti­gen, dass die von dem Antrag­stel­ler gewähl­ten Namens­be­stand­tei­le "Graf" und "Frei­herr von" for­mell weder nach deut­schem noch nach eng­li­schem Recht die Zuge­hö­rig­keit zu einem her­aus­ge­ho­be­nen Stand bezeich­nen.

Ande­rer­seits hat es der Euro­päi­sche Gerichts­hof aus­drück­lich gebil­ligt, dass die Frei­wil­lig­keit einer Namens­än­de­rung im Rah­men der Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­prü­fung Beach­tung fin­den kann. Die unter eng­li­schem Recht erfolg­te Namens­än­de­rung beruht auf rein per­sön­li­chen Grün­den des Antrag­stel­lers und die dar­aus fol­gen­de Namens­ver­schie­den­heit unter deut­schem und eng­li­schem Recht geht weder auf ein fami­li­en­recht­li­ches Ereig­nis noch auf den zusätz­li­chen Erwerb der bri­ti­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit zurück. Der Euro­päi­sche Gerichts­hof betont inso­weit die Berück­sich­ti­gung der Moti­ve für die frei­wil­lig erfolg­te Namens­än­de­rung 34. Ob hier­aus gefol­gert wer­den kann, dass die Mit­glied­staa­ten schon beim Feh­len einer gewich­ti­gen, zumin­dest aber nach­voll­zieh­ba­ren Moti­va­ti­on für die Namens­än­de­rung deren Aner­ken­nung ver­wei­gern dür­fen, braucht nicht ent­schie­den zu wer­den. Jeden­falls ist die Ver­wei­ge­rung der Namens­an­glei­chung nicht unver­hält­nis­mä­ßig, wenn das erkenn­bar ein­zi­ge Motiv für die iso­lier­te Namens­än­de­rung unter einem aus­län­di­schen Recht dar­in besteht, fort­an einen Namen tra­gen zu kön­nen, der aus Grün­den der öffent­li­chen Ord­nung in Deutsch­land auf die­sem Wege nicht erwor­ben wer­den kann. Eine ande­re Moti­va­ti­on als die, über die Namens­än­de­rung unter eng­li­schem Recht deutsch­spra­chi­ge Adels­be­zeich­nun­gen anneh­men und mit die­sen anschlie­ßend (auch) im deut­schen Rechts­raum auf­tre­ten zu kön­nen, ist nicht erkenn­bar und wird auch von der Rechts­be­schwer­de nicht auf­ge­zeigt.

Die Ver­sa­gung der Namens­an­glei­chung ist auch nicht des­halb unver­hält­nis­mä­ßig, weil etwa die Gefahr bestün­de, die ver­wandt­schaft­li­chen Bezie­hun­gen des Antrag­stel­lers zu sei­ner Toch­ter nicht bele­gen zu kön­nen, deren Name auf­grund einer Ent­schei­dung des Ober­lan­des­ge­richts Dres­den im deut­schen Geburts­re­gis­ter mit dem Fami­li­en­na­men "Grä­fin von Wolf­fers­dorff Frei­in von Bogen­dorff" ein­ge­tra­gen ist. Die Namen­s­iden­ti­tät ist in der Rea­li­tät weder ein not­wen­di­ger noch ein hin­rei­chen­der Aus­druck ver­wandt­schaft­li­cher Bezie­hun­gen 35. Im Übri­gen trägt der Antrag­stel­ler nach eng­li­schem Recht gera­de nicht den glei­chen Fami­li­en­na­men wie sei­ne Toch­ter. Das eng­li­sche Recht sieht eine geschlechts­spe­zi­fi­sche Namens­füh­rung nur bei tat­säch­lich ade­li­gen Namens­trä­gern, nicht aber bei sol­chen Per­so­nen vor, deren Name ledig­lich Bestand­tei­le ent­hält, die Adels­be­zeich­nun­gen nach­ge­bil­det sind 36. Der unter eng­li­schem Namens­recht gebil­de­te Name "Grä­fin von Wolf­fers­dorff Frei­in von Bogen­dorff" ist des­halb nicht obwohl die­ser Ein­druck beab­sich­tigt sein dürf­te eine geschlechts­spe­zi­fi­sche Abwand­lung des von dem Antrag­stel­ler unter dem eng­li­schen Namens­recht gewähl­ten Namens "Graf von Wolf­fers­dorff Frei­herr von Bogen­dorff".

