Ergo­no­mie in der Indus­trie ver­hin­dert Feh­ler und erhöht die Pro­duk­ti­vi­tät

Viel­leicht haben Sie bereits den Begriff "Ergo­no­mie" gehört. In eini­gen Bran­chen, wie bei­spiels­wei­se der Indus­trie, Ver­tei­di­gung und Trans­port wird die Ergo­no­mie all­ge­mein auch als "mensch­li­che Fak­to­ren" bezeich­net. In die­sem Arti­kel zei­gen wir, wie die Anwen­dung von Ergo­no­mie am Arbeits­platz die Qua­li­tät, Gesund­heit und Sicher­heit ver­bes­sern kann.

Ergo­no­mie in der Indus­trie ver­hin­dert Feh­ler und erhöht die Pro­duk­ti­vi­tät

Wis­sen­schaft­li­che Aspek­te der Ergo­no­mie

Ergo­no­mie ist eine Wis­sen­schaft, die den Men­schen in den Mit­tel­punkt stellt. Dabei wer­den sei­ne Fähig­kei­ten sowie sei­ne Ein­schrän­kun­gen berück­sich­tigt. Die Ergo­no­mie zielt dar­auf ab, sicher­zu­stel­len, dass Auf­ga­ben, Aus­rüs­tung, Infor­ma­tio­nen und die Umge­bung zu jedem Mit­ar­bei­ter pas­sen.

Um Lösun­gen für ergo­no­mi­sches Arbei­ten zwi­schen einer Per­son und ihrer Arbeit zu beur­tei­len, müs­sen eine Rei­he von Fak­to­ren berück­sich­tigt wer­den, ein­schließ­lich:

Die Arbeit/​Aufgabe, die erle­digt wird:

  • Die Anfor­de­run­gen an den Arbei­ter (Tätig­kei­ten, Arbeits­be­las­tung, Arbeits­rhyth­mus, Schicht­ar­beit und Müdig­keit).
  • Die ver­wen­de­ten Gerä­te (ihr Design in Bezug auf Grö­ße, Form, Bedien­ele­men­te, Anzei­gen und wie pas­send sie für die Auf­ga­be sind).
  • Die ver­wen­de­ten Infor­ma­tio­nen (wie sie prä­sen­tiert, abge­ru­fen und geän­dert wer­den).
  • Die phy­si­ka­li­sche Umge­bung (Tem­pe­ra­tur, Feuch­tig­keit, Beleuch­tung, Lärm, Vibra­tio­nen).

Die phy­si­schen und psy­chi­schen Eigen­schaf­ten des Ein­zel­nen:

  • Kör­per­grö­ße und ‑form
  • Fit­ness und Kraft
  • Hal­tung
  • Die Sin­ne, ins­be­son­de­re das Sehen, Hören und Berüh­ren
  • Men­ta­le Fähig­kei­ten
  • Per­sön­lich­keit
  • Wis­sen
  • Aus­bil­dung
  • Erfah­rung

Die Orga­ni­sa­ti­on und das sozia­le Umfeld:

  • Team­ar­beit und Team­struk­tur
  • Auf­sicht und Füh­rung
  • Unter­stüt­zen­de Ver­wal­tung
  • Kom­mu­ni­ka­ti­on
  • Res­sour­cen

In Ihrer Beleg­schaft fin­den Sie eine Rei­he von kör­per­li­chen und psy­chi­schen Fähig­kei­ten, die Sie mög­li­cher­wei­se bei der Pla­nung der von ihnen ver­wen­de­ten Anla­gen und Aus­rüs­tun­gen berück­sich­ti­gen müs­sen.

Durch die Bewer­tung der Fähig­kei­ten und Gren­zen der Men­schen, ihrer Arbeits­plät­ze, ihrer Aus­rüs­tung und ihrer Arbeits­um­ge­bung und die Inter­ak­ti­on zwi­schen ihnen, ist es mög­lich, siche­re, effek­ti­ve und pro­duk­ti­ve Arbeits­sys­te­me zu schaf­fen.

Wie kön­nen Ergo­no­mie und mensch­li­che Fak­to­ren die Gesund­heit und Sicher­heit ver­bes­sern?

Die Anwen­dung von Ergo­no­mie am Arbeits­platz kann:

  • das Unfall­ri­si­ko redu­zie­ren
  • das Risi­ko von Ver­let­zun­gen und Krank­hei­ten redu­zie­ren
  • die Leis­tung und Pro­duk­ti­vi­tät ver­bes­sern.

Die Berück­sich­ti­gung von Ergo­no­mie und mensch­li­chen Fak­to­ren kann die Wahr­schein­lich­keit einer Fehl­be­die­nung und eines Unfalls ver­rin­gern. Zum Bei­spiel kön­nen bei der Gestal­tung von Bedien­pul­ten fol­gen­de Din­ge berück­sich­tigt wer­den:

  • die Posi­ti­on von Schal­tern und Tas­ter – Schal­ter, die ver­se­hent­lich betä­tigt wer­den kön­nen, kön­nen eine fal­sche Abfol­ge von Ereig­nis­sen aus­lö­sen, die zu Unfäl­len füh­ren kön­nen.
  • Erwar­tun­gen an Signa­le und Kon­trol­len – die meis­ten Men­schen inter­pre­tie­ren Grün als Hin­weis auf einen siche­ren Zustand. Wenn eine grü­ne Leuch­te ver­wen­det wird, um einen "Warn- oder Gefah­ren­zu­stand" anzu­zei­gen. kann das Signal igno­riert oder über­se­hen wer­den.
  • Infor­ma­ti­ons­über­flu­tung – wenn ein Mit­ar­bei­ter zu vie­le Infor­ma­tio­nen erhält, kann er durch die­se ver­wirrt wer­den, Feh­ler machen oder in Panik gera­ten. In gefähr­li­chen Bran­chen haben feh­ler­haf­te Ent­schei­dun­gen oder Fehl­ver­hal­ten oft kata­stro­pha­le Fol­gen.

Gesund­heit­li­che Belas­tun­gen am Arbeits­platz redu­zie­ren

Die Ergo­no­mie kann auch das Risi­ko von Gesund­heits­schä­den am Arbeits­platz redu­zie­ren, wie zum Bei­spiel Schmer­zen und Schä­den an Hand­ge­len­ken, Schul­tern und Rücken, lärm­be­ding­ter Hör­ver­lust und arbeits­be­ding­tes Asth­ma. Berück­sich­ti­gen Sie das Lay­out der Steue­run­gen und Gerä­te – sie soll­ten in Bezug auf ihre Ver­wen­dung posi­tio­niert wer­den. Plat­zie­ren Sie die am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Gerä­te dort, wo sie leicht zu errei­chen sind, ohne dass sich die Arbei­ter beu­gen, deh­nen oder ein­kni­cken müs­sen. Durch die Sicher­stel­lung, dass Schutz­maß­nah­men wie Absaug­hau­ben oder Atem­schutz­ge­rä­te ein­fach und sicher zu bedie­nen sind, erhö­hen sie die Wahr­schein­lich­keit, dass sie die Expo­si­ti­on gegen­über gefähr­li­chen Stof­fen ver­rin­gern.

Fazit

Wenn Sie die ergo­no­mi­schen Grund­sät­ze nicht befol­gen, kann dies schwer­wie­gen­de Fol­gen für Men­schen und gan­ze Orga­ni­sa­tio­nen haben. Vie­le Unfäl­le hät­ten ver­hin­dert wer­den kön­nen, wenn Ergo­no­mie und mensch­li­che Fak­to­ren bei der Gestal­tung berück­sich­tigt wor­den wären.