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Janu­ar 2019 – XII ZB 188/​17

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 14.11.2018 – XII ZB 292/​15[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 14.11.2018 – XII ZB 292/​15 12 ff.[]
  3. OLG Karls­ru­he, Beschluss vom 30.03.2017 11 W 107/​16 (Wx[]
  4. vgl. BGBl. III Glie­de­rungs­num­mer 4012[]
  5. vgl. BGH, Beschluss vom 14.11.2018 – XII ZB 292/​15[]
  6. vgl. RGZ 103, 190, 194[]
  7. vgl. Rensch Der ade­li­ge Name nach deut­schem Recht [1931] S. 129; Dumoulin Die Adels­be­zeich­nung im deut­schen und aus­län­di­schen Recht [1997] S. 77[]
  8. vgl. RGZ 113, 107, 109 ff; Rensch Der ade­li­ge Name nach deut­schem Recht [1931] S. 129 Fn. 6[]
  9. vgl. KG OLGRspr. 42 [1922], 93 Fn. 1; Baring LZ 1922, Sp. 89, 93 f. unter Hin­weis auf einen Erlass des Reichs­mi­nis­te­ri­ums des Innern vom 10.10.1921; Rensch Der ade­li­ge Name nach deut­schem Recht [1931] S. 245 ff. mit zahl­rei­chen Nach­wei­sen aus dem zeit­ge­nös­si­schen Schrift­tum; ähn­lich Rade­ma­cher Das Recht des Arti­kels 109 Absatz 3 der Reichs­ver­fas­sung vom 11.08.1919 [1927] S. 88: Umge­hung des Ver­lei­hungs­ver­bots[]
  10. vgl. RGZ 109, 243, 253; Anz DJZ 1920 Sp. 899, 901; Rietzsch Ver­wArch 28 [1921], 323, 328 f.; Opet JW 1925, 2115, 2117[]
  11. vgl. Anz DJZ 1920, Sp. 899, 901[]
  12. vgl. Nach­wei­se bei Wag­ner-Kern Staat und Namens­än­de­rung [2002], S. 147 ff.[]
  13. vgl. davor etwa Nr. VII Ziff. 2 der Anla­ge zu den All­ge­mei­nen Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten der Bun­des­re­gie­rung über die Ände­rung und Fest­stel­lung von Fami­li­en­na­men und über die Ände­rung von Vor­na­men vom 18.12 1951, GMBl 1951, 267, 272[]
  14. vgl. BVerwG NJW 1997, 1594; BVerwG Beschluss vom 17.03.1993 – 6 B 13/​93 2; BVerwG Ver­wRspr 1979, 781; BVerwG Beschluss vom 08.03.1974 – VII B 86.73 4[]
  15. BVerwG NJW 1997, 1594[]
  16. vgl. Rensch Der ade­li­ge Name nach deut­schem Recht [1931] S. 246[]
  17. vgl. Rensch Der ade­li­ge Name nach deut­schem Recht [1931] S. 246 f; vgl. zuletzt auch OVG Ham­burg StAZ 2007, 46, 48[]
  18. vgl. BGH Urtei­le vom 08.05.2014 – III ZR 371/​12 Schieds­VZ 2014, 151 Rn. 29 mwN und BGHZ 104, 240, 243 = NJW 1988, 2173, 2174[]
  19. OLG Jena StAZ 2016, 116 f.; OLG Naum­burg StAZ 2014, 338, 340; Erman/​Hohloch BGB 15. Aufl. Art. 10 EGBGB Rn. 13; Wall StAZ 2015, 41, 49; Rau­scher LMK 2016, 381541; dage­gen Staudinger/​Hepting/​Hausmann BGB [Stand: 2013] Art. 10 EGBGB Rn. 163; juris­PK-BGB/Ja­nal [Stand: März 2017] Art. 10 EGBGB Rn. 39; Beck­OK BGB/​Mäsch [Stand: August 2018] Art. 10 EGBGB Rn. 13[]
  20. vgl. OLG Jena StAZ 2016, 114, 116; Vop­pel NZFam 2014, 1051, 1052; Otto StAZ 2016, 225, 231; vgl. auch BVerwG Ver­wRspr 1979, 781[]
  21. vgl. Dut­ta Fam­RZ 2016, 1213, 1218; Otto StAZ 2016, 225, 231; vgl. auch Schluss­an­trä­ge des Gene­ral­an­walts Wathe­let vom 14.01.2016 in der Rechts­sa­che C438/​14 Bogen­dorff von Wolf­fers­dorff 107[]
  22. vgl. Wall StAZ 2015, 41, 49; von Spo­en­la­Met­ter­nich Namens­er­werb, Namens­füh­rung und Namens­än­de­rung unter Berück­sich­ti­gung von Namens­be­stand­tei­len [1997] S. 125 mwN[]
  23. RGZ 113, 107, 112 ff.[]
  24. vgl. OLG Köln NJW 2015, 1121, 1122; OLG Düs­sel­dorf Fam­RZ 1997, 1554, 1555; BayO­bLG Fam­RZ 2003, 1016 mwN; vgl. Nr. A 1.03.3 PStGV­wV; kri­tisch dage­gen Staudinger/​Voppel BGB [Stand: 2018] § 1355 Rn. 35; Staudinger/​HilbigLugani BGB [Stand: August 2016] § 1616 Rn. 8; wohl auch Otto StAZ 2016, 225, 232[]
  25. vgl. auch OVG Ham­burg StAZ 2007, 46, 48[]
  26. EuGH Urtei­le vom 02.06.2016 – C‑438/​14 Fam­RZ 2016, 1239 Rn. 39, Bogen­dorff von Wolf­fers­dorff; und Urteil vom 22.12 2010 – C‑208/​09 Fam­RZ 2011, 1486 Rn. 69, Sayn-Witt­gen­stein[]
  27. vgl. Münch­Komm-BGB/­von Hein 7. Aufl. Art. 3 EGBGB Rn. 120; Janal GPR 2017, 67, 70[]
  28. vgl. EuGH Urtei­le vom 22.12 2010- C‑208/​09 Fam­RZ 2011, 1486 Rn. 81, Sayn-Witt­gen­stein; und vom 14.10.2008 – C‑353/​06 Fam­RZ 2008, 2089 Rn. 29, Grunkin/​Paul[]
  29. vgl. EuGH Urtei­le vom 02.06.2016 – C‑438/​14 Fam­RZ 2016, 1239 Rn. 68, Bogen­dorff von Wolf­fers­dorff und Urteil vom 22.12 2010 – C‑208/​09 Fam­RZ 2011, 1486 Rn. 87, Sayn-Witt­gen­stein[]
  30. vgl. Münch­Komm-BGB/­von Hein 7. Aufl. Art. 3 EGBGB Rn. 120[]
  31. vgl. EuGH Urteil vom 02.06.2016 – C‑438/​14 Fam­RZ 2016, 1239 Rn. 64, 80, Bogen­dorff von Wolf­fers­dorff[]
  32. vgl. EuGH Urteil vom 02.06.2016 – C‑438/​14 Fam­RZ 2016, 1239 Rn. 78, Bogen­dorff von Wolf­fers­dorff[]
  33. vgl. EuGH Urteil vom 02.06.2016 – C‑438/​14 Fam­RZ 2016, 1239 Rn. 81 f., Bogen­dorff von Wolf­fers­dorff[]
  34. vgl. EuGH Urteil vom 02.06.2016 – C‑438/​14 Fam­RZ 2016, 1239 Rn. 56, 58, Bogen­dorff von Wolf­fers­dorff[]
  35. vgl. Janal GPR 2017, 67, 68[]
  36. vgl. Rau­scher NJW 2016, 3493, 3494[]